Peter Artelt aus dem Gesundheitsamt der Kreisverwaltung schätzt das Leben ohne Rauchen. Er wirbt dafür mit dem Rauchen aufzuhören und berichtet von seinen Erfahrungen.
Begrüßungsveranstaltung der Auszubildenden Fotos: Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Kommunale Ebene fordert transparente Projektstruktur unter Beteiligung der Spitzenverbände
Hersfeld-Rotenburg, 28. Mai 2026 - Mit deutlicher Kritik reagiert Torsten Warnecke, Landrat des Landkreises Hersfeld-Rotenburg, auf die aktuellen Pläne des Bundes zur Zentralisierung der internetbasierten Kfz-Zulassung beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Aus Sicht der kommunalen Ebene, vertreten durch den Deutschen Landkreistag, den Deutschen Städtetag und den Deutschen Städte- und Gemeindebund, fehlt es bislang an Transparenz, klaren Zuständigkeiten und vor allem an einer ernsthaften Einbindung der Landkreise und Städte in den laufenden Prozess.
Landrat Torsten Warnecke, der Mitglied im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des Deutschen Landkreistages ist, betont: „Die Kommunen tragen seit Jahrzehnten bürgernah, rechtssicher und mit hoher fachlicher Kompetenz Verantwortung für die Kfz-Zulassung. Umso unverständlicher ist es, dass die kommunale Ebene bei einem derart weitreichenden Umbau bislang nur unzureichend von den beteiligten Bundesministerien eingebunden wird.“
Hintergrund sind die Pläne des Bundesministeriums für Verkehr sowie des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung, künftig digitale Zulassungsverfahren zentral über den Bund abzuwickeln. Der Deutsche Landkreistag hatte sich zuletzt unter anderem im Rahmen einer Ausschusssitzung, die Ende April in Bad Hersfeld stattfand, intensiv mit dem Thema beschäftigt.
Kritisch wird insbesondere die bisherige Kommunikation der beteiligten Ministerien gesehen. Viele Fragen seien weiterhin ungeklärt. Dies führe bereits jetzt zu spürbaren Unsicherheiten in den Zulassungsbehörden vor Ort.
„Die schlechte und teilweise widersprüchliche Kommunikation des Bundes hat unmittelbare Folgen für die kommunale Praxis“, so Warnecke. „Softwareanbieter halten sich mit Investitionen zurück, Ausschreibungen werden infrage gestellt und gleichzeitig entsteht bei Beschäftigten Verunsicherung über die Zukunft ihrer Arbeitsplätze.“
Der Landkreis unterstützt grundsätzlich das Ziel einer modernen, digitalen und bürgerfreundlichen Verwaltung. Voraussetzung ist jedoch eine tragfähige und rechtssichere Gesamtstruktur.
„Wir stehen ausdrücklich hinter der Digitalisierung der Verwaltung. Daran arbeiten auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tagtäglich. Digitalisierung muss aber durchdacht erfolgen und darf nicht zu neuen Schnittstellenproblemen oder Doppelstrukturen führen“, erklärt Warnecke.
Besonders kritisch bewertet die kommunale Ebene die Überlegungen des Bundes, lediglich die „digitalisierbaren“ Teile der Kfz-Zulassung zu zentralisieren, während komplexere oder persönliche Vorgänge weiterhin bei den Kommunen verbleiben sollen.
„Offenbar möchte der Bund mit einer bundesweiten Software auch die Gebühren für die „einfachen“ Vorgänge einkassieren. Die komplexen und dann personalintensiven Vorgänge sollen die Kommunen weiterhin abarbeiten. Absurd“, urteilt Warnecke.
Wenn der Bund eine bundeseinheitliche Software einführen will, könnte er diese den Kommunen zur Verfügung stellen. Neue Personalkapazitäten auf Bundesebene hingegen aufzubauen, ohne vor Ort tätig zu sein, nennt man Rosinenpickerei. „Ich gehe davon aus, dass die Bundesländer und der Bundestag derlei Vorgehen nicht zulassen werden“, unterstreicht Landrat Warnecke.
Der Landkreis fordert deshalb gemeinsam mit dem Deutschen Landkreistag eine transparente gemeinsame Projektstruktur unter Beteiligung der kommunalen Spitzenverbände. Nur so könne gewährleistet werden, dass die geplanten Reformen in der Praxis funktionieren und den Anspruch einer modernen, leistungsfähigen Verwaltung tatsächlich erfüllen.
Fast fünf Jahrzehnte rauchte der Arzt in seinem Leben, nun raucht er seit fast zwei Jahren nicht mehr und fühlt sich dadurch viel gesünder
Hersfeld-Rotenburg – 29. Mai 2026 „Ich habe viele Jahrzehnte selbst geraucht, deshalb verbiete ich keinem Menschen eine Zigarette. Dennoch versuche ich die Personen zu überzeugen, welche Vorteile ohne das Rauchen einhergehen“, erklärt Peter Artelt, Arzt im Gesundheitsamt der Kreisverwaltung. Im Aktionsmonat „Rauchfrei im Mai“ und zum jährlichen Weltnichtrauchertag am 31. Mai soll den Bürgerinnen und Bürgern nahegelegt werden, ihr rauch- und nikotinfreies Leben zu starten. Auch der Landkreis Hersfeld-Rotenburg begrüßt die Aktion und weist gleichzeitig auf die vielfältigen Risiken des Rauchens hin.
Seit dem 15. Lebensjahr hat Peter Artelt geraucht: „Ich habe bei beruflichem Stress oder bei besonderen Anlässen geraucht. Immer wieder habe ich auch aufgehört. Seit knapp zwei Jahren habe ich keine Zigarette mehr angerührt und das ist ein deutlicher Zugewinn an Lebensqualität“, fährt Artelt fort.
„Zwar raucht die junge Generation gefühlt weniger klassische Zigaretten, dafür gibt es nicht minder gefährliche Alternativen. E-Zigaretten oder Ähnliches mit den fruchtigen Geschmacksrichtungen sind sehr beliebt. Hier muss noch mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden“, ergänzt der Arzt aus dem Gesundheitsamt. Noch schlimmer ist für den langjährigen Mediziner das Rauchen im unmittelbaren Umfeld von Kindern, was für ihn stets ein absolutes No-Go war: „Einerseits ist man kein gutes Vorbild und andererseits rauchen die Kinder passiv mit, was ebenfalls gesundheitsschädlich sein kann.“
„Viele Menschen sind süchtig nach Zigaretten – von dieser Sucht loszukommen, ist alles andere als einfach. Bei mir war das glücklicherweise nicht so. Mir ist grundsätzlich nie schwergefallen, temporär mit dem Rauchen aufzuhören“, führt Artelt weiter aus. „Ich verurteile niemanden, der eine Zigarette raucht, allerdings weise ich darauf hin, dass die Warnhinweise auf den Verpackungen nicht ohne Grund dort stehen“, erklärt Peter Artelt abschließend.
Zum Hintergrund
Jährlich am 31. Mai wird der Weltnichtrauchertag begangen. Der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 1987 ins Leben gerufene Aktionstag verfolgt das Ziel, auf die gesundheitlichen Risiken des Rauchens aufmerksam zu machen und Menschen dazu zu ermutigen, mit dem Rauchen aufzuhören.
Neben klassischen Zigaretten gewinnen auch andere Nikotinprodukte an Bedeutung. Dazu gehörten vor allem E-Zigaretten und Tabakerhitzer. Besonders unter jungen Erwachsenen werden diese Produkte vergleichsweise häufig genutzt. Derzeit nutzen drei Prozent der Menschen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren hierzulande E-Zigaretten und knapp ein Prozent Tabakerhitzer.
Die Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA) ermittelte für den Zeitraum 2002-2023 folgende Daten zum Rauchverhalten: 28,8 Prozent der Erwachsenen rauchten täglich oder gelegentlich. Mit 32,7 Prozent rauchten deutlich mehr Männer als Frauen (24,8 Prozent). Bei den 18- bis 29-Jährigen ist der Anteil der Rauchenden am größten (35,4 Prozent). Mit zunehmendem Alter sinken die Anteile der Rauchenden, in der Altersgruppe 65+ Jahre liegt der Anteil bei 16 Prozent. Insgesamt ist der Anteil aktuell Rauchender in der Bevölkerung im Zeitraum 2003 bis 2023 von 32,1 Prozent auf 28,8 Prozent zurückgegangen. Im Jahr 2025 lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei 795 Zigaretten und Zigarren im Jahr. Insgesamt wurden rund 66 Milliarden Zigaretten in Deutschland versteuert.
Neben zentralen Informationen zu Ausbildung und Studium stand auch der persönliche Austausch im Vordergrund der Veranstaltung
Hersfeld-Rotenburg, 29. Mai – Es ist mittlerweile zu einer kleinen Tradition geworden: Obwohl die künftigen Auszubildenden und Studierenden des Landkreises Hersfeld-Rotenburg ihren neuen Lebensabschnitt erst in wenigen Monaten beginnen, lädt Ausbildungsleiterin Tanja Licht alle „Neuen“ und ihre Familien bereits vorab zu einem ersten Kennenlernen in die Kreisverwaltung ein. In lockerer Atmosphäre hat sie kürzlich, gemeinsam mit Landrat Torsten Warnecke, dem Ersten Kreisbeigeordnetem Dirk Noll sowie Vertreterinnen und Vertretern der internen Gremien der Kreisverwaltung, alle 18 Auszubildenden und Studierenden begrüßt.
„Wir freuen uns, dass wir Sie schon vor Ihrem Ausbildungs- oder Studienstart kennenlernen dürfen und darüber, dass wir Sie dafür gewonnen haben, dass Sie Ihren beruflichen Weg bei uns starten. Es ist unser Ziel, dass Sie alle Ihre Ausbildung oder Ihr Studium erfolgreich abschließen, da wir Sie als neue Fachkräfte für unsere Verwaltung brauchen. Dafür werden wir Sie bestmöglich unterstützen“, so Warnecke und Noll.
Thomas Mausehund, als Vertreter des Personalrats gab einen Ausblick auf die kommende Zeit: „Sie stehen vor einem spannenden neuen Abschnitt Ihres Lebens, in dem Sie sich fachlich und persönlich weiterentwickeln werden. Der Abschnitt wird geprägt sein von vielen neuen Chancen, aber natürlich auch Herausforderungen. Genau das macht es so spannend.“
Den Begrüßungsworten schlossen sich auch Janina Göbel von der Jugend- und Auszubildendenvertretung, Christel Zimmermann vom Frauen- und Gleichstellungsbüro und Anja Kramer von der Schwerbehindertenvertretung an. Ausbildungsleiterin Tanja Licht übermittelte zudem gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Marvin Fink Grüße von Personalleiterin Martina Tietz.
Zentrale Informationen & persönlicher Austausch
Nach den Grußworten standen zentrale Informationen rund um Ausbildung und Studium im Landratsamt im Mittelpunkt. Gemeinsam mit Lea Ißbrücker, Auszubildende im zweiten Lehrjahr, stellte Tanja Licht wichtige Themen vor, die für künftige Auszubildende und Studierende relevant sind. Dabei ging es unter anderem um den Besuch der Berufsschule, die Arbeitszeiten sowie die Frage nach einer möglichen Kleiderordnung in der Verwaltung. Die beiden beantworteten diese und weitere Fragen anschaulich und praxisnah.
Im Anschluss an die Präsentation bot sich den Teilnehmenden die Gelegenheit, in lockerer Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu kommen und den Nachmittag ausklingen zu lassen.