Glückliche Gesichter und ein kleines Präsent zur letzten Sitzung des Kreisausschusses. Von oben links: Thomas Daube, Werner David, Barbara Eckhardt, Manfred Wenk, Dr. Martin Schörner, Friedhelm Diegel und Jörg Brand. In der unteren Reihe sind von links zu sehen: Landrat Torsten Warnecke, Hans-Albert Pfaff, Herbert Heisterkamp, Jürgen Schäfer, Erich Bätz und Peter Fricke. Es fehlen: der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll und Thomas Baumann.
Rund 80 Teilnehmende waren kürzlich bei der Demokratiekonferenz in der Bad Hersfelder Stadthalle dabei.
Kreisausschussmitglied Barbara Eckhardt sprach ein kurzes Grußwort zu Beginn der Veranstaltung.
Sarah Vollmer (links) und Dr. Sarah Riese von der Camino Werkstatt für Fortbildung, Praxisbegleitung und Forschung im sozialen Bereich aus Berlin präsentierten ihre Ergebnisse.
Freuen sich auf den Start des gemeinsamen Projekts: Die teilnehmenden Hebammen und die Rettungsdienst-Verantwortlichen. Fotos: Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Landrat Torsten Warnecke und Erster Kreisbeigeordneter Dirk Noll danken den Kreisausschussmitgliedern für ihr Engagement im Gremium
Hersfeld-Rotenburg, 5. Mai 2026 – Die 15 Mitglieder des Kreisausschusses des Landkreises Hersfeld-Rotenburg sind am Dienstagnachmittag zum letzten Mal in der aktuellen Wahlzeit zusammengekommen. Neben Landrat Torsten Warnecke (SPD) und dem Ersten Kreisbeigeordneten Dirk Noll (SPD) waren Erich Bätz (GRÜNE), Thomas Baumann (SPD), Jörg Brand (CDU), Thomas Daube (SPD), Werner David (FDP), Friedhelm Diegel (CDU), Barbara Eckhardt (SPD), Peter Fricke (AfD), Herbert Heisterkamp (SPD), Hans-Albert Pfaff (SPD), Jürgen Schäfer (CDU), Dr. Martin Schörner (CDU) und Manfred Wenk (UBL/Bürger-Herz) (in alphabetischer Reihenfolge) als Kreisbeigeordnete Teil des Kreisausschusses. Die neuen Kreisausschussmitglieder für die 13. Wahlzeit werden in der konstituierenden Sitzung des Kreistages am Montag, 11. Mai gewählt.
„Am Ende dieser Wahlperiode möchten wir Ihnen unseren aufrichtigen Dank aussprechen. Sie haben über die vergangenen Jahre hinweg mit großem Engagement und Verantwortungsbewusstsein in ehrenamtlicher Funktion für unseren Landkreis gearbeitet. Besonders hervorheben möchte ich, dass es uns trotz unterschiedlicher politischer Überzeugungen fast immer einstimmig gelungen ist, sachorientiert und konstruktiv zusammenzuarbeiten. Dieses Miteinander über Parteigrenzen hinweg ist ein starkes Zeichen für den gemeinsamen Willen, das Beste für die Bürgerinnen und Bürger in unserem Landkreis zu erreichen. Dafür gebührt Ihnen unser herzlicher Dank“, sagten Landrat Torsten Warnecke und Erster Kreisbeigeordneter Dirk Noll.
Zum ersten Mal tagte das Gremium, das für fünf Jahre gewählt wird, am 18. Mai 2021. Insgesamt gab es in der vergangenen Wahlperiode 127 Kreisausschusssitzungen, die im zwei-Wochen-Rhythmus stattfanden. In fast 290 Stunden Sitzungszeit des Kreisausschusses haben die Abgeordneten mehr als 2600 Beschlüsse gefasst. Die Sitzungen des Gremiums finden seit Februar 2022 meist im Kreistagssitzungssaal im Landratsamt Bad Hersfeld statt. Aufgrund der Baustelle im Zuge des Anbaus des Landratsamtes gab es zuvor wechselnde Tagungsorte, wie beispielsweise im Audimax in Bad Hersfeld, die Brüder-Grimm-Gesamtschule Bebra oder den Jugendhof in Rotenburg. Außerdem unternahm der Kreisausschuss auch gemeinsame Besichtigungen, um sich über Vorhaben des Landkreises zu informieren. So besuchte das Gremium im vergangenen Jahr zum Beispiel die Ulfetalschule in Bebra-Weiterode, um sich einen Überblick um den fertiggestellten Anbau der Grundschule zu verschaffen. Traditionell nimmt der Kreisausschuss auch am Festumzug des Bad Hersfelder Lullusfestes teil.
Hintergrund
Der Kreisausschuss trifft die Entscheidungen der laufenden Verwaltung. Dazu gehören beispielsweise Personalthemen und Infrastrukturprojekte an Schulen, Kreisstraßen oder bei der Gesundheitsversorgung. Die Mitglieder kümmern sich also um „das tägliche Geschäft“. Er ist Kollegialorgan, das aus dem Landrat als Vorsitzenden, dem hauptamtlichen Ersten Kreisbeigeordneten und aus 13 weiteren ehrenamtlichen Kreisbeigeordneten besteht.
Der Kreistag wählt die Kreisbeigeordneten für die Dauer ihrer fünfjährigen Amtszeit. Auch die Wahl des hauptamtlichen Kreisbeigeordneten erfolgt durch den Kreistag. Die Mitglieder des Kreisausschusses sind grundsätzlich gleichberechtigt, sie haben je eine Stimme und fassen ihre Beschlüsse mit Mehrheit. Der Landrat hat allerdings bei Stimmengleichheit das Recht des Stimmentscheides.
Sperrung gilt von Freitag, 15. Mai bis Freitag, 19. Juni
Alheim, 7. Mai 2026 – Der Bahnübergang Alheim-Baumbach auf der Landesstraße 3253 zwischen Baumbach und der B 83 muss von Freitag, 15. Mai bis Freitag, 19. Juni für den Verkehr vollgesperrt werden. Grund sind Gleissanierungsarbeiten.
Die Umleitung für Verkehrsteilnehmende aus Richtung Bebra nach Baumbach führt über Rotenburg und Braach und ist ausgeschildert. Aus Richtung Melsungen wird der Verkehr ebenfalls über Rotenburg geleitet. Außerdem besteht die Möglichkeit, ab Heinebach über Niederellenbach nach Baumbach zu fahren. Der auf der Landesstraße verlaufende Fulda-Radweg R1 ist von der Sperrung nicht betroffen.
Voraussichtlich am Samstag, 20. Juni wird die Vollsperrung aufgehoben.
Veranstaltung in der Bad Hersfelder Stadthalle gab wichtige Impulse zur Stärkung der demokratischen Kultur im Landkreis
Bad Hersfeld, 7. Mai 2026 – Knapp 80 Personen waren der Einladung zur Demokratiekonferenz kürzlich in der Bad Hersfelder Stadthalle gefolgt. Die Veranstaltung der „Partnerschaft für Demokratie“ und des Landkreises Hersfeld-Rotenburg gab dabei wichtige Impulse zur aktuellen Stärkung der demokratischen Kultur im Landkreis und legt mit einer erstmals vorgestellten Situations- und Ressourcenanalyse eine konkrete Grundlage für die weitere Arbeit vor Ort.
In Vertretung des Ersten Kreisbeigeordneten Dirk Noll erklärte Kreisausschuss-Mitglied Barbara Eckhardt in ihrem Grußwort zu Beginn der Veranstaltung: „Unsere Demokratie darf nicht als selbstverständlich angesehen werden. Es ist wichtig, Signale zu setzen und es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Diese Konferenz ist eine Chance, miteinander ins Gespräch zu kommen.“
Die mehrstündige Veranstaltung sollte alle Beteiligten zum Netzwerken und Diskutieren einladen. Scheerin Alou von der Partnerschaft für Demokratie: „Wir sind sehr glücklich und positiv überrascht, welch große Resonanz die Veranstaltung erhalten hat. Gerade der Austausch zwischen verschiedenen Akteurinnen und Akteuren aus der Region ist von einer großen Bedeutung und soll nachhaltig wichtige Impulse setzen.“
Nach den einführenden Worten erklärte Scheerin Alou, dass im vergangenen Jahr eine Situations- und Ressourcenanalyse rund um demokratiefeindliche Tendenzen und um Teilhabechancen, insbesondere marginalisierterer Gruppen im Landkreis in Auftrag gegeben wurde. Dr. Sarah Riese und Sarah Vollmer von der Camino Werkstatt für Fortbildung, Praxisbegleitung und Forschung im sozialen Bereich aus Berlin gaben einen Überblick über die aktuelle Lage und Trends im Bereich Demokratiefeindlichkeit und Extremismusprävention.
Inhaltlich wurden dabei verschiedene Parameter, wie die Vereinsstruktur oder die Unterschiede zwischen den Städten und ländlichen Gemeinden herausgearbeitet. Allgemein zeige sich eine Entwicklung in Richtung Politikverdrossenheit und eine wachsende Distanz zu demokratischen Institutionen. Die Beteiligten verdeutlichten in den Gesprächen, dass dieser Entwicklung aktiv gegengesteuert werden müsse, bevor gesellschaftliche Spaltung zementiert werde.
Dies wurde auch während des Podiumsgesprächs „Demokratie unter Druck! Erkenntnisse. Herausforderungen. Unterstützungsangebote.“ deutlich. Auf dem Podium vertreten waren Gäste aus der Wissenschaft, aus der Beratung, aus der Extremismusprävention, aus dem Kontext Schule und aus der Zivilgesellschaft. Diese tauschten sich über ihre Erfahrungen aus und konnte die Analyseergebnisse mit praktischen Beispielen untermauern.
Zum Ende der Veranstaltung bestand für die Teilnehmenden die Möglichkeit, in Kurzworkshops konkrete Handlungsansätze – von der Arbeit mit Jugendlichen über den Umgang mit Desinformation bis hin zur kommunalen Vernetzung zivilgesellschaftlicher Akteure kennenzulernen.
Zum Projekt „Partnerschaft für Demokratie“
Die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Hersfeld-Rotenburg wird durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert. Das federführende Amt ist in der Kreisverwaltung angesiedelt. Der Landkreis trägt die Verantwortung für die Umsetzung vor Ort. Die Koordinierungs- und Fachstelle liegt bei der Stiftung Adam von Trott Imshausen. Sie setzt die Partnerschaft für Demokratie inhaltlich um.
Die Partnerschaft für Demokratie fördert Angebote zur Demokratieförderung und Extremismusprävention, setzt eigene Projekt in dem Themenbereich um und initiiert eine landkreisweite Vernetzung zwischen Akteuren der Zivilgesellschaft, Institutionen sowie Unternehmen.
Mit dem Start im Mai setzt der Landkreis Hersfeld-Rotenburg ein deutliches Zeichen für eine moderne und vernetzte Gesundheitsversorgung
Hersfeld-Rotenburg, 8. Mai 2026 – Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg startet im Mai ein innovatives Hebammenprojekt, das die Versorgung rund um Geburten außerhalb von Kliniken verbessern soll. Das Konzept orientiert sich an einem Modell, das im Main-Kinzig-Kreis erstmals erfolgreich erprobt wurde und dort auf positive Resonanz gestoßen ist. Ziel des Projekts ist es, die notärztliche und rettungsdienstliche Versorgung bei plötzlich einsetzenden Geburten um eine geburtshilfliche Fachkompetenz zu ergänzen. Die Alarmierung der Hebammen erfolgt über die Leitstelle beim Einsatzstichwort „spontan einsetzende Geburt“. Es besteht dann die Möglichkeit, dass das bereits vor Ort befindliche Rettungsdienstpersonal bei Bedarf eine Hebamme zur Unterstützung nachfordert. Die teilnehmenden Hebammen fahren eigenständig zum Einsatzort und arbeiten dort eng mit dem Rettungsdienst zusammen.
„Dadurch entsteht ein zusätzlicher Sicherheitsgewinn für Mutter und Neugeborenes. Insbesondere in Situationen, in denen eine Geburt unerwartet außerhalb einer Klinik beginnt, kann die Expertise von Hebammen entscheidend sein“, so Dr. Bardo Kürten, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes.
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist auch die Ausstattung der Einsatzfahrzeuge. Diese werden zusätzlich um spezielles Equipment ergänzt, das für Geburten vor Ort notwendig ist. Dazu gehört unter anderem ein Herzton-Ultraschallgerät, mit dem die Vitalfunktionen des ungeborenen Kindes überwacht werden können. So kann auch außerhalb einer Klinik eine möglichst sichere Betreuung gewährleistet werden. „Auch organisatorisch wurde das Projekt sorgfältig vorbereitet. Während ihrer Einsätze im Rahmen des Rettungsdienstes sind die Hebammen über den Landkreis haftpflichtversichert. Dies schafft zusätzliche Sicherheit für die freiwillig beteiligten Hebammen“, erklärt Thorsten Bloß, Leiter des Fachdienstes Gefahrenabwehr der Kreisverwaltung.
Die Resonanz unter den Hebammen im Landkreis ist bereits jetzt erfreulich hoch. „Aktuell haben sich 20 Hebammen freiwillig zur Mitarbeit in dem Projekt gemeldet. Das zeigt das große Engagement und die Bereitschaft, neue Wege in der Versorgung von ungeplanten Geburten außerhalb einer Klinik mitzugehen“, sagt Esther Frost, Sprecherin der Hebammen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg.