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Kirchheimer Nachrichten
Ausgabe 25/2026
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg informiert:

Beim FSSJH-Workshop in Wildeck-Obersuhl bekamen die rund 40 Teilnehmenden wichtige Impulse rund um das Thema Erste Hilfe. Die Veranstaltung wurde auf dem Gelände des DRK Ortsvereins Obersuhl durchgeführt.

Nach rund 1.800 Kilometern in Süditalien angekommen: Klimaschutzmanager Thomas Giese mit seinem Hund Emil.

Den ersten Ladestopp in Deutschland hat Giese nach etwas mehr als 200 Kilometern eingelegt.

Kurz vor der Abfahrt nach Süditalien wurde das E-Auto von Thomas Giese nochmal geladen.

Auch in Italien haben Ladevorgänge schnell und unkompliziert funktioniert.

Landrat Torsten Warnecke hatte am 23. April im Ausschuss für Landwirtschaft und Umwelt in Wiesbaden, Vorschläge für das Grüne Band gemacht. Der Gesetzesentwurf im Hessischen Landtag beinhaltete allerdings keinen dieser Verbesserungsvorschläge. Fotos: Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Wichtiger Workshop für Jugendliche beim DRK Obersuhl

Verschiedene Stationen sensibilisieren Teilnehmende rund um das Thema Erste Hilfe

Wildeck, 9. Juni 2026 - Neben sieben Teilnehmenden der Freiwilligen Feuerwehren aus Nentershausen-Süß und Dankmarshausen (Wartburgkreis) nahmen insgesamt 18 Jugendliche, die im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ein FSSJH (Freiwilliges Soziales Schuljahr Hessen) absolvieren an einer Erste Hilfe-Schulung des DRK-Ortsverbandes Obersuhl teil. Der Workshop wurde dabei in verschiedene Stationen aufgeteilt, unter anderem wurde die Reanimation ausführlich thematisiert. Das Feedback der Jugendlichen nach dem Workshop war sehr positiv.

„Über fünf Stunden konnten die Jugendlichen wichtige Erfahrungen sammeln. Das Thema Erste Hilfe ist allgegenwärtig und kann jederzeit wichtig werden. Mit solch einem Workshop ist man für den Notfall gut gerüstet. Ein großer Dank gilt dabei dem DRK-Ortsverband Obersuhl für die reibungslose Organisation und Durchführung“, erklären Dagmar Conrad und Christina Reuscher, die im Koordinierungszentrum für Bürgerengagement in der Kreisverwaltung für das FSSJH zuständig sind.

Das Deutsche Rote Kreuz hatte insgesamt vier Stationen aufgebaut. An der ersten Station wurde das richtige Verbinden einer Person gezeigt. Bei der zweiten Station stand dann das Thema Rettungswagen auf der Agenda. Beim Erste Hilfe-Memory wurden Inhalte zum richtigen Umgang mit Gefahrensituationen vermittelt. An der letzten Station ging es um die richtige Reanimation, die mit Puppen und einem Automatisiertem Externen Defibrillator (AED) durchgeführt wurde.

Während des Workshops hatten die Beteiligten die Möglichkeit, sich auszutauschen und viele Fragen zu stellen. Die Veranstaltung wurde auf dem Außengelände des DRK Obersuhl durchgeführt.

Über das FSSJH

Das FSSJH ermöglicht Schülerinnen und Schülern ehrenamtliches Engagement mit ihrem Alltag zu verbinden. Teilnehmende engagieren sich in ihrer Freizeit mit rund 80 Stunden pro Schuljahr in einer gemeinnützigen Einrichtung oder im Verein. Das Koordinierungszentrum für Bürgerengagement der Kreisverwaltung begleitet das FSSJH organisatorisch, als Ansprechpartner für die Jugendlichen sowie Einsatzstellen und mit ergänzenden Workshop-Angeboten.

 

 

Mit dem E-Auto nach Süditalien: Klimaschutzmanager des Landkreises zieht positives Urlaubsfazit

Bereits zum zweiten Mal hat Thomas Giese, Klimaschutzmanager in der Kreisverwaltung, die 1.800 Kilometer lange Fahrt nach Süditalien mit dem Elektroauto angetreten

Hersfeld-Rotenburg, 10. Juni 2026 - Morgens, kurz nach acht Uhr, startet das Elektroauto von Klimaschutzmanager Thomas Giese in der Gemeinde Schenklengsfeld in Richtung Autobahn. Mit an Bord sind Ehefrau Melanie, Hund Emil und eine Menge Vorfreude auf die kommenden drei Wochen Urlaub. Das Ziel liegt rund 1.800 Kilometer entfernt: Das Gebiet Cilento, am Meer gelegen in der Region Kampanien in Süditalien. Für viele Menschen ist eine solche Strecke mit einem Elektroauto noch immer mit einigen Fragezeichen verbunden. Genügt die Reichweite? Gibt es genügend Lademöglichkeiten? Wie viel Zeit geht unterwegs mit Ladestopps verloren?

Für Thomas Giese war die Antwort in diesem Jahr eindeutig: Die Reise verlief nahezu reibungslos, Probleme gab es keine. Bereits zum zweiten Mal hat er seinen Urlaub in Süditalien, den er oft in der Region Cilento südlich von Neapel verbringt, mit seinem privaten Elektroauto angetreten.

„Früher bin ich mal geflogen, mal mit einem Verbrenner gefahren. Inzwischen steht für mich fest: Ich möchte nicht mehr fliegen. Mit dem Elektroauto komme ich komfortabel ans Ziel und kann dabei meinen persönlichen CO₂-Ausstoß deutlich reduzieren“, sagt Giese.

Die Fahrt führte ihn und seine kleine Reisegruppe über Österreich bis nach Süditalien. Insgesamt legte er auf der Hinfahrt rund 1.800 Kilometer zurück. Für die Strecke benötigte er einschließlich der Ladepausen an zwei Tagen etwa 26 Stunden. Insgesamt waren acht Ladestopps, durchschnittlich alle 200 Kilometer einer, erforderlich. Die Ladezeit hat meist zwischen 15 und 30 Minuten beansprucht. Ein Ladevorgang wurde über Nacht beim Zwischenstopp an einer Wallbox des Hotels durchgeführt.

Überzeugt hat Giese die Ladeinfrastruktur entlang der Strecke. „Vor einigen Jahren hätte ich mir eine solche Reise mit dem E-Auto noch deutlich schwieriger vorgestellt. Heute findet man entlang der Hauptverkehrsachsen problemlos Schnellladestationen. Selbst im ländlichen Cilento war das Laden unkompliziert möglich. Einziger Wehrmutstropfen ist noch immer die Vielzahl an verschiedenen Anbietern und ihrer unterschiedlichen Tarife.“

Die Ladepausen – zwei in Deutschland, eine in Österreich und fünf in Italien – nutzte er oft für einen Kaffee, eine Mahlzeit oder eine kurze Erholungspause. Zusätzliche Wartezeiten entstanden dadurch kaum. „Viele Menschen stellen sich vor, dass man stundenlang neben dem Auto stehen muss. Tatsächlich passen die Ladepausen gut zu den ohnehin notwendigen Ruhezeiten auf einer langen Fahrt“, so Giese. Schließlich wolle man ja auch sicher und möglichst wenig gestresst am Urlaubsort ankommen.

Die Reise ist ein praktisches Beispiel dafür, wie klimafreundliche Mobilität im Alltag funktionieren kann. „Klimaschutz gelingt vor allem dann, wenn nachhaltige Lösungen alltagstauglich sind. Genau diese Erfahrung habe ich auf meiner Reise gemacht“, so der Klimaschutzmanager: „Wer heute mit dem Elektroauto nach Italien fahren möchte, kann das ohne besondere Vorbereitung tun. Die Technik ist längst im Alltag angekommen, wenn man sie richtig nutzt.“

Auch bei den Emissionen zeigt sich der Unterschied deutlich. Im Vergleich zu einer Fahrt mit einem herkömmlichen Verbrenner konnten auf der Strecke rund 100 Kilogramm CO₂ eingespart werden. Die Energiekosten lagen bei etwa 225 Euro und damit etwas unter den Kosten einer vergleichbaren Fahrt mit einem Benzin- oder Dieselfahrzeug, bei aktuellen Spritpreisen und einem Durchschnittsverbrauch von sieben Litern pro 100 Kilometern. Ein weiterer Vorteil: Auf einigen Abschnitten österreichischer Autobahnen gibt es ein Umwelt-Tempolimit. Während Verbrenner-Autos dort höchstens 100 Kilometer pro Stunde fahren dürfen, gilt für reine Elektroautos eine Höchstgeschwindigkeit von 130 Kilometer pro Stunde.

Nach mehr als drei Jahrzehnten Italien-Urlaub zieht der Klimaschutzmanager deshalb ein deutlich positives Fazit: „Die Landschaften, das Meer und die italienische Gastfreundschaft sind dieselben geblieben. Geändert hat sich nur die Art der Anreise. Für mich ist das Elektroauto inzwischen die beste Möglichkeit, entspannt, komfortabel und klimafreundlich nach Süditalien zu reisen. Und das gilt auch für meine weiteren Reiseerfahrungen in europäischen Ländern. Ich persönlich möchte die E-Mobilität nicht mehr missen.“

 

 

 

 

 

Gesetz zum Grünen Band weist Defizite aus

Forderungen des Landkreises rund um die personelle Ausstattung sowie die Finanzierung wurden ignoriert

Hersfeld-Rotenburg, 11. Juni 2026 – Das Gesetz zum Grünen Band wurde nunmehr im Hessischen Landtag verabschiedet. Das nationale Naturmonument verläuft entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Die Bedeutung und Wichtigkeit des Grünen Bandes in der Region und ganz Deutschland ist elementar. Gerade deshalb wäre es wichtig gewesen, die Verbesserungsvorschläge der kommunalen Seite aufzugreifen.

Landrat Torsten Warnecke hatte die Vorschläge zur Gesetzesanhörung im Ausschuss für Landwirtschaft und Umwelt in Wiesbaden am 23. April kundtun können: „Umso bedauerlicher, dass der Gesetzentwurf im Landtag nicht mit Verbesserungsvorschlägen versehen wurde. Insbesondere wahrscheinlicher erhöhter Personal- und Sachaufwand wird nicht ausgeglichen. Auch die seitens der vorherigen CDU-geführten Landesregierung zugesagten beiden Personalstellen für das Grüne Band werden wohl nicht kommen. Es bleibt pro Landkreis bei einer. Die ungeregelten Zuständigkeiten für natur- und artenschutzrechtliche Genehmigungsverfahren ist ein weiteres Problem. Ein besonderer Schutz für Naturdenkmäler ist nicht vorgesehen.“

„Besonders irritierend ist das Drei-Zonen-Konzept: Der Landkreis hatte gefordert, die Komplexität der drei sich ständig und auf kleinstem Raum wechselnden Zonen (Schutzzone, Entwicklungszone, Förderzone) zu vermindern – auch dies wurde nicht berücksichtigt. Positiv zu bewerten ist grundsätzlich, dass das Land Hessen das Grüne Band nicht ad acta gelegt hat. Zudem ist es wichtig, dass die Bevölkerung stärker eingebunden werden soll. Das muss dann aber auch landesseitig passieren“, bilanziert Warnecke abschließend.

Zum Hintergrund

Das Grüne Band ist das erste gesamtdeutsche Naturschutzprojekt. Der Geländestreifen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze führt von der Ostsee bis zum Dreiländereck bei Hof und ist insgesamt 1.393 Kilometer lang und zwischen 50 bis 200 Meter breit. Neben der geschichtlichen Bedeutung hat das Grüne Band diverse positive Aspekte. Es dient unter anderem zum Schutz und der nachhaltigen Entwicklung von Biotopen und Artenvorkommen, unter anderem durch die Vernetzung. Zudem schafft es eine Verbindung zwischen Naturschutz und Tourismus.

 

 

Kreistagssitzung am kommenden Montag

Letzte Sitzung vor der Sommerpause – diverse Wahlen stehen auf der Tagesordnung sowie die Einführung eines ehrenamtlichen Kreisbeigeordneten

Hersfeld-Rotenburg, 15. Juni 2026 - Am Montag, dem 22. Juni findet die nächste Sitzung des Kreistags statt. Beginn der öffentlichen Sitzung im Kreistagssitzungssaal des Bad Hersfelder Landratsamts (Friedloser Straße 12, Eingang A1) ist um 14:30 Uhr. Auf der Tagesordnung stehen insgesamt elf Themen.

In der letzten Sitzung vor der Sommerpause stehen vor allem diverse Wahlen im Fokus. Als Erstes werden die Mitglieder für den Verwaltungsrat der Sparkasse Hersfeld-Rotenburg gewählt. Darauf folgt die Wahl einer Vorschlagsliste des Kreistags für den Aufsichtsrat der Kreisaltenpflege Hersfeld-Rotenburg. Im Anschluss werden die Mitglieder inklusive Stellvertretungen für die Betriebskommission der Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Landkreises gewählt. Abschließend wird über die Mitglieder sowie Stellvertretungen der Schulkommission votiert. Danach folgt die Bildung des Sport- sowie des Klimaschutzbeirats.

Als nächster Tagesordnungspunkt stehen dann die Beratung und Beschlussfassung einer Vorschlagsliste zur Wahl der ehrenamtlichen Richterinnen und Richter beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel auf der Agenda. Danach bringt die SPD-Fraktion eine Resolution zur bundesweiten Zentralisierung der KfZ-Zulassung ein. Zudem stellt die AfD-Fraktion eine Anfrage zum Thema „Sichere Hafen Landkreis Hersfeld-Rotenburg“.

Zum Abschluss der zweiten Sitzung des 13. Kreistags folgt die Amtseinführung von Harald Preßmann (FW) als ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter und Landrat Torsten Warnecke teilt die Mitteilungen des Kreisausschusses mit. Weitere Informationen sowie die komplette Tagesordnung gibt es unter: www.hef-rof.de/gremienportal.