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Kirchheimer Nachrichten
Ausgabe 27/2026
Vereine und Verbände
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Aktuelles aus der Landwirtschaft...

Zwischenfruchtanbau

Die Vorteile eines Zwischenfruchtanbaus sind allgemein bekannt. Vor allem als Nährstoffspeicher, aber auch für die zahlreichen positiven Effekte auf den Boden sind Zwischenfrüchte bekannt. Zwischenfrüchte ernähren das Bodenleben und so werden Struktur und Nährstoffaufschluss gefördert und letztlich auch die Resilienz des Bodens erhöht. Zwischenfrüchte dienen dem Schutz vor Nährstoffauswaschung sowie dem Bodenleben als Nahrung. Ein aktiveres Bodenleben fördert sowohl die Nährstoffum- und -freisetzung als auch die Bodenstruktur. Dies bewirkt auch positive Ertragseffekte, was wiederum zu einem höheren Nährstoffentzug führt, sodass ein potenzieller Nitrateintrag ins Grundwasser verringert wird. Bodenleben füttern ist somit auch aktiver Grundwasserschutz.

Philipp Pfister, AGLW, 06623 933730

Hinweise zur Problematik mit Ungräsern

Auch in diesem Jahr ragen z. Zt., trotz gezielter Bekämpfung, Ackerfuchsschwanz, Windhalm oder Trespen in zuweilen großer Anzahl aus Getreide oder Blattfrüchten heraus. Dies kann mit Minderwirkungen von Gräsermitteln zusammenhängen; werden diese anhand einer Analyse nachgewiesen, muss die Herbizidstrategie der gesamten Fruchtfolge überdacht werden. Reagiert man nicht, werden sich diese Arten selektieren und schnell verbreiten. Um sie erfolgreich bekämpfen zu können, ist eine genaue Kenntnis über die Ursache der geringeren Wirkungsgrade wichtig. Können Anwendungsfehler ausgeschlossen werden, wenden Sie sich in Verdachtsfällen (auch bei Unkräutern (Vogelmiere, Kamille etc.)) an den zuständigen Berater des LLH, damit ggf. ein Test durchgeführt wird. Anhand einer Analyse kann ggf. eine passende Behandlungsstrategie erarbeitet werden.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736