Gemeinsames Anpacken am Eisenberg (© H. Eigenbrod, NABU Hersfeld)
Muss mit der gesamten Wurzel ausgegraben werden: die Staudenlupine (© Zarah Greiner)
Mit vereinten Kräften haben zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer aus verschiedenen Vereinen im Rahmen einer gemeinsamen Naturschutzaktion einen wichtigen Beitrag zum Erhalt wertvoller Lebensräume im Vogelschutzgebiet „Knüll“ geleistet. Seite an Seite haben gut 20 Teilnehmende von den Vereinen NABU Hersfeld, Naturpark Knüll, Bergwacht Neuenstein, „Hope for the Rope“ und LPV sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger die Lupine auf dem Eisenberg bekämpft.
Ziel des Arbeitseinsatzes war die Eindämmung der invasiven Pflanze Vielblättrigen Lupine (Lupinus polyphyllus), die sich in den vergangenen Jahren zunehmend ausgebreitet hat. Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Lupine wurde in Europa lange Zeit als Zierpflanze und zur Bodenstabilisierung angebaut. Inzwischen breitet sie sich jedoch vielerorts unkontrolliert aus und gilt als problematische invasive Art. Besonders auf mageren Wiesen und an Wegrändern bildet sie dichte Bestände, verdrängt heimische Pflanzenarten, verändert den Boden nachhaltig und ist als Giftpflanze eine Gefahr für Weidetiere. Um die weitere Ausbreitung einzudämmen, wurden die Pflanzen sowohl von Hand ausgestochen als auch mit der Sense gemäht. Diese arbeitsaufwendigen Methoden tragen dazu bei, die Artenvielfalt am Eisenberg zu erhalten. Die extensiven Offenlandstrukturen bieten vielen Arten wertvollen Lebensraum innerhalb des Vogelschutzgebiets „Knüll“.
Organisiert wurde die Aktion durch den Landschaftspflegeverband Hersfeld-Rotenburg e.V. mit Unterstützung des NABU Hersfeld und des Naturparks Knüll. Der Landschaftspflegeverband bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten für ihr großes Engagement und der Gemeinde Neuenstein für Ihre Beteiligung bei der Entsorgung des Schnittguts. Solche gemeinsamen Aktionen leisten einen wertvollen Beitrag zum Schutz der heimischen Flora und Fauna und stärken zugleich das gemeinschaftliche Miteinander.
Der LPV plant auch künftig ähnliche Arbeitseinsätze und freut sich über weitere Unterstützerinnen und Unterstützer, die sich aktiv für den Erhalt der Kulturlandschaft und der biologischen Vielfalt einsetzen möchten.