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Kirchheimer Nachrichten
Ausgabe 2/2026
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg informiert:

Das vhs-Team und der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll (rechts) freuen sich darauf, die Teilnehmenden in den modernisierten Räumen begrüßen zu dürfen.

Die neu gestalteten Bildungs- und Begegnungsräume der Volkshochschule Hersfeld-Rotenburg bieten moderne Ausstattung und flexible Nutzungsmöglichkeiten.

Der Haushalt 2026 wurde in der Kreistagssitzung mit Mehrheit beschlossen.

Die Teilnehmenden sprachen über die Versorgungssicherheit in vollstationären Pflegeeinrichtungen.

Über die finanzielle Unterstützung bis 2028 freuen sich: Erster Kreisbeigeordneter Dirk Noll, Nadine Günther (pro familie), René Bieber (Fachbereichsleiter Arbeit und Migration), Maren Colton (pro familia) und Markus Brehm (stellvertretender Fachbereichsleiter Arbeit und Migration) (von links).

Die Restmittel aus dem Werra-Ulster-Weser-Fonds werden an die drei Kali-Kommunen Philippsthal, Heringen und Hohenroda fließen. Fotos: Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Erster Kreisbeigeordneter Dirk Noll (links) überreichte den 14 Teilnehmenden, die die Schulung erfolgreich absolvierten, ihre Zertifikate. Foto: Haus Kreuzberg

Volkshochschule bezieht nach Umbau neue Räumlichkeiten

Moderne Bildungs- und Begegnungsräume verbessern das Lernerlebnis für Bürgerinnen und Bürger

Bad Hersfeld, 9. Dezember 2025 - Kurz vor dem Jahreswechsel gibt es weitere positive Nachrichten von der Volkshochschule Hersfeld-Rotenburg (vhs). Der Umbau der Räumlichkeiten der vhs in der Leinenweberstraße 5 ist fast vollständig abgeschlossen. Somit wird das Lernerlebnis nachhaltig verbessert und auch der Arbeitsalltag für die Mitarbeitenden deutlich erleichtert. Zum Start des Frühjahrsemesters am 9. Februar sollen die neuen Räumlichkeiten für den Kursbetrieb zur Verfügung stehen.

Der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll erklärte zur Sanierung: „Der Umbau der Volkshochschule ist ein wichtiger Schritt, um moderne und ansprechende Lernräume für die Menschen im Landkreis zu schaffen. Mit der neuen Ausstattung und den optimierten Räumen investieren wir in die Bildung und die Zukunft unserer Bürgerinnen und Bürger. Zudem können auch durch individuellen und flexiblen Zuschnitt der Seminarräume die Kapazitäten erhöht werden.“

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Teilnehmenden und Kursleitungen durch die Baumaßnahme in zeitgemäßen und funktionalen Räumen lernen und arbeiten können. Der Umbau eröffnet uns neue Möglichkeiten, unser Bildungsangebot noch vielfältiger und zugänglicher zu gestalten. Mit der Sanierung sind wir für kommende Herausforderungen im Bildungsbetrieb gut aufgestellt. Wir danken unseren Teilnehmenden, Besucherinnen und Besuchern und Lehrkräften, die im letzten halben Jahr viel Verständnis für die ein oder andere sanierungsbedingte Einschränkung gezeigt haben“, ergänzte der Leiter der vhs, Fabian Göbel.

Neben flexiblen Raumnutzungskonzepten mit Trennwänden, intelligenten Beleuchtungs- und Heizungssysteme wurden auch Maßnahmen zur Verbesserung der Akustik getroffen. Zudem gibt es eine flächendeckende Ausrüstung mit digitalen Tafeln. Ab dem Sommer 2026 soll es einen barrierefreien Zugang zum Gebäude mithilfe eines Fahrstuhls geben. Durch die tiefgreifenden Verbesserungen wird es zukünftig möglich sein, mehr Veranstaltungsformate in der Volkshochschule anbieten zu können.

Durch die Sanierung der vhs-Räumlichkeiten stehen nun sechs Büros und bis zu elf moderne Bildungsräume zur Verfügung. Der gesamte Bauprozess fand in enger Abstimmung zwischen der Volkshochschule, den Fachdiensten Informationstechnik (IT), Schulen und Gebäude aus der Kreisverwaltung sowie dem Vermieter und beteiligten Firmen statt. Besonders hervorzuheben ist die Arbeit des Bauhofs, die den Umzug tatkräftig unterstützen.

Abend des Sports 2026: Nominierungen sind ab sofort möglich

Rückkehr der beliebten Veranstaltungsreihe in den Frühling - Am 6. März werden Sportlerinnen und Sportler für ihre Leistungen des abgelaufenen Jahres geehrt

Hersfeld-Rotenburg, 15. Dezember 2025 - Gemeinsam mit dem Sportkreis wird der Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit seiner Sportförderung auch im kommenden Jahr wieder den „Abend des Sports“ ausrichten. Im Mittelpunkt dabei steht die Auszeichnung von Sportlerinnen und Sportlern sowie Vereinsfunktionären, die durch besondere Leistungen im abgelaufenen Sportjahr 2025 aufgefallen sind. Die Veranstaltung findet am 6. März 2026 am Bad Hersfelder Obersberg im Audimax statt.

Nominierungen ab sofort möglich

Ab sofort können Vorstände der Sportvereine und Vorsitzende der Sportfachverbände, Athletinnen und Athleten sowie Mannschaften und Vereinsfunktionäre nominieren, die aufgrund ihrer herausragenden sportlichen Leistung im Jahr 2025 sowie ihres sozialen Engagements im Sport im vergangenen Jahr, den Preis verdient haben. Pro Kategorie kann jede Institution eine Person/eine Mannschaft vorschlagen.

Im Anschluss an die Nominierung, die bis Dienstag, 20. Januar 2026 möglich ist, stimmt eine Fachjury ab. Diese Fachjury besteht aus Vertretern des Sportkreises Hersfeld-Rotenburg, des Landkreises Hersfeld-Rotenburg, regionalen Sportjournalisten und Sponsoren.

Unterlagen zur Nominierung

Nominierungsbögen sind auf der Homepage des Landkreises sowie auf der Homepage-Seite des Sportkreises verfügbar und sind bis zum Stichtag an vereinsfoerderung@hef-rof.de zu senden.

In folgenden Kategorien sind Nominierungen möglich: Nachwuchssportlerin, Nachwuchssportler, Nachwuchsmannschaft, Seniorensportlerin, Seniorensportler, Trainerin, Trainer, Vereinsvertreterin, Vereinsvertreter, Sportlerin des Jahres, Sportler des Jahres und Mannschaft des Jahres.

Alle weiteren Informationen und die genauen Nominierungskriterien finden Sie unter: www.hef-rof.de/abend-des-sports

Haushaltsentwurf 2026 mit Mehrheit beschlossen

Defizit konnte durch Anpassungen noch einmal deutlich reduziert werden

Hersfeld-Rotenburg, 16. Dezember 2025 - In der letzten Kreistagssitzung am 10. November hat Landrat Torsten Warnecke den Kreishaushalt für das Jahr 2026 eingebracht. Mit einigen Anpassungen wurde dieser Entwurf in der letzten Sitzung des Kreisparlaments in diesem Jahr am Montag mit Mehrheit beschlossen. Insgesamt haben 31 Abgeordnete für das Zahlenwerk gestimmt, 22 Parlamentarier votierten gegen den Haushaltsentwurf und ein Abgeordneter enthielt sich.

Insgesamt hat der Haushaltsentwurf ein Gesamtvolumen von knapp 327 Millionen Euro. Der Fehlbedarf im Ergebnishaushalt liegt bei einem Minus von rund 32,7 Millionen Euro und im Finanzhaushalt bei einem Minus von knapp 36,1 Millionen Euro.

„Allen Abgeordneten, die sich konstruktiv mit dem Haushalt befasst haben, gilt ebenso wie allen Mitarbeitenden der Verwaltung, die zu dem Zahlenwerk beigetragen haben, mein herzlicher Dank“, erklärte Landrat Torsten Warnecke.

Defizit liegt knapp über der 30-Millionen-Euro-Grenze

„Die Planungen für den kommenden Haushalt waren alles andere als einfach. Der Neubau des Operationszentrums ist für die Zukunft unseres Gesundheitswesens unverzichtbar. Dies sehen Bund und Land auch so. Die notwendigen Mittel für diesen Übergang muss allerdings maßgeblich der Landkreis aufbringen. Ohne die eingeplanten notwendigen Mittel für unseren Klinik-Konzern hätten wir einen positiven Ergebnis- und Finanzhaushalt. Das ist in Hessen nicht selbstverständlich und sollte beim Genehmigungsprozess eine gewichtige Rolle spielen. Durch die Anpassungen des Kreisausschusses konnten wir das Defizit auf knapp über 30 Millionen Euro reduzieren“, ergänzte der Landrat.

Das gelang durch Einsparungen, insbesondere durch eine globale Minderausgabe, die Reduzierung des Zuschusses für das Klinikum - vom Aufsichtsrat beschlossen -, die Reduzierung des Zins- und Tilgungsaufwandes sowie weiteren mittleren und kleineren Positionen im Aufwands- und Ergebnisbereich.

Es wurde alles getan, um den Forderungen des Landes gerecht zu werden. Dies sollte bei der abschließenden Genehmigungsentscheidung berücksichtigt werden. Wichtig ist: Erneut konnte durch große Kraftanstrengungen die Erhöhung der Kreis- und Schulumlage verhindert werden. Unsere Kommunen tragen bereits eine enorm große Last, weitere Belastungen, die durch die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises getragen werden müssten, sind nicht akzeptabel, mutmaßlich gesetzeswidrig und würden wohl auch in den Kommunalparlamenten auf Widerstand stoßen. So jedenfalls die Rückmeldung zahlreicher Städte und Gemeinden im Landkreis“, führte Warnecke aus.

Auftaktveranstaltung zur Versorgungssicherheit in vollstationären Pflegeeinrichtungen

Diverse Ereignisse können zu schwerwiegenden Engpässen und Mangellagen bei der Versorgung in Pflegeeinrichtungen führen

Hersfeld-Rotenburg, 17. Dezember 2025 - Extreme Wetterereignisse, Infektionsausbrüche, Störungen in Lieferketten, Infrastrukturausfälle bei Energie, Kommunikation und Trinkwasserversorgung oder Personalausfälle – all das sind Beispiele dafür, wie es zu schwerwiegenden Problemsituationen in Pflegeeinrichtungen kommen kann. Um gut auf diese Krisenereignisse vorbereitet zu sein fand kürzlich die Auftaktveranstaltung für den Arbeitskreis „Versorgungssicherheit in den vollstationären Pflegeeinrichtungen“ im Kreistagssitzungssaal statt.

„Die Vorbereitung auf diverse Ereignisse ist elementar. Im vergangenen Jahr gab es in einem anderen Landkreis ein solches Szenario, weshalb die Sensibilisierung für ein solches Thema unabdingbar ist. Die Gründung des Arbeitskreises ist ein wichtiges Signal und wird zudem auch vom Hessischen Amt für Versorgung und Soziales begrüßt“, erklärt der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent Dirk Noll.

Zur Premierenveranstaltung im Landratsamt waren auch viele Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zugegen. Darüber hinaus waren viele Akteure der Kreisverwaltung, unter anderem aus den Fachdiensten Gefahrenabwehr, Gesundheit und Senioren vertreten. Jonathan Wulff und Markus Druschel von der Betreuungs- und Pflegeaufsicht beim Hessischen Amt für Versorgung und Soziales in Fulda führten in das Thema ein und schärften das Problembewusstsein. Die Beiden stellten sich den Fragen der Einrichtungsleitungen und Bürgermeister.

Bereits im Mai fand ein erster Austausch zwischen Vertretern des Landkreises und der Hessischen Betreuungs- und Pflegeaufsicht statt. Dabei wurde die Lage im Landkreis Hersfeld-Rotenburg als stabil bewertet. Allerdings sind sich alle Beteiligten einig, dass sich gerade aufgrund des Fachkräftemangels in der Pflege die Lage dynamisch und schnell verändern kann.

Landkreis unterstützt Projekt HALTE.PUNKT bis 2028 finanziell

Beratungsstelle pro familia erhält in den kommenden drei Jahren jeweils rund 100.000 Euro für die Beratung und Begleitung von jungen Opfern sexualisierter Gewalt

Hersfeld-Rotenburg, 18. Dezember 2025 - Seit 2016 führt pro familia in Bad Hersfeld das Projekt HALTE.PUNKT durch. Auch in den kommenden drei Jahren unterstützt der Landkreis Hersfeld-Rotenburg die Beratungsstelle bei ihrem Ziel, Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt zu schützen, wieder finanziell. Das hat der Kreisausschuss beschlossen. Bis 2028 gehen jedes Jahr rund 100.000 Euro an pro familia. Die Summe setzt sich aus Mitteln des Landes Hessen und des Landkreises Hersfeld-Rotenburg zusammen.

„Kinder und Jugendliche, die sexualisierte Gewalt erleben, brauchen schnellen, professionellen und geschützten Zugang zu Hilfe. Mit unserer finanziellen Unterstützung sichern wir diese wichtige Arbeit dauerhaft ab. Die Fachberatungsstelle von pro familia leistet seit Jahren unverzichtbare Prävention, Beratung und Begleitung. Als Landkreis tragen wir Verantwortung dafür, dass diese Hilfe verlässlich zur Verfügung steht“, sagt Erster Kreisbeigeordneter Dirk Noll.

Gemeinsam mit René Bieber, Fachbereichsleiter Arbeit und Migration in der Kreisverwaltung, und dessen Stellvertreter Markus Brehm überreichte der Erste Kreisbeigeordnete den geschlossenen Vertrag für die kommenden Jahre an Maren Colton, Leiterin der Geschäftsstelle von pro familia in Bad Hersfeld.

„Die verlässliche Unterstützung des Landkreises gibt uns die Sicherheit, unsere Arbeit für betroffene Kinder und Jugendliche mit voller Kraft fortsetzen zu können. Wir sind dankbar für das Vertrauen und für die gemeinsame Verantwortung, jungen Menschen Schutz und Orientierung zu bieten“, so Colton.

„Die Beratungsstelle bietet betroffenen Kindern, Jugendlichen und ihren Bezugspersonen schnell erreichbare, fachkundige Unterstützung. Besonders wertvoll ist, dass Beratung, akute Hilfen und Präventionsangebote hier aus einer Hand kommen“, so René Bieber und Markus Brehm.

Hintergrund zum Projekt HALTE.PUNKT

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Schutz vor körperlicher, sexualisierter und seelischer Gewalt. HALTE.PUNKT ist ein Projekt, das den Auftrag hat, Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt zu schützen sowie Betroffene zu unterstützen. Es beinhaltet sowohl Prävention als auch Hilfe in Akutsituationen. Das Beratungsangebot ist vertraulich, kostenfrei und auf Wunsch anonym. Hierzu steht auch eine eigens entwickelte App „Halte.Punkt“ zur Verfügung.

Veranstaltungen 2026

Für das kommende Jahr sind aktuell sieben Veranstaltungen geplant. Es handelt sich dabei um Infoveranstaltungen und Fortbildungsreihen zu verschiedenen Themen im Bereich sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Zwei Veranstaltungen finden im Landratsamt in Bad Hersfeld statt. Am 15. und 16. Juni wird eine Fortbildungsreihe zur Prävention von sexualisierter Gewalt in Kitas angeboten. Am 2. Dezember lädt pro familia zu einer Infoveranstaltung zu Traumata als Folge sexualisierter Gewalt ins Landratsamt ein.

Angebote für Schulen und Jugendeinrichtungen

Darüber hinaus bietet die Beratungsstelle für die vierte bis sechste Klasse ein Präventionsangebot direkt vor Ort in den Schulen sowie ab der siebten Klasse ein Online-Präventionsangebot an. Interessierte Lehr- und Fachkräfte können sich direkt an pro familia wenden.

Weitere Infos zu den einzelnen Angeboten gibt es auf der Homepage von pro familia unter: https://www.profamilia.de/angebote-vor-ort/hessen/beratungsstelle-bad-hersfeld

Eine Million Euro für die Kali-Region in Hersfeld-Rotenburg

Restmittel aus dem Werra-Ulster-Weser-Fonds in Höhe von rund 225.000 Euro werden an die Kommunen Philippsthal, Heringen und Hohenroda verteilt

Hersfeld-Rotenburg, 23. Dezember 2025 - Pünktlich zum Weihnachtsfest können sich die drei Kali-Kommunen des Landkreises Hersfeld-Rotenburg über Fördergelder aus dem Werra-Ulster-Weser-Fonds freuen. Nachdem bereits mehr als 25 Projekte in Philippsthal, Heringen und Hohenroda gefördert werden konnten, haben zum Jahresende noch einmal vier Projekte einen Förderzuschlag erhalten. Grund dafür ist die Verteilung der Restmittel in Höhe von rund 225.000 Euro. Das Geld wird für die Errichtung eines Soccer-Feldes in Philippsthal-Röhrigshof (rund 93.000 Euro), eine Projektstelle Museumspädagogik am Kali-Bergbaumuseum Heringen (rund 62.000 Euro), die Erneuerung des Mobiliars im DGH Hohenroda-Mansbach (rund 50.000 Euro) sowie die Neugestaltung des Dorfplatzes in Hohenroda-Ausbach (rund 20.000 Euro) genutzt.

„Es freut mich sehr, dass es uns gelungen ist, die verbleibenden Mittel des Werra-Ulster-Weser-Fonds gezielt in unsere Region zu investieren. Die Vergabe der Restmittel ist ein gelungener Abschluss des Förderprogramms. Besonders freut mich, dass mit den Mitteln in den vergangenen Jahren engagierte Initiativen, Vereine und Kommunen unterstützt werden können, die mit großem Einsatz zur Entwicklung und Lebensqualität in unserer Kali-Region beitragen“, sagt Landrat Torsten Warnecke.

Über die gesamte Förderperiode wurden in Philippsthal mit rund 313.000 Euro neun Projekte gefördert. So erhielt beispielsweise der Tennisverein Rot-Weiß Philippsthal Mittel für die Strom- und Wasserversorgung der Tennisanlage- und Halle. Die Gemeinde Philippsthal finanzierte mit den Fördergeldern den Ankauf eines ehemaligen Firmengeländes für die Nutzung durch den Bauhof. In Heringen wurden zwölf Projekte mit rund 306.000 Euro unterstützt. Das Geld wurde beispielsweise in die Umrüstung des Kali-Bergbaumuseums oder in die Anschaffung eines Chip-Zeitmesssystems der Triathletenschmiede Werratal e.V. investiert. Die Gemeinde Hohenroda hat aus dem Fördertopf insgesamt 315.000 Euro erhalten. Damit wurden zehn Projekte gefördert. Unter anderem wurde die Sanierung der 400 Jahre alten Geyso-Kapelle in Mansbach und die Bauleitplanung für eine Wohn- und Pflegeeinrichtung in Mansbach unterstützt. Einige der Projekte wurden von den Gemeinden durchgeführt, andere von Vereinen oder Initiativen. Neben den drei Kommunen hat auch das Regionalmanagement Nordhessen im Laufe der Förderzeit eine Zuwendung in Höhe von rund 64.000 Euro erhalten. Dort wurde das Geld für die Erarbeitung einer Entwicklungsstrategie für die „Zukunft Kaliregion“ eingesetzt.

„Die Mittel des Werra-Ulster-Weser-Fonds sind immer dort angekommen, wo sie konkret etwas bewirken sollen. Die geförderten Projekte zeigen, wie viel Potenzial und Zusammenhalt in unserem Landkreis stecken“, so Warnecke.

Hintergrund

Der Werra-Ulster-Weser-Fonds wurde 2018 vom Bundesumweltministerium ins Leben gerufen, um das Kali-Revier in Hessen und Thüringen zukunftsfähig und attraktiv zu gestalten. Insgesamt stand eine Fördersumme in Höhe von zwei Millionen Euro bereit. Das Geld wurde zu gleichen Teilen länderübergreifend in Hessen und Thüringen in Entwicklungsprojekte in den Gebieten investiert, in denen die Belastungen der Kali-Region spürbar sind. In Hersfeld-Rotenburg sind das die Kommunen Philippsthal, Hohenroda und Heringen.

Projekt „DabeiSein“: Ehrenamtliche Unterstützung für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen

14 Teilnehmende absolvierten Schulung erfolgreich und können jetzt mit ihrer Unterstützung starten

Hersfeld-Rotenburg, 2. Januar 2026 - Bereits 2024 hat die VIA gGmbH gemeinsam mit dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg das Betreuungsangebot „DabeiSein“ auf den Weg gebracht, durch das Menschen mit Demenz unterstützt und ihre Angehörigen im Alltag entlastet werden sollen. Zentraler Stützpfeiler des Angebots sind ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die unter fachlicher Leitung einen regelmäßigen Gruppennachmittag für Menschen mit Demenz gestalten. Wöchentlich findet dieser jeweils am Mittwoch von 15 Uhr bis 18 Uhr im Gemeindezentrum der Evangelischen Martinskirchengemeinde (Schlippental 39, 36251 Bad Hersfeld) statt.

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Philippsthal und dem Evangelischen Alten- und Pflegeheim Haus Kreuzberg haben auch Ende des vergangenen Jahres wieder 14 Teilnehmende die kostenlose Schulung, die zur Mitarbeit am Projekt erforderlich ist, erfolgreich abgeschlossen. 30 Stunden lang haben sie sich in zwölf Modulen intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt. Die Helferinnen und Helfer stehen jetzt bereit, um sich in einer weiteren Betreuungsgruppe für Menschen mit Demenz oder auch der häuslichen Einzelbetreuung einzubringen.

Dirk Noll, Erster Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent zeigte sich begeistert über den Einsatz und das Engagement der Ehrenamtlichen. Bei der Abschlussveranstaltung gratulierte er den Teilnehmenden persönlich und übergab ihnen ihre Zertifikate.

Claudia Wachenfeld-Schlander (Tel.: 06621 87-5323, E-Mail: c.wachenfeld-schlander@hef-rof.de) von der Seniorenberatung Waldhessen sowie Dirk Klotzbach (Tel.: 06621 87-5313, E-Mail: d.klotzbach@hef-rof.de) und Dirk Hewig vom Fachdienst Senioren des Landkreises organisierten die Schulung und führten sie durch. Sie können auch Fragen zur Schulung und zum Betreuungsangebot beantworten.

Hintergrund

Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leben derzeit mit einer Demenz, Tendenz steigend. Bis zum Jahr 2050 gehen wissenschaftliche Prognosen bereits von einer Zunahme dieser Zahl auf etwa 2,8 Millionen Betroffene aus. Angesichts dieser Entwicklung sind niedrigschwellige, wohnortnah verfügbare Hilfen unerlässlich.

LeinwandHeldinnen starten mit „22 Bahnen“ ins neue Jahr

Hersfeld-Rotenburg, 5. Januar 2026 - Am Mittwoch, 14. Januar präsentieren das Frauen- und Gleichstellungsbüro des Landkreises sowie das Cineplex Bad Hersfeld einen weiteren Film in ihrer gemeinsamen Filmreihe LeinwandHeldinnen. Der Film „22 Bahnen“ ist die erste Vorstellung des Jahres. Beginn ist um 18:30 Uhr im Cineplex in Bad Hersfeld, Karten kosten 6,50 Euro und sind an der Kinokasse oder online unter www.cineplex.de/bad-hersfeld erhältlich.

Zum Film

Tilda und ihre kleine Schwester Ida sind ein „intakter Organismus“. Doch ihre Familie ist es nicht, denn die gemeinsame Mutter ist alkoholkrank. Die „22 Bahnen“, die Tilda regelmäßig im Freibad der heimatlichen Kleinstadt zieht, sind die wenigen Auszeiten, die sie sich von der auferlegten Verantwortung und dem inneren Druck zwischen Familie, Studium und Job nimmt. Doch irgendwann muss Tildas eigenes Leben beginnen. Caroline Wahls erfolgreicher Debutroman in einer berührenden filmischen Adaption unter der Regie von Mia Maariel Meyer aus dem Jahr 2025.