Die Mitarbeitenden wurden in einer internen Feierstunde für ihre Verdienste für die Kreisverwaltung geehrt.
Kostenfreies Schülerticket für alle: Land sieht keine Erweiterung - Landkreis hält an Forderung fest
Der Kreistag des Landkreises Hersfeld-Rotenburg fordert seit 2021 eine landesweit faire Regelung beim kostenfreien Schülerticket - unabhängig von Entfernungsgrenzen und auch für die Sekundarstufe II. In einem Antwortschreiben teilt das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen nun mit, dass eine Ausweitung „auf absehbare Zeit“ nicht vorgesehen sei. Der Landkreis hält an seiner Forderung fest und kritisiert den Verweis auf „freiwillige Leistungen“ der Kommunen.
Hersfeld-Rotenburg, 26. Februar 2026 - Wer in Hessen mit Bus und Bahn zur Schule fährt, kennt die Ungerechtigkeit: Manche Schülerinnen und Schüler bekommen das Hessenticket kostenlos, andere nicht - obwohl sie dieselbe Schule besuchen. Der Grund sind die im Hessischen Schulgesetz festgelegten starren Entfernungsgrenzen und die Begrenzung auf bestimmte Jahrgangsstufen. Der Kreistag Hersfeld-Rotenburg hat diese Ungerechtigkeit bereits im Juli 2021 per Resolution kritisiert und die Hessische Landesregierung aufgefordert, ein kostenfreies Schülerticket für alle einzuführen - unabhängig von Wohnort, Entfernung und auch über die zehnte Klasse hinaus.
Mitte Januar 2026 ist nun - nach erneuter Nachfrage der Kreistagsvorsitzenden und viereinhalb Jahre später - endlich eine Antwort eingegangen. Das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen (HMKB) teilt darin mit: Eine Ausweitung des Beförderungsanspruchs werde „auf absehbare Zeit“ nicht kommen. Begründet wird das mit fehlenden Mitteln des Landes und der Aussage, dass nicht alle Landkreise und Städte gleichermaßen leistungsfähig seien. Statt einer landesweit gerechten Lösung soll es bei freiwilligen Leistungen einzelner Schulträger bleiben.
Die Kreistagsvorsitzende Petra Wiesenberg sagt dazu: „Das Land lässt sich viereinhalb Jahre Zeit und sagt dann im Kern: Wir können oder wollen das nicht bezahlen - macht ihr Kommunen das freiwillig. Das ist realitätsfern. Gerade in Zeiten, in denen kommunale Haushalte kaum noch Luft für freiwillige Leistungen haben, ist das eine Verschiebung der Verantwortung nach unten. Für Familien heißt das: Teilhabe wird weiter vom Geldbeutel und vom Wohnort abhängig gemacht.“
Was diese Antwort für Familien konkret bedeutet
Für viele Familien bleiben die Unterschiede im Alltag bestehen: Ob ein Kind in Hessen kostenlos mobil ist, hängt weiter von Entfernungsregeln und der jeweiligen Situation vor Ort ab - nicht vom Bedarf. Schülerinnen und Schüler aus Familien mit mittlerem Einkommen werden dadurch ökonomisch und sozial benachteiligt. Auch private Ausflüge oder Fahrten zu kulturellen Einrichtungen hessenweit scheitern häufig an zusätzlichen Ticketkosten. Besonders betroffen sind zudem Jugendliche über die zehnte Klasse hinaus: Wer Abitur macht oder zur Berufsschule geht, muss längere Wege weiterhin selbst finanzieren. Wenn Bus und Bahn aber nicht bezahlbar sind, verstärkt dies im ländlichen Raum den Druck, auf das Auto auszuweichen - mit Folgen für Verkehr, Klima und die Organisation des Familienalltags.
Landkreis nimmt Antwort zur Kenntnis - sieht aber weiterhin Klärungsbedarf
„Die Resolution des Kreistags hat das Ziel klar benannt: Bildung und Mobilität dürfen nicht vom Wohnort, Entfernungsgrenzen oder dem Geldbeutel abhängen. Wenn das Land ein landesweites Schülerticket organisiert, braucht es dafür eine landesweit faire und verlässliche Regelung - nicht den Verweis auf freiwillige kommunale Leistungen. Wir nehmen die Antwort aus Wiesbaden zur Kenntnis, halten die Argumentation aber für nicht überzeugend und werden das Thema weiter gegenüber dem Land ansprechen“, so Kreistagsvorsitzende Petra Wiesenberg.
Stand-Up-Comedy am Vorabend des Internationalen Frauentages
Hersfeld-Rotenburg, 27. Februar 2026 - Mit einer gemeinsamen Aktion präsentieren das Frauen- und Gleichstellungsbüro und das buchcafé kurz vor dem Internationalen Frauentag am Samstag, den 7. März um 20 Uhr die Kabarettistin Patrizia Moresco. Karten für die Veranstaltung sind an den bekannten Vorverkaufsstellen für 20 Euro erhältlich. Ermäßigte Tickets gibt es für Schülerinnen, Schüler und Studierende für 16 Euro. Der Einlass im buchcafé beginnt um 19 Uhr.
Zur Veranstaltung
Patrizia Moresco, die schwäbische Italienerin mit Berliner Schnauze, verwandelt mit vollem Körpereinsatz und ungebremster Spielfreude selbst traurige Wahrheiten ins Absurd-Lustige. Nach dem Motto „Eine Frau, ein Wort, ein Gag - immer groß und niemals artig“ erwartet das Publikum Stand Up Comedy vom Feinsten. Ehrlich, provokant und brüllend komisch - genau die richtige Mischung am Vorabend des Internationalen Frauentages.
Landrat und der Erste Kreisbeigeordnete ehren langjährige Mitarbeitende der Kreisverwaltung
Sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter scheiden aus dem Dienst aus - weitere Ehrungen für 25 und 40 Jahre im Landratsamt
Hersfeld-Rotenburg, 27. Februar 2026 - Im Rahmen einer internen Feierstunde haben Landrat Torsten Warnecke und der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll, Mitarbeitende der Kreisverwaltung geehrt. Neben sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in den Ruhestand verabschiedet worden sind, wurden sechs Personen für verschiedene Dienstjubiläen ausgezeichnet.
„Es ist ein toller Tag, bei dem Sie für Ihre langjährige Tätigkeit für unseren Landkreis im Mittelpunkt stehen. Diese Würdigung Ihrer jahrzehntelangen Arbeit ist nicht genügend mit Worten hervorzuheben. Sie leisten Tag für Tag eine wichtige Arbeit für die Kreisverwaltung in Ihren verschiedenen Fachdiensten“, erklären Landrat Torsten Warnecke und der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll.
25 Jahre Dienstjubiläum
Am 26. September konnte Sandra Hildebrand ihr 25-jähriges Dienstjubiläum feiern. Seit dem Jahr 1991 arbeitet die Oberinspektorin mit einer Unterbrechung für die Kreisverwaltung. Nach ihrer Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten, machte sie ein Studium für den Gehobenen Dienst. Zunächst arbeitete sie in der Kämmerei, im heutigen Fachdienst Finanzen. Seit 2017 arbeitet sie in der Volkshochschule - im Jahr 2024 wurde sie zur Oberinspektorin ernannt.
Auch Maik Miltenberger wurde für seine 25-jährige Tätigkeit geehrt. Nach der Ausbildung zum Spezialhochfacharbeiter, folgte eine weitere Ausbildung zum Rettungsassistenten. Von 2001 bis 2019 war er Einsatzbearbeiter bei der Zentralen Leitstelle im heutigen Fachdienst Gefahrenabwehr. Seit 2019 ist er Leitstellenadministrator und zudem aktuell stellvertretender Leiter der Zentralen Leitstelle.
Ebenfalls seit 25 Jahren ist Martina Köberich für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg tätig. Nach ihrer Ausbildung als Ausbildung als Friseurin arbeitete sie zunächst in der Industrie und anschließend kurzzeitig wieder als Friseurin. Seit 2001 ist sie Reinigungskraft im Medienzentrum Rotenburg und zudem seit 2022 in der Albert-Schweitzer-Schule Rotenburg angestellt.
40 Jahre Dienstjubiläum
Bereits seit 40 Jahren ist Susanne Erlacher in der Kreisverwaltung beschäftigt. Nach ihrer Ausbildung zur Stenosekretärin durchlief sie verschiedene Stationen innerhalb der Verwaltung unter anderem in der Gleichstellungsstelle. Seit 2009 ist sie im heutigen Fachdienst Kommunalaufsicht und Zentrale Vergabestelle tätig und konnte am 1. August ihr 40-jähriges Dienstjubiläum feiern.
Ebenso ihr 40-jähriges Dienstjubiläum konnte am 4. Dezember Andrea Leist begehen. Nach ihrer Ausbildung zur Stenosekretärin folgte eine weitere Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten - bevor sie einen Lehrgang zur Verwaltungsfachwirtin machte. In der Kreisverwaltung durchlief sie einige Stationen und war unter anderem als Schulverwaltungskraft an verschiedenen Schulen tätig. Seit 2018 arbeitet sie im Fachdienst Heranziehung.
Sandra Wenderoth konnte am 27. Oktober ihr 40-jähriges Dienstjubiläum feiern. Nach ihrer Ausbildung als Stenosekretärin war sie zunächst in der Führerscheinstelle beschäftigt. Nachdem sie rund drei Jahre in der Unteren Wasserbehörde gearbeitet hat, ist sie seit 2004 wieder in der Führerscheinstelle tätig.
Verabschiedungen
Am 20. September ist Sabine Dehl aus dem Dienst ausgeschieden. Nach der Ausbildung zur Bäckereifachverkäuferin arbeitete sie danach in verschiedenen Berufen. Seit April 2004 war sie beim Landkreis Hersfeld-Rotenburg beschäftigt. Von 2004 bis 2006 betreute sie den Schul-Zoo der Gesamtschule Niederaula, anschließend arbeitete sie bis vergangenen September als Reinigungskraft.
Nach einer fast 50-jährigen Tätigkeit für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg schied Heike Erbskorn am 30. November aus dem Dienst aus. Zunächst absolvierte sie eine Ausbildung zur Stenosekretärin, bevor sie für die Ausgleichsämter in Bad Hersfeld, Rotenburg und Bebra arbeitete. Zuletzt war sie im Fachdienst Soziales tätig.
Ebenfalls aus dem Dienst ausgeschieden ist Rita Kauffold. Nach langjähriger Tätigkeit als Näherin war sie seit 2015 beim Landkreis Hersfeld-Rotenburg beschäftigt. Sie arbeitete über zehn Jahre als Reinigungskraft und schied am 30. November aus dem Dienst aus.
Kornelia Leinhos schied am 6. September aus dem Dienst aus. Erst absolvierte sie eine Ausbildung zur Bäckerin, danach arbeitete sie in unterschiedlichen Arbeitsfeldern. Seit 2012 war sie als Reinigungskraft in der Linggschule Bad Hersfeld, der Friedrich-Fröbel-Schule Bad Hersfeld sowie in der Kreisverwaltung tätig.
Nach über 35 Jahren Tätigkeit für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg schied Knut Schwabe am 31. Dezember aus dem Dienst aus. Nach seiner Ausbildung als Radio- und Fernsehtechniker absolvierte er seinen Wehrdienst. Seit 1990 arbeitete er in verschiedenen Stationen für die Kreisverwaltung. Knapp 16 Jahre arbeitete er in der ehemaligen kreiseigenen Erholungsstätte Rießerkopfhütte in Garmisch-Partenkirchen, von 1999 bis 2006 war er Heimleiter. Ab 2006 war er als Hausmeister in den Außenstellen Rotenburg und Bebra, dem Kreisjugendhof sowie dem Kreisheimatmuseum beschäftigt.
Über 47 Jahre war Norbert Walper beim Landkreis Hersfeld-Rotenburg beschäftigt. Zwischen 1978 und 1981 machte er eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten. Danach folgte der Wehrdienst, bevor er zunächst einen Ausbildungslehrgang für den mittleren Dienst und dann für den gehobenen Dienst absolvierte. Er durchlief in der Kreisverwaltung mehrere Stationen unter anderem in der Poststelle, dem Sozialamt und dem Fachbereich Arbeit, Bildung, Jugendhilfe und Senioren. Zuletzt arbeitete der ernannte Amtsrat im Fachdienst Recht und Soziale Dienste und schied am 31. Dezember aus dem Dienst aus.
Kreisverwaltung öffnet am bundesweiten „Tag des Gesundheitsamtes“ seine Türen für Interessierte
Am Donnerstag, 19. März bietet das Gesundheitsamt von 11 bis 15 Uhr ein spannendes Programm
Hersfeld-Rotenburg, 3. März 2026 – Das Gesundheitsamt des Landkreises Hersfeld-Rotenburg lädt am Donnerstag, 19. März anlässlich des bundesweiten „Tag des Gesundheitsamtes“ interessierte Bürgerinnen und Bürger in die Kreisverwaltung ein. Das Team des Gesundheitsamtes hat ein buntes Programm auf die Beine gestellt, das von 11 bis 15 Uhr einen spannenden Blick hinter die Kulissen ermöglicht.
Der Aktionstag steht unter dem Motto „Vielfalt für Gesundheit“. Passend dazu präsentiert sich das Gesundheitsamt an diesem Tag mit seinen Sachgebieten, die vielfältige Aufgaben wahrnehmen. Von Infektionsschutz und Hygiene über Betreuung bis hin zum Kinder- und Jugendärztlichen Dienst.
Interessierte können beispielsweise Blutdruckmessungen durchführen lassen. Darüber hinaus wird es einen Infostand zum Sozialpsychiatrischen Dienst geben. Der Kinder- und Jugendärztliche Dienst bietet für die Kleinsten einen Einschulungsparcours an. Außerdem wird es Einsicht in verschiedene Themen, wie zum Beispiel Hygiene, Infektionsschutz, Zahngesundheit und Kuranträgen geben.
Neben den verschiedenen Bereichen des Gesundheitsamts werden auch verschiedene Gäste ihre Angebote vorstellen. Neben der Deutschen Verkehrswacht und dem Sozialverband VdK wird auch die DAK Krankenkasse vor Ort sein.
Adresse: Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Gesundheitsamt, Gebäude D, Friedrich-Ebert-Straße 9, 36251 Bad Hersfeld
Weitere Informationen zum Gesundheitsamt der Kreisverwaltung gibt es unter www.hef-rof.de/gesundheit.