Die 1. Gabe ist in den letzten Tagen gefallen oder sollte abgeschlossen werden. Auch der Morgentau reicht oft aus, um den Dünger aus dem Kalkgerüst zu lösen und in den Boden einzudringen. Eine Nitratdüngung hat den Vorteil, dass N rasch aufgenommen werden kann und die Aufnahme anderer Kationen gefördert wird. Eine Andüngung mit 60 N plus S ist im Getreide zu empfehlen (ca. 12 kg S bei WG, 20 kg S bei WW). Durch die geringen Niederschläge über Winter ist mit einer größeren N-Auswaschung nicht zu rechnen. Diese sollten in der 2. Gabe berücksichtigt werden. Dennoch haben wir niedrige S-Mengen in untersuchten Frühjahresproben, sodass hier auf die S-Versorgung zu achten ist. Um die Pflanzenfitness und Stresstoleranz zu erhöhen, sollte bei PS-Maßnahmen an die Versorgung mit Mikronährstoffen gedacht werden: Mg 200 g, Mn 250 g, Zn 150 g.
Philipp Pfister, AGLW, 06623 933730
Nach den Frösten gilt es die Ungrasbekämpfung im Wintergetreide anzugehen. Trotz Herbstbehandlung müssen Nachbehandlungen eingeplant werden. Haben die Ungräser (Ackerfuchsschwanz) bereits 3 Blätter im Wi-Weizen, ALS-Hemmer wie z. B. Atlantis Flex, Incelo Komplett, Niantic einsetzen. Behandlung bei hoher Luftfeuchtigkeit (> 60 %) – sehr früh am Tage oder in den späten Abendstunden durchführen. In Winterroggen bietet sich aus Verträglichkeitsgründen der Einsatz von Broadway plus an. In Wintergerste steht zur Ungrasbekämpfung lediglich Axial 50 mit 1,2 l/ha z. V. Grundsätzlich ist der Soloeinsatz der Gräsermittel am wirkungsvollsten – Mittel gegen Unkräuter also später nachlegen.
Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736