Titel Logo
Kirchheimer Nachrichten
Ausgabe 19/2026
Aus dem Rathaus wird berichtet
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg berichtet:

Nach der erfolgreich abgeschlossenen sechsteiligen Fortbildung erhielten die Teilnehmenden Zertifikate.

Alle Beteiligten haben sich im Rotenburger Familienzentrum getroffen, um den Erfolg des "Café der kleinen Schätze" gemeinsam zu feiern.

Freuen sich über den gemeinsamen Erfolg: Rotenburgs Bürgermeister Markus Weber, Mareike Zielke (Koordinatorin Präventionsketten), Ann-Cathrin Kolar (Leiterin des Rotenburger Familienzentrums) und Julian Gilbert (Fachbereichsleiter Jugend Soziales und Senioren beim Landkreis).

Auch Tanja Licht (Mitte), Ausbildungsleiterin beim Landkreis Hersfeld-Rotenburg, führte am Local HeRo-Tag Gespräche mit interessierten Schülerinnen und Schülern.

Begrüßten gemeinsam zu Beginn der Veranstaltung: Prof. Dr. Fabian Tjon, Technische Hochschule Mittelhessen, und Landrat Torsten Warnecke.

Thomas Hasterok (Zweiter von rechts) ist seit dem 1. Mai einer der acht Leitenden Notärzte. Bei der Berufung gratulierten ihm von links: Thorsten Bloß (Fachdienstleiter Gefahrenabwehr), Landrat Torsten Warnecke und der Ärztliche Leiter Rettungsdienst, Dr. Bardo Kürten. Fotos: Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Zwölf Teilnehmende haben Fortbildungsreihe „Kinder (neu) verstehen“ erfolgreich abgeschlossen

Pädagogische Fachkräfte reflektieren eigene Prägungen und erweitern Handlungsmöglichkeiten im Alltag

Hersfeld-Rotenburg, 28. April 2026 - Mit der Übergabe der Teilnahmezertifikate ist jetzt die sechsteilige Fortbildungsreihe „Kinder (neu) verstehen – was sie prägt, was wir sehen, was wir fördern“ erfolgreich zu Ende gegangen. Insgesamt zwölf pädagogische Fachkräfte nahmen an der intensiven Qualifizierung teil, acht von ihnen waren bei der Abschlussveranstaltung anwesend. Die Fortbildungsreihe startete bereits im Oktober des vergangenen Jahres und wurde in Kooperation zwischen der Volkshochschule Hersfeld-Rotenburg (vhs) sowie dem Projekt Präventionsketten des Jugendamts organisiert. Die Fortbildung wurde von Diplom-Sozialpädagogin Tanja Krack geleitet. Ziel des Angebots war es, pädagogische Fachkräfte dabei zu unterstützen, Kinder mit verschiedenen Lebensvoraussetzungen besser zu verstehen und gezielt zu fördern.

Im Verlauf der Fortbildungsreihe trafen sich die Teilnehmenden von Oktober bis April insgesamt sechsmal jeweils zweieinhalb Stunden. In dieser Zeit setzten sie sich intensiv mit Themen wie Habitus (durch Herkunft geprägte Denk- und Handlungsweise), Sozioanalyse und symbolischer Gewalt auseinander. Neben theoretischen Grundlagen standen vor allem praktische Übungen und die gemeinsame Reflexion von Fallbeispielen aus dem pädagogischen Alltag im Mittelpunkt.

„Bildungsgerechtigkeit beginnt bei der Haltung der Fachkräfte. Mit dieser Fortbildungsreihe haben wir pädagogische Fachkräfte dabei unterstützt, ihren eigenen Blick zu reflektieren und Kinder in ihrer Vielfalt noch besser wahrzunehmen“, betont Fabian Göbel, Leiter der vhs.

Die monatlichen Treffen ermöglichten es den Teilnehmenden, die Inhalte zwischen den Terminen im Arbeitsalltag zu erproben und eigene Erfahrungen in die folgenden Module einzubringen. Besonders der Austausch zwischen Fachkräften aus verschiedenen Einrichtungen trug dazu bei, neue Perspektiven zu gewinnen und voneinander zu lernen.

Die Fortbildungsreihe ist Teil der Maßnahmen im Rahmen des Projekts Präventionsketten des Jugendamts. Ziel des Projekts ist es, Kinder und Familien frühzeitig zu unterstützen und gleiche Entwicklungschancen zu fördern.

„Wenn pädagogische Fachkräfte ihre eigenen Wahrnehmungsmuster reflektieren, wirkt sich das unmittelbar auf den Umgang mit Kindern aus. Genau hier setzen wir mit den Präventionsketten an: Wir stärken Fachkräfte, damit Kinder unabhängig von ihren Startbedingungen bestmöglich begleitet werden können“, erklärt Mareike Zielke, Projektkoordinatorin im Projekt Präventionsketten.

Zum Abschluss der Fortbildungsreihe erhielten die Teilnehmenden ihre Teilnahmezertifikate. Als symbolisches Element überreichte Referentin Tanja Krack zudem eine sogenannte „Habitus-Brille“, die sinnbildlich für den geschärften Blick auf unterschiedliche Lebenslagen und individuelle Voraussetzungen von Kindern steht.

 

 

Café der kleinen Schätze erhält Hessischen Familienpreis

Das gemeinsame Projekt von Landkreis Hersfeld-Rotenburg und Stadt Rotenburg landet auf dem mit 4.000 Euro dotierten ersten Platz

Rotenburg, 28. April 2026 – Das „Café der kleinen Schätze“, ein gemeinsames Projekt vom Landkreis Hersfeld-Rotenburg und der Stadt Rotenburg, hat am vergangenen Freitag den Hessischen Familienpreis erhalten. Unter vielen tollen Projekten von Kommunen, Vereinen, Stiftungen, Initiativen, Kirchen, gemeinnützigen Einrichtungen und anderen Organisationen setzte sich das „Café der kleinen Schätze“ durch und belegte den mit 4.000 Euro dotierten ersten Platz.

„Die Auszeichnung ist eine verdiente Anerkennung für das Engagement aller Beteiligten. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie wir Familien niedrigschwellig unterstützen und ihnen konkrete Hilfe im Alltag bieten können. Besonders wertvoll ist dabei die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Fachkräfte und Institutionen. Solche Angebote leisten einen wichtigen Beitrag zu guten Startbedingungen für Kinder und zu einem familienfreundlichen Umfeld in unserer Region“, sagt Erster Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent Dirk Noll.

„Als Stadt sind wir stolz darauf, dass mit dem ‚Café der kleinen Schätze‘ ein so wertvolles Angebot für Familien in unserer Kommune entstanden ist. Der Familienpreis unterstreicht, wie wichtig es ist, dass Stadtverwaltung und engagierte Projektpartner gemeinsam an guten Rahmenbedingungen für Familien arbeiten. Angebote wie dieses stärken das soziale Miteinander und machen unsere Stadt zu einem Ort, an dem Familien sich gut aufgehoben fühlen“, erklärt Rotenburgs Bürgermeister Marcus Weber.

Das Café der kleinen Schätze

Im Rotenburger Familienzentrum findet jeden letzten Dienstag im Monat von 15 Uhr bis 17 Uhr das „Café der kleinen Schätze“ statt. Familien erhalten während dieser Zeit Beratungen zu verschiedenen sozialen Leistungen niedrigschwellig und barrierearm gebündelt an einem Ort. Mitarbeitende verschiedener Behörden beraten direkt im Sozialraum der Bürgerinnen und Bürger zu den Themen Kinderzuschlag, Wohngeld, Bürgergeld, Bildungs- und Teilhabeleistungen sowie Arbeitsmarktintegration bei Migrationshintergrund. Vor Ort können auch direkt Anträge gestellt werden. Gestartet ist das Projekt im Februar 2025. Seitdem haben insgesamt über 410 Personen das Angebot genutzt. Dabei wurden fast 200 Beratungen zu finanziellen Sozialleistungen durchgeführt und knapp 110 Anträge direkt vor Ort gestellt oder ausgehändigt.

„Wir freuen uns sehr über diese besondere Wertschätzung für unsere Arbeit. Außerdem bestärken uns die positiven Rückmeldungen und die steigenden Teilnehmerzahlen darin, unseren Weg weiterzugehen. Der Preis motiviert uns, das Projekt auch in Zukunft mit viel Engagement weiterzuentwickeln und noch mehr Familien zu erreichen“, sagen Mareike Zielke, Koordinatorin Landesprogramm Präventionsketten beim Landkreis Hersfeld-Rotenburg und Ann-Cathrin Kolar, Leiterin des Rotenburger Familienzentrums

Hintergrund

Der Hessische Familienpreis ist eine Auszeichnung, die alle zwei Jahre vom Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege gemeinsam mit der Sparda-Bank Hessen vergeben wird. Ziel des Preises ist es, Projekte zu würdigen, die das Miteinander der Generationen und Kulturen sowie Familien im Alltag unterstützen. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und hebt hervor, wie wichtig zivilgesellschaftliches Engagement für ein solidarisches und generationenübergreifendes Zusammenleben ist.

 

 

 

Local HeRo-Tag bringt Jugendliche und Unternehmen ins Gespräch

Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, direkte Gespräche mit den Ausbildungsverantwortlichen zahlreicher Betriebe und Institutionen zu führen

Hersfeld-Rotenburg, 29. April 2026– Beim diesjährigen Local HeRo-Tag auf dem Campus der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Bad Hersfeld nutzte eine Vielzahl Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich im direkten Austausch über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Region zu informieren. Insgesamt 29 Unternehmen und Institutionen beteiligten sich an dem Format mit den Jugendlichen.

Nach der Begrüßung durch Landrat Torsten Warnecke als Gastgeber und Prof. Dr. Fabian Tjon als Hausherr startete das bewährte Speed-Dating-Format. Die Teilnehmenden in kurzen Einzelgesprächen verschiedene Unternehmen kennenlernen konnten. Die vertretenen Betriebe stammten aus verschiedenen Branchen: Von Industrie und Handwerk über Handel und Logistik bis hin zu Gesundheitswesen, Verwaltung und Bildung. Für die Jugendlichen bot sich damit ein breites Spektrum an beruflichen Perspektiven direkt vor Ort.

Die Rückmeldungen der beteiligten Unternehmen fielen überwiegend positiv aus. Viele nutzten die Gespräche, um frühzeitig mit potenziellen Auszubildenden und Studierenden in Kontakt zu treten und ihre Ausbildungsangebote vorzustellen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass das Interesse auf Seiten der Betriebe groß ist, noch mehr junge Menschen für die Veranstaltung zu gewinnen.

Auch Landrat Torsten Warnecke zog ein positives Fazit: „Der Local HeRo-Tag zeigt, wie wertvoll der persönliche Austausch zwischen Jugendlichen und Unternehmen ist. Die Chance, innerhalb kurzer Zeit verschiedene Berufe kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen, ist für junge Menschen großartig. Gleichzeitig wünschen wir uns für die Zukunft noch mehr Teilnehmende, damit möglichst viele Jugendliche diese Möglichkeit für ihre berufliche Orientierung nutzen.“

Organisiert wurde der Local HeRo-Tag von einer Arbeitsgruppe, die aus der Bildungskonferenz des Landkreises Hersfeld-Rotenburg entstanden ist. Neben dem Landkreis engagierten sich hier auch die Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda, das IHK-Servicezentrum Hersfeld-Rotenburg, die Kreishandwerkerschaft, das Staatliche Schulamt, die Modellschule Obersberg, der Kreiselternbeirat, THM Studium Plus und die Unternehmen K+S und TROX X-FANS.

Hintergrund

Die Initiative „I am a local HeRo“ wurde bereits 2011 gegründet, der letzte Local HeRo-Tag fand 2019 statt.

 

 

 

Gesunde Ernährung im Alter: Vortrag in Reilos

Gemeinsames Angebot von Gemeinde, Landkreis, Senioren- und Behindertenrat und Vernetzungsstelle Seniorenernährung Hessen

Ludwigsau, 30. April 2026 – Am Donnerstag, 7. Mai bietet die Gemeinde Ludwigsau, unterstützt durch den Senioren- und Behindertenrat einen Vortrag zum Thema „Gesunde Ernährung im Alter“ an. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Reilos. Organisiert wird das Angebot in Kooperation mit dem Projekt „Ortskernmobil“ des Landkreises und der Vernetzungsstelle Seniorenernährung Hessen.

Dozentin Vanessa Westhöfer wird dabei der Frage nachgehen, warum es auch im Alter noch Sinn macht, auf seine Ernährung zu achten und welchen Beitrag dies für die eigene Gesundheit leisten kann. Mit praxisnahen Tipps wird außerdem gezeigt, wie man das tägliche Essen und Trinken durch kleine Veränderungen anpassen kann, ohne, dass dabei der Genuss zu kurz kommt. Im Anschluss an den Vortrag wird den Teilnehmenden ein kostenfreier Imbiss angeboten.

Für die Teilnahme wird um telefonische Anmeldung bei Dirk Klotzbach vom Projekt „Ortskernmobil“ der Kreisverwaltung (Tel.: 06621 87-5313) bis spätestens Dienstag, 5. Mai gebeten.

Über das Projekt „Ortskernmobil“

Der Fachdienst Senioren nimmt mit dem Projekt „Ortskernmobil“ am Programm „Stärkung der Teilhabe älterer Menschen – gegen Einsamkeit und soziale Isolation“ teil. Es wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und durch die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert. Der Förderzeitraum beträgt fünf Jahre, das Projekt ist in 2023 beim Landkreis gestartet. Ziel ist es, soziale Teilhabemöglichkeiten für ältere Menschen auszubauen, finanzielle Absicherung im Alter zur stärken und kommunale Teilhabestrukturen für Ältere zu unterstützen. Wenn auch Sie das Vortragsangebot des Projekts „Ortskernmobil“ für Ihre Gemeinde nutzen möchten, wenden Sie sich bitte an Dirk Klotzbach (Tel.: 06621-875313, E-Mail: d.klotzbach@hef-rof.de) oder Antje Tiedt vom Fachdienst Senioren (Tel.: 06621-875308, E-Mail: a.tiedt@hef-rof.de).

Thomas Hasterok ist einer der acht Leitenden Notärzten im Landkreis

Für den gebürtigen Berliner steht vor allem die Teamarbeit im Fokus – Langjährige Erfahrung im Klinikum sowie im Rettungsdienst

Bad Hersfeld, 4. Mai 2026 – „Für mich ist die Zusammenarbeit immer das Allerwichtigste. Sowohl bei der Arbeit im Klinikum Hersfeld-Rotenburg, als auch im Rettungsdienst funktioniert das hervorragend. Ich freue mich nun, dass ich auch als Leitender Notarzt hier im Landkreis mitarbeiten darf“, erklärt der 46-Jährige Thomas Hasterok zu seiner neuen Tätigkeit. Zum 1. Mai wurde der gebürtige Berliner als Leitender Notarzt im Landkreis Hersfeld-Rotenburg bestellt.

„Die Blaulicht-Familie leistet tagtäglich eine hervorragende Arbeit. Besonders die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Institutionen ist sehr vertrauensvoll. Es freut uns, dass wir Thomas Hasterok nun als Leitenden Notarzt im Team begrüßen zu dürfen. Gemeinsam mit den sieben weiteren Leitenden Notärzten sind wir gut auch für Großschadenslagen aufgestellt“, erklärt Landrat Torsten Warnecke.

Auch der 46-Jährige, der in der Gemeinde Neuenstein wohnt und als Anästhesist seit 2012 im Klinikum Hersfeld-Rotenburg arbeitet, freut sich auf seine neue Tätigkeit: „Ich nehme die Menschen hier im Landkreis als sehr engagiert war. Diesen Elan finde ich sehr inspirierend und deshalb freue ich mich meine neue verantwortliche Position auszuführen.“

Zum Hintergrund

Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg besteht die Führungseinheit Einsatzleitung Rettungsdienst derzeit aus fünf Organisatorischen Leitern Rettungsdienst und acht Leitenden Notärztinnen und Notärzten. Neben Robert Epp, Melanie Giese, Dr. Bardo Kürten, Dr. Maurice Laun, Dr. Birgit Lenhardt, Andreas Alles und Dr. Sebastian Auel macht Thomas Hasterok seit dem 1. Mai das Team komplett. Sie verstärken die Gruppe und übernehmen damit, wie ihre Kolleginnen und Kollegen, ein verantwortungsvolles Ehrenamt mit 24-Stunden-Rufbereitschaftsdiensten.

Bei Großschadenslagen wie Wohnungsbränden, Verkehrs- Schadstoffunfällen mit vielen Betroffenen und Verletzten müssen neben der professionellen medizinischen Versorgung auch weitreichende organisatorische Entscheidungen getroffen werden. Immer dann kommt die Einsatzleitung Rettungsdienst ins Spiel: Bestehend aus einem Leitenden Notarzt und einem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst koordiniert diese Einsatzleitung als Führungseinheit die medizinische Versorgung und bringt Ordnung in das eventuelle anfängliche Chaos. Sie stuft die Behandlungsprioritäten nach dem Schweregrad der Verletzungen ein, verteilt die Verletzten zur weiteren Notfallbehandlung auf geeignete Kliniken und sorgt für einen schnellen und reibungslosen Abtransport durch die Rettungsdienste.