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Kirchheimer Nachrichten
Ausgabe 17/2026
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg informiert:

Die alte Turnhalle im Hintergrund, den Ersatzneubau im Blick: Hausmeister Markus Heinzerling (von links), Bausachbearbeiter Volker Borneis vom Fachdienst Schulen und Gebäude, Anja Csenar (Fachdienstleiterin Schulen und Gebäude), der Bundestagsabgeordnete Wilhelm Gebhard und Landrat Torsten Warnecke (von links) beim Ortstermin an der Friedrich-Fröbel-Schule.

Auf der Großbaustelle rund um das Klinikum Hersfeld-Rotenburg ist in den vergangenen Monaten viel passiert. Einen aktuellen Eindruck verschafften sich von links: Der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll, Architektin Dipl.-Ing. Christina Knöpfel, Bauleiter und Architekt David Fichtner, Sascha Sandow (Kaufmännischer Direktor des Klinikums), Klinikums-Geschäftsführer Sebastian Mock, Polier Heico Raddatz und Landrat Torsten Warnecke.

Durch den Erweiterungsbau wird sich die Bettenzahl am Standort Bad Hersfeld von bisher etwa 560 Betten auf 654 Betten erhöhen.

Landrat Torsten Warnecke (rechts) und Architekt David Fichtner (links) sprechen während der Baustellenbesichtigung über einen Bauplan. Fotos: Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Neue Turnhalle für die Friedrich-Fröbel-Schule: Landkreis wirbt erneut in Berlin für Förderung

Vor-Ort-Termin mit MdB Wilhelm Gebhard: Ersatzneubau soll Schulsport, Vereinsleben und öffentliche Nutzung langfristig sichern

Bad Hersfeld, 14.04.2026 – Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg wirbt erneut um eine Bundesförderung für den Ersatzneubau der Turnhalle an der Friedrich-Fröbel-Schule in Bad Hersfeld. Bei einem Vor-Ort-Termin informierten sich Landrat und Schuldezernent Torsten Warnecke, der heimische Bundestagsabgeordnete Wilhelm Gebhard sowie Vertreter der Kreisverwaltung über das Vorhaben. Der Landkreis hat für das Projekt eine Förderung in Höhe von 675.000 Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ beantragt. Die Gesamtkosten liegen bei 1,5 Millionen Euro. Bei der Besichtigung wurde deutlich, dass die Halle in baulicher und funktionaler Hinsicht nicht mehr den Anforderungen an eine zeitgemäße Sportstätte entspricht.

„Die Turnhalle der Friedrich-Fröbel-Schule ist an einem Punkt angekommen, an dem wir nicht mehr über einzelne Reparaturen sprechen, sondern über eine grundlegende Zukunftslösung“, sagte Landrat Torsten Warnecke. Die bestehende Halle stammt aus dem Jahr 1956 und ist so stark sanierungsbedürftig, dass ein Neubau nach Einschätzung des Kreises die wirtschaftlichere Lösung ist. Eine Komplettsanierung würde demnach rund 1,6 Millionen Euro kosten und etwa drei Jahre dauern. Der Ersatzneubau könnte dagegen in rund einem Jahr umgesetzt werden. „Der Neubau ist die wirtschaftlichere und sinnvollere Lösung. Deshalb begrüßen wir ausdrücklich, dass der Bund solche Projekte unterstützt. Landkreise, Städte und Gemeinden übernehmen immer mehr Aufgaben und Verantwortung vor Ort – gerade deshalb ist es wichtig, dass notwendige Investitionen nicht allein auf kommunaler Ebene geschultert werden müssen“, so Warnecke.

Für den Landkreis ist es bereits der vierte Anlauf auf Bundesförderung für die Turnhalle. Schon in den Jahren 2020, 2022 und 2023 hatte der Kreis Förderanträge für das Bundesprogramm gestellt. „Der aktuelle Antrag unterstreicht noch einmal, wie groß der Handlungsbedarf am Standort ist. Die Turnhalle der Friedrich-Fröbel-Schule ist für uns eine echte Herzensangelegenheit – deshalb verfolgen wir das Projekt mit großem Engagement weiter“, sagt Anja Csenar, Leiterin des Fachdienstes Schulen und Gebäude.

Von der neuen Halle werden nicht nur die Schule, sondern auch viele Menschen in Bad Hersfeld profitieren. Die Friedrich-Fröbel-Schule, eine Förderschule mit rund 100 Schülerinnen und Schülern, nimmt am Pakt für den Ganztag teil, liegt zentral im Stadtgebiet am Rand der historischen Altstadt mit der Stiftsruine und ist bereits jetzt ein stark frequentierter, regional bekannter Schulstandort. Die Turnhalle wird nicht nur für den Schulsport genutzt, sondern ist außerhalb der Schulzeit nahezu vollständig durch Vereine und Gruppen ausgelastet. Schon heute nutzen beispielsweise der Hersfelder Verein für Sport und Gesundheit, der Budokan-Club für Karatesport, die Parkinson-Selbsthilfegruppe für Gymnastiksport, der TSV Sorga, der JFV Bad Hersfeld, der TSV Kalkobes und die Landfrauen Bad Hersfeld die Halle. Auch bei Großveranstaltungen wie dem Lollslauf oder dem Lullusfest dient sie als Notunterkunft für Rettungsdienste.

„Hier geht es nicht nur um eine Schule, sondern um eine Sportstätte mit Bedeutung für viele Menschen in der Region“, sagte Wilhelm Gebhard. „Wo Schule, Vereine und Öffentlichkeit gleichermaßen profitieren, ist eine Förderung des Bundes gut angelegtes Geld. Der Ersatzneubau würde den Standort weiter aufwerten und die Nutzung für Schule, Vereine und Öffentlichkeit auch langfristig sichern. Den Bedarf an der Friedrich-Fröbel-Schule nehme ich aus dem Termin mit nach Berlin.“

Geplant ist ein barrierefreier Neubau in Holzrahmenbauweise mit Wärmepumpe, Photovoltaikanlage und behindertengerechten Sanitäranlagen. Damit soll die Halle energetisch, funktional und in ihrer Nutzbarkeit deutlich verbessert werden. MdB Wilhelm Gebhard zeigte sich dankbar für die Einladung zu dem Ortstermin. Daran nahm er gerne teil. „Vor Ort kann man sich viel besser von der Notwendigkeit einer Maßnahme überzeugen“, so Gebhard. Er hofft, dass der Landkreis schon bald eine Förderung für das wichtige Vorhaben erhält. Aufgrund der mehrfachen Überzeichnung des aktuell laufenden Bundesprogramms musste er die Hoffnungen für dieses Jahr jedoch etwas dämpfen.

Zum Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“

Mit dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ unterstützt der Bund investive Projekte zur Sanierung und Modernisierung kommunaler Sportstätten. Förderfähig sind Sportstätten mit besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung, die der Öffentlichkeit zugänglich sind. Für den ersten Projektaufruf 2025 stellte der Bund 333 Millionen Euro bereit. Für 2026 wurden die Mittel für Sportstätten um weitere 333 Millionen Euro erhöht sowie zusätzliche 250 Millionen Euro speziell für Schwimmbäder. Die Mittel sind im Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität veranschlagt. Die Auswahl der geförderten Projekte im Rahmen der ersten 333 Millionen Euro trifft der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages vermutlich noch im April. Über die zweite Tranche in Höhe von 333 Millionen Euro entscheidet der Haushaltsausschuss voraussichtlich im Herbst 2026.

 

 

Bei Demokratiekonferenz wird sich über Perspektiven ausgetauscht

Wie steht es um die Demokratie im Landkreis und welche Angebote gibt es überhaupt – Veranstaltung in der Bad Hersfelder Stadthalle gibt einen Überblick

Hersfeld-Rotenburg, 15. April 2026 – Am 28. April, ab 14.30 Uhr findet in der Bad Hersfelder Stadthalle die Demokratiekonferenz statt. In der mehrstündigen Veranstaltung, die von der Partnerschaft für Demokratie organisiert wird, geht es vor allem darum, auf das Demokratie-Angebot im Landkreis hinzuweisen. Ein wichtiger Aspekt ist zudem, die Erörterung der Herausforderungen rund um Demokratieförderung und Extremismusprävention.

Im Mittelpunkt der Demokratiekonferenz im Landkreis Hersfeld-Rotenburg stehen die Ergebnisse einer aktuellen Situations- und Ressourcenanalyse, die demokratiefeindliche Entwicklungen und bestehende Bedarfe sichtbar macht. Die Veranstaltung vereint dabei Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Bildung, Verwaltung und Beratung. Dabei werden Handlungsmöglichkeiten diskutiert und sich über Perspektiven ausgetauscht.

Zudem gibt es neben einem moderierten Podiumsgespräch mit verschiedenen Teilnehmende auch ein Openspace-Format mit Kurzworkshops. Dort gibt es einen Überblick rund um die unterschiedlichen Demokratie-Angebote im Landkreis. Außerdem können die Teilnehmer sich vernetzen und neue Kontakte knüpfen.

Die Konferenz lädt alle Interessierten ein, die sich für eine starke und lebendige Demokratie vor Ort engagieren oder Impulse für ihre Praxis suchen. Eine Anmeldung ist unter folgendem Link noch bis zum 20. April möglich: https://eveeno.com/377439052

Klinikums-Neubau läuft auf Hochtouren

Landrat und Erster Kreisbeigeordneter besichtigen mit der Klinikleitung die Großbaustelle in Bad Hersfeld

Bad Hersfeld, 16. April 2026 – Täglich herrscht Hochbetrieb rund um den Erweiterungsbau des Klinikums Hersfeld-Rotenburg. Seit der Grundsteinlegung im vergangenen September schreiten die Arbeiten der ausführenden Baufirmen in großen Schritten voran. Landrat Torsten Warnecke, der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll sowie die Geschäftsführung des Klinikums Hersfeld-Rotenburg mit Sebastian Mock und Sascha Sandow verschafften sich einen Überblick über die aktuelle Maßnahme und zeigten sich erfreut über den Baufortschritt. Einen detaillierten Überblick rund um die Baustelle gaben Bauleiter und Architekt David Fichtner, Architektin Dipl.-Ing. Christina Knöpfel und Polier Heico Raddatz.

„Es ist wichtig, dass die Arbeiten rund um den Erweiterungsbau so gut und reibungslos verlaufen. Dafür gilt es, sich vor allem bei den Mitarbeitenden der ausführenden Baufirmen zu bedanken, die eine sehr gute Arbeit machen. Bei der Besichtigung der Baustelle kann sich gut vorstellen, welche Bedeutung dieses Leuchtturmprojekt für die gesamte Region in der Zukunft haben wird“, erklärt Landrat Torsten Warnecke.

Im Mittelpunkt der Besichtigung stand der Übergang des Bauprojekts in eine entscheidende Phase: Der finale Abschnitt des Rohbaus hat begonnen und die letzte vollgeschossige Ebene ist im Bau. Nachdem es im Winter teilweise aufgrund der Witterungsverhältnisse zu Einschränkungen kam, laufen die Bauarbeiten inzwischen wieder auf Hochtouren. Auf der unteren Ebenen werden bereits die Arbeiten am Innenausbau durchgeführt. Auch die Montage von Fenstern und Fassade auf der Südseite des Gebäudes ist gestartet und verleiht dem Neubau zunehmend seine endgültige Gestalt.

Geschäftsführer Sebastian Mock betont die Bedeutung des aktuellen Bauabschnitts:

„Mit dem Start der finalen Rohbauphase und den beginnenden Ausbauarbeiten in den Untergeschossen erreichen wir einen wichtigen Meilenstein. Die sichtbaren Fortschritte – etwa bei der Fassaden- und Fenstermontage – machen deutlich, dass unser Neubau Schritt für Schritt Realität wird.“

Fakten zum Projekt

Das Projekt zählt mit einem Gesamtvolumen von mehr als 180 Millionen Euro zu einem der größten Klinikbauvorhaben in Hessen. Die Finanzierung erfolgt mit je 60 Millionen durch den Bund und das Land Hessen. Die weiteren Mittel stellt der Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Durch den Erweiterungsbau wird sich die Bettenzahl am Standort Bad Hersfeld von bisher etwa 560 Betten auf 654 Betten erhöhen. Der Neubau umfasst unter anderem ein modernes Notfallzentrum, OP-Bereiche, eine interdisziplinäre Intensivstation, Hubschrauber-Dachlandeplatz sowie weitere Pflegestationen.