Bekämpfung von Blattläusen (ggf. Virusüberträger) erst nach mehrmaliger Bestandskontrolle und flächendeckendem Auftreten durchführen. Ackerbohnen: ab Beginn Knospenbildung regelmäßig auf schwarze Bohnenlaus kontrollieren. Schadschwelle: 10 % befallene Pflanzen bzw. Beginn Koloniebildung; Teppeki (B2-Auflage) wirkt systemisch, erfasst auch versteckt sitzende Läuse. Alternativ stehen, wie in Erbsen generell, nur Pyrethroide (u. a. Karate Zeon) zur Verfügung; in Erbsen und auch Ackerbohnen tritt die Grüne Erbsenblattlaus auf; Schadschwelle: 10-15 Läuse/Trieb.
Zur Erbsenblüte fliegt der Erbsenwickler in die Bestände; notwendige Behandlungen erst zum Flughöhepunkt mit Karate Zeon, Shock down o. Ä. durchführen. Keine TM mit Fungiziden. Sachkundefortbildung: Mo. 15. Juni, 16:00 – 21:00 Uhr in Bebra-Solz.
Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736
Säume – die schmalen Randstreifen entlang von Feldern, Wegen oder Gewässern – bieten in der Agrarlandschaft wertvollen Lebensraum für Pflanzen, Insekten und Wildtiere. Frisch gemähte Wegränder sehen im ersten Augenblick gepflegt aus, bieten ökologisch jedoch kaum einen Mehrwert. Eine späte Mahd mit einem oszillierenden Mähwerk bietet sich an, um den Lebensraum möglichst lange zu erhalten, und spart Kraftstoff und Arbeitszeit. Teilbereiche können zudem ausgespart werden und bis ins Folgejahr stehen bleiben. So bieten Sie Insekten wichtige Überwinterungsmöglichkeiten. Intakte Säume verbessern nebenbei die Wasserqualität und verhindern Erosion. Achtung jedoch beim Vorkommen invasiver Arten wie der Staudenlupine oder dem Orientalischen Zackenschötchen: Hier gilt eine Mahd zur Hauptblüte, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
LPV Hersfeld-Rotenburg e. V., Tel. 06621 944181, buero@lpv-hef-rof.de