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Kirchheimer Nachrichten
Ausgabe 14/2026
Vereine und Verbände
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AKTUELLES AUS DER LANDWIRTSCHAFT . . .

2. N-Gabe Getreide

Bei den Düngepreisen und noch nicht vorgekaufter Ware für die 3. Gabe kann sich in der 2. Gabe Einsparpotenzial ergeben. Nmin hat sich durch mangelnde Niederschläge kaum verlagert und ist im Vegetationsverlauf verfügbar. Hinzu kommt eine gewisse N-Freisetzung durch Immobilisierung des bereits gestreuten N. Ab 8-10 °C Bodentemperatur beginnt die N-Freisetzung durch Mineralisierung. Auf humusreicheren Böden (>3,5 %) und Böden mit langjähriger organischer Düngung können circa 10-15 kg N eingespart werden. Auch nach Raps- oder Leguminosen-Vorfrucht kann eine Reduzierung erfolgen (15-20 kg N). Wichtig ist zudem die Versorgung mit Schwefel (15 N:1 S) für die N-Ausnutzung sowie die Versorgung mit Mikronährstoffen (Analysen der AGLW zeigen häufig latenten Mg-Mangel) und Kalium. Wichtig ist auch, die Bestandesdichte bei einer gewissen Reduzierung beziehungsweise Verschiebung der N-Menge zu beachten. Werden Triebe nicht ausreichend reduziert, fehlt ihnen das „Futter“ - Folge: Schmachtkorn, niedrige HL-Gewichte.

Philipp Pfister, AGLW, 06623 933730

Neuerungen bei der Aufzeichnungspflicht im Pflanzenschutz

Pflanzenschutzmittel-Anwendungen müssen zukünftig in einem digitalen, maschinenlesbaren Format aufgezeichnet werden. Verpflichtend wird dies jedoch erst ab 01.01.2027. Ab 01.01.2026 müssen bei den Aufzeichnungen jedoch zusätzlich neue Angaben gemacht werden. Neben den bekannten Angaben wie die Bezeichnung des PSM, Datum, Aufwandmenge, Kulturpflanze, behandelte Fläche und Anwender müssen nun auch noch Zulassungsnummer, Startzeitpunkt (Uhrzeit), EPPO-Code, gegebenenfalls BBCH-Stadien, geodatenbasierte Flächeneinheit und behandelte Flächengröße sowie Art der Anwendung (z. B. Flächenbehandlung) aufgezeichnet werden. Bei Fragen bitte melden bei:

Hr. Hollstein, FD Ländl. Raum, 06621 872201