Titel Logo
Kirchheimer Nachrichten
Ausgabe 23/2026
Vereine und Verbände
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Aktuelles aus der Landwirtschaft...

Ährenfusarium im Winterweizen

Die meisten Weizenbestände befinden sich in den Stadien EC 37-55 (Erscheinen Fahnenblatt bis Mitte Ährenschieben). Sortenbedingt tritt vereinzelt Braunrost auf; diesen zeitnah, z. B. mit folgenden Kombiprodukten, ausschalten: Univoq, Reytrex+Comet, AscraXpro, ElatusEra, Avastel-Pack, Jordi, Delaro Forte. Kommen nur Azole zum Einsatz, hat dies eine relativ kurze Wirkungsdauer (ca. 15 Tage) zur Folge. Wird die Maßnahme als Einmalbehandlung zu Beginn des Ährenschiebens gefahren, werden spätere Pilzinfektionen nicht mehr gesichert verhindert. Durch die Zugabe von Azbany/Amistar wird die Wirkungsdauer verbessert. Frühe Sorten beginnen abhängig vom Standort und vom Aussaatzeitpunkt mit der Blüte; sie dauert in der Regel 3 bis 7 Tage. Während der Blüte besteht grundsätzlich ein erhöhtes Infektionsrisiko mit toxinbildenden Fusariosen, sofern Niederschläge (Gewitter) in Verbindung mit einer feucht-warmen Witterung auftreten. Problematisch sind unverrottete Stroh- oder Stoppelreste von Mais im Weizen und Triticale, vorrangig bei Mulchsaaten. Anfälligkeit der Sorte berücksichtigen! Eine Blütenbehandlung mit wirksamen Fungiziden kann den Befall mit Ährenfusarium und den Toxingehalt des Erntegutes positiv beeinflussen, aber nicht garantiert ausschalten! Empfohlen werden unter anderem: Prosaro, Navura, Magnello, Proline, Soleil.

Karl-Heinrich Claus; Tel.: 0160 90725736