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Kirchheimer Nachrichten
Ausgabe 27/2024
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Projekt Blumenwiese

Blumenreiche Wiese und eintöniger Abhang Autobahn

Massenweise Rapunzel-Glockenblumen

Dort wo Finkenweg, Schulstraße und Sonnenblick zusammenstoßen, ist auf einer gemeindeeigenen Fläche nach und nach anstelle eines eintönigen Rasens eine artenreiche Blumenwiese entstanden. Die Patenschaft für diese halbkreisförmige Fläche habe ich (Ernst-Heinrich Meidt) habe ich im Jahr 2011 übernommen und heute kann ich sagen: es hat sich gelohnt.

In den Jahren 2011 - 2024 habe ich nach und nach einheimische Blumen und Stauden auf dieser Fläche gepflanzt, entweder als ganze Pflanzen oder in Form von Samen, Zwiebeln oder Knollen; beispielsweise Schneeglöckchen, Lärchensporn, Buschwindröschen, Wilde Krokusse, Maiglöckchen, Schlüsselblumen, Margeriten, verschiedene Arten von Glockenblumen, mehrere Akeleiarten, Skabiosen, Ackerwitwenblumen, Malven, Frauenmantel, Pimpernelle usw., in diesem Jahr sogar Klatschmohn und Kornähren am unteren und oberen Rand der Weise.

Anders als ein eintöniger Rasen ist diese artenreiche Blumenwiese mittlerweile ein Lebensraum für zahlreiche Insekten, z. B. Käfer, Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Da es sich überwiegend um mehrjährige Blütenpflanzen handelt, die sich durch ihren Samen vermehren sollen, wird die Wiese nur ein- bis zwei Mal pro Jahr von mir gemäht, und zwar mit der Sense. Die erste Mahd im Jahr habe ich meistens im Juli oder August vorgenommen. Die Gemeindearbeiter mähen nach Absprache mit mir nur den Graben, der die Wiese umgibt und holen den Grasschnitt ab. Der Graben soll bei starken Niederschlägen ja das Regenwasser ableiten. Im Herbst erfolgt dann noch die Grummetmahd. Ich bin inzwischen 80 Jahre alt geworden und beteilige deshalb mehr und mehr die Gemeindearbeiter am Grasschnitt.

Ein Besuch dieser Wiese lohnt sich

Was im Augenblick auf der Wiese im Anschluss an die Hecke massenweise blüht, ist die Rapunzel-Glockenblume, eine Augenweide, vor allem in der Sonne! Sie hat sich durch die starken Regenfälle in diesem Jahr prächtig entwickelt. Im Augenblick blühen auch hohe Stauden, die in unserer Gegend schon selten geworden sind. Es handelt sich bei den weißen Blüten um den Gemeinen Feinstrahl. Sie sehen wie Gänseblümchen aus, allerdings ist der Stängel darunter ca. 1 m lang. Die Staude ist auch unter den Bezeichnungen Kanadischer Katzenschweif oder Berufskraut bekannt. Die vielen hohen Stauden mit gelben Blüten sind Jakobs Kreuzkraut, eine giftige Pflanze. Der Name bezieht sich auf den Tag Jakobi, den 25. Juli, obwohl die Blütezeit schon Anfang bis Mitte Juni beginnt und bis in den Hochsommer anhält. Weidetiere meiden diese Pflanze wegen ihres bitteren Geschmacks. Wenn diese Pflanze aber ins Heu gelangt, können die Tiere, die sie fressen, daran sterben.

Für Nachfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an mich: Ernst-Heinrich Meidt, Sonnenblick 34, Kirchheim, Tel. 06625-3339.