Veranstaltung zur Bewahrung der Geschichte des Kalireviers
Am 4. Mai öffnet die Orangerie in Phillipsthal ihre Türen für die Erinnerungswerkstatt „Zukunft Kaliregion 2.0“. Die Veranstaltung bietet allen Interessierten die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung des digitalen Gedächtnisses des Kalireviers mitzuwirken.
Hersfeld-Rotenburg/Wartburgkreis, 16. April 2024 - Die Region im Kalirevier an der Werra bereitet sich darauf vor, die verborgenen Seiten ihrer Geschichte durch das Projekt „Zukunft Kaliregion 2.0“ offenzulegen. Das betrifft sowohl das Leben über als auch unter Tage. Ziel ist, über die bisherige Geschichtsschreibung hinaus, den Menschen und ihren Geschichten eine Stimme zu geben.
Als „neues Kapitel in der Aufarbeitung unserer regionalen Geschichte“ beschreibt Hersfeld-Rotenburgs Landrat Torsten Warnecke das Projekt. „Es geht darum, den Menschen hinter den historischen Ereignissen eine Stimme zu geben. Damit soll die Erinnerung an unsere gemeinsame Vergangenheit für zukünftige Generationen bewahrt werden“, so Warnecke. Die Erinnerungswerkstatt ermögliche es, die persönlichen Geschichten, die das Kalirevier prägen, festzuhalten. So kann dies der breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, indem ein „digitales Gedächtnis der Region“ entstehen wird: An vier Orten im Kalirevier werden in den kommenden Monaten Erinnerungsstationen eingerichtet. Infotafeln werden auf die Geschichten der Region hinweisen und auf die digitalen Inhalte wie persönliche Erzählungen, Bilder, Videos und Gegenstände verweisen.
Erinnerungswerkstatt am 4. Mai
Die Erinnerungswerkstatt findet am 4. Mai, von elf bis 16 Uhr in der Orangerie in Philippsthal statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich an der Erinnerungswerkstatt zu beteiligen. Die Veranstaltung gliedert sich in zwei Teile: In einem Workshop kommen alle Bürgerinnen und Bürger der Region, Vereine und Verbände ins Gespräch und tragen Informationen zur Geschichte im Kalirevier zusammen. Zum anderen bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, historische oder seltene Gegenstände mitzubringen. Diese können vor Ort als 3-D-Fotografie erfasst werden. Teilnehmende können sich darüber hinaus mit Experten vor Ort darüber austauschen.
„Die Kooperation zwischen Hersfeld-Rotenburg und dem Wartburgkreis ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie gemeinsame Anstrengungen die regionale Identität stärken können“, hebt Reinhard Krebs, Landrat des Wartburgkreises hervor. Das Projekt zeige, wie durch Zusammenarbeit und das Teilen von Wissen und Erfahrungen ein tiefgreifender Einfluss auf die regionale Kultur und Geschichte ausgeübt werden und etwas Bleibendes geschaffen werden kann, so Krebs.
Vorherige Anmeldung nötig
Teilnehmende werden gebeten, sich im Voraus per Mail an zukunft@hef-rof.de oder Telefon unter 06621 87-9132 bis Dienstag, 30. April, anzumelden und anzugeben, ob sie am Workshop teilnehmen oder lediglich einen Gegenstand zur Digitalisierung mitbringen. Die Veranstaltungsergebnisse werden in die digitale Erinnerungslandschaft einfließen.
Zum Projekt
Das Projekt „Zukunft Kaliregion 2.0“ ist eine gemeinsame Initiative der Landkreise Hersfeld-Rotenburg und Wartburgkreis, unterstützt durch das Regionalmanagement NordHessen. Es wird gefördert im Rahmen des Programms „Region gestalten“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung.
Das Land Hessen ruft Kommunen dazu auf, sich für das Dorfentwicklungsprogramm 2025 zu bewerben. Im Jahr 2023 erhielt der Landkreis über 1,7 Millionen Euro Fördermittel aus dem Topf der Dorfentwicklung.
Hersfeld-Rotenburg, 16. April 2024 - Das Förderprogramm der Dorfentwicklung ist im Landkreis Hersfeld-Rotenburg nicht mehr wegzudenken. „Die Dorfentwicklung bietet eine einmalige Chance für unsere Städte und Gemeinden, ihre Infrastruktur zu modernisieren und die Lebensqualität ihrer Bürgerinnen und Bürger zu verbessern“, erklärt Susanne Torreiter, Sachgebietsleiterin der Dorf- und Regionalentwicklung beim Landkreis. Allein im vergangenen Jahr erhielt der Landkreis über 1,7 Millionen Euro aus dem Topf der Dorfentwicklung. Dadurch konnten im Jahr 2023 44 private und 23 kommunale Maßnahmen gefördert werden.
Die Dorfentwicklung bietet sowohl Kommunen als auch Privaten die Möglichkeit, Zuschüsse für Projekte der Daseinsvorsorge und der Grundversorgung sowie für Sanierungen und Neubauten in den Ortskernen zu erhalten. „Neben klassischen baulichen Investitionen können auch Mehrgenerationenplätze, Dorfläden oder Innenentwicklungsprojekte gefördert werden“, so Torreiter. Die Fördermittel kommen vom Land Hessen, dem Bund und der EU.
Kommunales Entwicklungskonzept als Grundlage der Bewerbung
Um sich als neuer Förderschwerpunkt in der Dorfentwicklung im Jahr 2025 zu bewerben, können Kommunen bereits jetzt mit den Vorbereitungen beginnen. Für die Bewerbung müssen die Kommunen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern ein Entwicklungskonzept erstellen. Dieses enthält schließlich die Maßnahmen, die vor Ort gefördert werden sollen. Um das Konzept so gut wie möglich zu erstellen und damit die eigenen Chancen zu verbessern, können sich die Kommunen beim Bewerbungsverfahren von einem Fachbüro unterstützen lassen. Hierfür stehen Fördermittel der Dorfmoderation zur Verfügung.
Anträge für Dorfmoderationsprozesse können ab sofort bei der Dorf- und Regionalentwicklung beim Fachdienst Ländlicher Raum des Landkreises Hersfeld-Rotenburg gestellt werden. Abgabefrist für die Bewerbungen als Förderschwerpunkt in der Dorfentwicklung ist der 1. Februar 2025. Die Anerkennung der neuen Förderschwerpunkte ist für Sommer 2025 geplant. Informationen gibt es bei der Dorf- und Regionalentwicklung Hersfeld-Rotenburg, Telefon 06621 87-2218, E-Mail dere@hef-rof.de oder im Internet unter www.hef-rof.de/dorfentwicklung.
Zum Dorfentwicklungsprogramm
Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sind aktuell noch die Stadt Bebra sowie die Gemeinden Cornberg, Haunetal, Neuenstein, Niederaula und Ronshausen als Förderschwerpunkte im Dorfentwicklungsprogramm des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat anerkannt. Insgesamt werden für 2025 hessenweit zwölf neue Kommunen in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen.
Ab sofort können alle Bürgerinnen und Bürger an der Umfrage teilnehmen und so wichtige Erkenntnisse für den Bereich Erwachsenenbildung im Landkreis Hersfeld-Rotenburg liefern
Hersfeld-Rotenburg, 17. April 2024 - Die Volkshochschule (vhs) Hersfeld-Rotenburg startet heute eine Online-Umfrage zum Thema Erwachsenenbildung. Ziel ist es, herauszufinden, welche Bildungsbedarfe es im Landkreis gibt und durch wen diese Bedarfe umgesetzt werden können. Die Umfrage richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis.
„Je mehr Menschen mitmachen, desto besser ist am Ende unsere Auswertung und umso genau kann auch die Bildungskarte des Landkreises aussehen“, erklärt Fabian Göbel, Leiter der Volkshochschule Hersfeld-Rotenburg: „Es spielt für die Teilnahme keine Rolle, ob jemand schon einmal mit der vhs zu tun hatte oder nicht.“
Der Fragebogen ist zweigeteilt aufgebaut. Man kann entweder aus Sicht eines Dozierenden oder eines Teilnehmenden antworten. Auch die Beantwortung beider Sichten gleichzeitig ist möglich. Je nachdem wofür man sich entscheidet, dauert die anonyme Teilnahme fünf bis zehn Minuten. Die Online-Umfrage ist ab sofort bis Freitag, 10. Mai freigeschaltet.
„Wir freuen uns über alle, die an der Online-Umfrage teilnehmen. Denn nur, wenn wir auch Rückmeldung bekommen, ist es für uns möglich, die Volkshochschule stetig weiterzuentwickeln und die Attraktivität der Angebote nachhaltig zu steigern“, so Göbel.
Hintergrund
Die Umfrage der Volkshochschule wird in Kooperation mit dem Projekt Bildungskommune Hersfeld-Rotenburg durchgeführt. Ziel des Projektes ist es, Bildungsangebote transparent und zugänglich zu machen. Die Akteure im Bereich Bildung sollen vernetzt werden, um allen Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Bildungsangebote zur Verfügung zu stellen, mit denen sie ihre individuellen Bildungsziele erreichen können. Der gemeinsamen Befragung mit der vhs werden weitere Beteiligungsmaßnahmen für Bürgerinnen und Bürger folgen.
Die Teilnahme zur Online-Umfrage ist unter folgendem Link möglich: www.hef-rof.de/vhs-umfrage
Der Fachdienst Migration/Asyl ist auf der Suche nach Organisationen und Institutionen, die sich mit Aktionen beteiligen wollen
Hersfeld-Rotenburg, 18. April 2024 - Vom 15. bis 24. September findet in diesem Jahr die Interkulturelle Woche unter dem Motto „Neue Räume“ statt. Der Fachdienst Migration Asyl des Landkreises Hersfeld-Rotenburg ist dabei Mitveranstalter.
Bei der Interkulturellen Woche, die seit 1975 stattfindet, handelt es sich um eine ökumenische Initiative, die von Kirchen, religiösen Gemeinschaften, Wohlfahrtsverbänden, Kommunen, Migrantenorganisationen, Gewerkschaften sowie Initiativgruppen bundesweit unterstützt und durch hunderte von Veranstaltungsformaten mitgetragen wird.
Die Interkulturelle Woche bietet eine ideale Gelegenheit, um mit Aktionen und Veranstaltungen einen Beitrag zum interkulturellen Dialog zu leisten. Der Landkreis sucht Organisationen und Institutionen, die sich im September an der Interkulturellen Woche beteiligen und diese mitgestalten wollen. Egal, ob kulturelle Feste, Lesungen, Sport, Musik oder weitere kreative Ideen - alles ist möglich. Die Interkulturelle Woche bietet die Möglichkeit, die lebendige Vielfalt der Städte und Gemeinden im Kreis zu präsentieren.
Wer sich mit einer Veranstaltung oder Aktion beteiligen möchte oder Informationen benötigt, kann sich an folgende Ansprechpersonen wenden:
Antonia Rösner, Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Tel.: 06621 87-4313,
E-Mail: a.roesner@hef-rof.de
Michael Lingner, Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Tel.: 06621 87-4309,
E-Mail: m.lingner@hef-rof.de