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Kirchheimer Nachrichten
Ausgabe 27/2026
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg informiert:

Harald Preßmann (links) wurde in sein Amt als ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter eingeführt.

Herbert Höttl (2.v.l.) und Renate Kohrock (2.v.r.) erhielten bei der Kreistagssitzung am Montag die Kreisverdienstmedaille von Kreistagsvorsitzender Petra Wiesenberg (links) und Landrat Torsten Warnecke (rechts). Fotos: Landkreis Hersfeld-Rotenburg

René Bieber (Leiter Kommunales Jobcenter), Lena Moritz (Projektleitung MyTurn), Markus Brehm (stellvertretender Leiter Kommunales Jobcenter), Lonie Manns (Leiterin Fachdienst Arbeitsmarkt und Integration) und Erster Kreisbeigeordneter (von links). Foto: Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Zeugnisfeier

Große Freude im Rahmen der Verleihung im Wiesbadener Schloss Biebrich: Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg wurde als "Familienfreundlicher Arbeitgeber" prämiert. Das Gütesiegel wurde vom Hessischen Innenminister Roman Poseck (rechts) übergeben. Die Auszeichnung nahmen Landrat Torsten Warnecke (links), Dagmar Conrad, Personalchefin Martina Tietz und der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Corinna Zehender entgegen. Foto: Paul Müller

Kreistag stellt wichtige Gremien für die neue Wahlzeit auf

Harald Preßmann als ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter eingeführt – Kreisverdienstmedaillen für Renate Kohrock und Herbert Höttl

Hersfeld-Rotenburg, 24. Juni 2026 – Eine Sitzung mit vielen personellen Entscheidungen, zwei besonderen Ehrungen und einer Amtseinführung: Der Kreistag des Landkreises Hersfeld-Rotenburg hat am Montag zahlreiche Gremien neu besetzt, langjährige Abgeordnete ausgezeichnet und über die geplante bundesweite Zentralisierung der Kfz-Zulassung beraten.

Kreisverdienstmedaillen für langjähriges Engagement

Zu Beginn der Sitzung standen zwei Kreistagsmitglieder im Mittelpunkt, die den Kreistag über viele Jahre geprägt haben: Renate Kohrock und Herbert Höttl erhielten für ihre jeweils 20-jährige Tätigkeit im Kreistag die Kreisverdienstmedaille. Landrat Torsten Warnecke würdigte ihr langjähriges kommunalpolitisches Engagement und überreichte Urkunden und Medaillen. „Herzlichen Glückwunsch zu dieser besonderen Auszeichnung. Für ihren langjährigen Einsatz im Kreistag danke ich Renate Kohrock und Herbert Höttl sehr herzlich und wünsche beiden weiterhin viel Erfolg“, sagte Warnecke.

Amtseinführung eines Kreisbeigeordneten

Im Anschluss wurde Harald Preßmann in sein Amt als ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter eingeführt. Preßmann nahm die Wahl an, erhielt aus den Händen von Landrat Torsten Warnecke seine Ernennungsurkunde und leistete anschließend vor Kreistagsvorsitzender Petra Wiesenberg den Diensteid.

Wahlen für wichtige Gremien

Daneben besetzte der Kreistag zahlreiche Gremien und Beiräte neu. Gewählt wurden unter anderem Mitglieder für den Verwaltungsrat der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, den Aufsichtsrat der Kreisaltenpflege, die Betriebskommission der Jugend- und Freizeiteinrichtungen, die Schulkommission sowie den Sport- und Klimaschutzbeirat.

In den Verwaltungsrat der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg wurden Manfred Fehr, Frank Sandrock, Timo Lübeck, Marcus Weber, Harald Preßmann und Marco Diegel gewählt.

Für den Aufsichtsrat der Kreisaltenpflege Hersfeld-Rotenburg GmbH wurden Bernd Stahl, Petra Wiesenberg, Dana Kerst, Andreas Börner, Janine Fuest-Nagel und Hans Georg Vierheller gewählt.

In die Betriebskommission des Eigenbetriebs Jugend- und Freizeiteinrichtungen wählte der Kreistag Bernd Stahl, Simone Rost, Jonas Seitz, Detlef Dombrowski und Christa von Baumbach. Als Vertreterinnen und Vertreter des Personalrats wurden Olaf Podszuweit und Kerstin Peter gewählt. Michael Dorfschäfer und Anita Hofmann gehören dem Gremium künftig als sachkundige Einwohner an.

Auch die Schulkommission, der Sportbeirat und der Klimaschutzbeirat wurden für die neue Wahlzeit aufgestellt. In die Schulkommission wurden Karsten Vollmar, Jan-Ulrich Saal und Jasmin Nuhn gewählt.

Dem Sportbeirat gehören künftig Noa Emilia Göbel, Horst Groß, Gerhard Schenk und Michael Barth an. Als sachkundige Einwohner wurden Daniel Iliev, Heide Aust, Andreas Ruck, Rainer Schmidt, Christian Söllner und Simon Schwarz gewählt.

Für den Klimaschutzbeirat wählte der Kreistag Amy Petzel und Walter Glänzer. Darüber hinaus beschloss das Parlament, die bis zu 35 sachkundigen Mitglieder aus verschiedenen Institutionen im Benennungsverfahren zu bestimmen.

Der Kreistag stellte außerdem die Vorschlagsliste für die Wahl ehrenamtlicher Richterinnen und Richter beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel auf. Auf die Liste wurden Andreas Börner, Nora Mannel, Harald Preßmann und Martina Selzer aufgenommen.

Kreistag beschließt Resolution zur Kfz-Zulassung

Der Kreistag befasste sich zudem mit einer Resolution der SPD-Kreistagsfraktion zur geplanten bundesweiten und einheitlichen Software für das Zulassungswesen. Die Resolution fordert die Bundesregierung auf, eine entsprechende Lösung nur in Absprache und mit Zustimmung der kommunalen Spitzenverbände einzuführen.

Der Beschluss bezieht sich insbesondere auf die bisherigen Überlegungen, einfache direkte digitale Zulassungsvorgänge künftig abwicklungs- und gebührentechnisch allein beim Bund anzusiedeln. Zugleich verweist die Resolution darauf, dass kompliziertere und analoge Vorgänge weiterhin auf kommunaler Ebene bearbeitet werden müssten. Auch die zentrale Zustellung von Kennzeichen und weiteren Dokumenten über den Postweg sowie mögliche weiterlaufende Softwarekosten für die Kommunen werden darin thematisiert.

Der Kreistag beschloss die Resolution mit 40-Ja Stimmen und 15 Gegenstimmen der CDU-Fraktion. Damit richtet das Parlament seine Forderung an die Bundesregierung, die Landesregierung sowie die regionalen Bundestags- und Landtagsabgeordneten.

Anfrage zum „Sicheren Hafen“

Eine Anfrage der AfD-Kreistagsfraktion bezog sich auf den Kreistagsbeschluss aus dem Jahr 2020, mit dem der Landkreis der Kampagne „Sicherer Hafen“ des zivilgesellschaftlichen Bündnisses Seebrücke beigetreten war. Erster Kreisbeigeordneter Dirk Noll erläuterte, dass sich daraus für den Landkreis weder rechtliche noch finanzielle Verpflichtungen ergeben hätten.

Zusätzliche freiwillige Aufnahmen von Geflüchteten über die Zuweisungen nach dem Hessischen Landesaufnahmegesetz hinaus habe es seit 2020 nicht gegeben.

Nächste Kreistagssitzung am 7. September

Nach knapp dreieinhalbstündiger Sitzung schloss Kreistagsvorsitzende Petra Wiesenberg die Sitzung und lud zur nächsten Sitzung nach der Sommerpause am Montag, 7. September 2026, ein.

 

 

 

Frauen stärken bedeutet Erwerbsarbeit stärken: Landkreis fördert Wege in Arbeit

Mit gezielter Beratung, individueller Unterstützung und angepassten Projekten setzt sich der Landkreis Hersfeld-Rotenburg für mehr Chancengleichheit und die nachhaltige Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt ein

Hersfeld-Rotenburg, 25. Juni 2026 - Der Arbeitsmarkt braucht Frauen und viele wollen arbeiten, sich beruflich weiterentwickeln und wirtschaftlich unabhängig sein. Doch gerade Frauen stehen beim Wiedereinstieg oder bei der Integration in Beschäftigung oft vor besonderen Herausforderungen: Fehlende Kinderbetreuung, familiäre Verpflichtungen oder fehlende berufliche Perspektiven erschweren den Zugang zum Arbeitsmarkt. Das Kommunale Jobcenter des Landkreises Hersfeld-Rotenburg setzt deshalb gezielt auf individuelle Unterstützung, passgenaue Beratungsangebote und starke Netzwerke, um Frauen auf ihrem Weg in Beschäftigung zu begleiten.

„Frauen bringen wertvolle Kompetenzen und großes Potenzial mit. Unser Ziel ist es, ihnen die Unterstützung zu geben, die sie benötigen, um beruflich Fuß zu fassen und langfristig unabhängig zu werden“, betont Ulrike Hirschbrich, Beauftragte für Chancengleichheit des Kommunalen Jobcenters.

Im Mittelpunkt stehen dabei niedrigschwellige und praxisnahe Angebote, wie spezielle Frauenberatungstage, individuelle Coachings, enge Zusammenarbeit mit regionalen Netzwerkpartnern sowie eine intensive Betreuung durch spezialisierte Vermittlungsfachkräfte. Besonders wichtig ist dabei der ganzheitliche Ansatz des Kommunalen Jobcenters, bei dem Leistung, Beratung und Vermittlung eng verzahnt zusammenarbeiten.

Projekt LIMEA legt Schwerpunkt auf langfristige Integration von Migrantinnen

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Projekt LIMEA-MY TURN (langfristige Integration von Migrantinnen durch Empowerment und Aktivierung), das vom Fachdienst Migration/Asyl betreut wird. Das Projekt richtet sich insbesondere an Frauen mit Migrationshintergrund, die einen erhöhten Unterstützungsbedarf haben. Durch individuelle Begleitung, persönliche Coachings und gezielte Aktivierungsangebote werden die Teilnehmerinnen Schritt für Schritt an den Arbeitsmarkt herangeführt.

„Mit LIMEA schaffen wir Räume für Orientierung, Selbstvertrauen und neue Perspektiven. Viele Frauen verfügen über Fähigkeiten und Erfahrungen, die bislang kaum sichtbar waren. Genau hier setzen wir an“, erklärt Erster Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent Dirk Noll.

Neben der beruflichen Integration spielt auch die gesellschaftliche Teilhabe eine wichtige Rolle. Sprachförderung, Unterstützung bei Alltagsfragen und die Vermittlung in weiterführende Hilfsangebote sind deshalb feste Bestandteile der Arbeit.

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

Auch René Bieber, Leiter des Kommunalen Jobcenters, unterstreicht die Bedeutung der Angebote: „Die Integration von Frauen in Arbeit ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung, sondern auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und Chancengleichheit. Wir investieren bewusst in Strukturen, die Frauen stärken und ihnen neue Perspektiven eröffnen.“

Darüber hinaus engagiert sich das Kommunale Jobcenter gemeinsam mit der Agentur für Arbeit sowie dem Frauen- und Gleichstellungsbüro des Landkreises in verschiedenen regionalen Netzwerken und Aktionen etwa im Rahmen der „Woche der Chancengleichheit“ oder des Netzwerks Alleinerziehende.

 

 

22 junge Menschen schließen ihr Studium, ihre Weiterbildung oder ihre Ausbildung in der Kreisverwaltung ab

Feierlicher Anlass nach harter Arbeit – Landrat und Erster Kreisbeigeordneter gratulieren zu den Abschlüssen

Hersfeld-Rotenburg, 26. Juni 2026 – In einer internen Feierstunde im Kreistagssitzungssaal des Landratsamts ehrten Landrat Torsten Warnecke sowie der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll 22 Absolventinnen und Absolventen von Ausbildung, Studium und Fort- und Weiterbildungen.

„Mit Attributen, wie Fleiß, Zielstrebigkeit und Disziplin konnten Sie Ihre Ziele erreichen. Mit den Zeugnissen haben Sie einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft gemacht. Egal, ob Ausbildung, Duales Studium oder Weiterbildung – jede Leistung verdient den allerhöchsten Respekt. Zukünftig werden Sie mit Ihrer gewonnenen Expertise wichtige Impulse für den Landkreis geben und aktiv die Zukunft mitgestalten“, erklärten Warnecke und Noll am Rande der Feierstunde.

Ausbildungsleiterin Tanja Licht, Olaf Podszuweit vom Personalrat, Andrea Heinzerling von der Schwerbehindertenvertretung, Melissa Paul von der Jugend- und Auszubildendenvertretung und Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Corinna Zehender schlossen sich den Worten und Glückwünschen an.

Ihre Abschlüsse geschafft haben in diesem Jahr zwölf Verwaltungsfachangestellte, ein Fachinformatiker und vier Verwaltungsfachwirte. Im Laufe des Sommers haben dann auch zwei Studierende im Studiengang Soziale Arbeit und drei Studierende im Studiengang Public Administration ihren finalen Abschluss voraussichtlich erreicht.

Verwaltungsfachangestellte

Ariane Annecke, Sophie Brill, Julian Fälber, Fabienne Griesel, Samuel Grobek, Iryna Ibryam, Kamaldeep Kaur, Michelle Manns, Leonie Pladdies, Charlize Schmitz, Nadine Salzmann und Alicia Schweitzer

Fachinformatiker

Milan George

Bachelor of Arts Soziale Arbeit

Carolin Jacob und Fillip Fuchs

Bachelor Public Administration

Aliza Berge, Vincent Meister und Nils-Anand Reinhard

Verwaltungsfachwirte

Selina Apel, Jasmin Dittmar, Paul Lennox Hetzer und Luisa Meinecke

 

Wasserentnahme ist ab Dienstag verboten

Das Verbot wurde aufgrund anhaltender Trockenheit und sehr niedriger Wasserstände aufgestellt

Hersfeld-Rotenburg, 29. Juni 2026 - Ab Dienstag ist die Wasserentnahme aus allen Flüssen, Bächen und Seen des Landkreises Hersfeld-Rotenburg wegen der anhaltenden Trockenheit und fehlender Niederschläge verboten, beziehungsweise nur noch stark eingegrenzt möglich. Das hat der Landkreis als zuständige Untere Wasserbehörde (UWB) per Allgemeinverfügung angeordnet.

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der seit Wochen und Monaten fehlenden Niederschlägen haben sich in den Seen, Flüssen und Bächen sehr niedrige Wasserstände eingestellt. Eine Änderung ist derzeit nicht absehbar. Es besteht die Gefahr, dass der Naturhaushalt nachhaltig gestört werde. Landrat Torsten Warnecke appelliert daher an das persönliche Verantwortungsbewusstsein der Bevölkerung: „Bitte gehen Sie sorgsam mit der Ressource Wasser um und verschärfen Sie die Situation nicht noch, indem Sie den Gewässern illegal Wasser entnehmen, um ihren Garten zu bewässern.“

„Die Sommerperiode fängt gerade erst an. Daher ist es wichtig, frühzeitig den kritischen Zuständen für die Tier- und Pflanzenwelt in den Gewässern entgegenzuwirken. Durch ein Wasserentnahmeverbot kann die Gefahr vermindert werden, die insbesondere in den kleinen Gewässern unseres Landkreises besteht auszutrocknen oder überdurchschnittlich zu erwärmen. Durch die Erfahrungen der letzten trockenen Jahre seit 2018 hat sich gezeigt, dass ein verfügtes Wasserentnahmeverbot dem frühzeitig entgegenwirken kann“, führt Warnecke weiter aus.

Das Verbot gilt nicht für all jene, die eine „wasserrechtliche Erlaubnis zur Wasserentnahme“ erteilt bekommen haben und für alle, die ihre Tiere mit Wasser versorgen. „Sollten sich die Pegelstände in den Gewässern weiter verschlechtern, schließen wir jedoch nicht aus, möglicherweise auch diese Erlaubnisse einzuschränken“, erklärt Gerd Myketin, Leiter der Unteren Wasserbehörde.

Bei Verstoß drohen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro

Der Landkreis weist darauf hin, dass für den der gegen das Wasserentnahmeverbot verstößt, richtig teuer werden kann. Die Ordnungswidrigkeit kann im Einzelfall mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 Euro geahndet werden.

Die Allgemeinverfügung dazu steht im Wortlaut auf der Internetseite des Landkreises Hersfeld-Rotenburg unter www.hef-rof.de/öffentliche-bekanntmachungen.

Landkreis Hersfeld-Rotenburg als „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ ausgezeichnet

Feierliche Verleihung im Schloss Biebrich in Wiesbaden – Zertifizierung gilt zunächst für die kommenden zwei Jahre

Hersfeld-Rotenburg, 29. Juni 2026 – „Diese Auszeichnung zeigt, dass die Kreisverwaltung bereits viele gute Dinge in der Vergangenheit angeschoben hat. Zukünftig wollen wir im Bereich Familienfreundlichkeit aber noch mehr tun“, kommentiert Landrat Torsten Warnecke die Auszeichnung mit dem Gütesiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ in Wiesbaden. Die feierliche Verleihung fand im Wiesbadener Schloss Biebrich statt und gilt für die kommenden zwei Jahre.

Begonnen hat alles im August 2025: der Landkreis bewarb sich für die Zertifizierung als „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ beim Hessischen Innenministerium. In der Folge fand dann Ende des vergangenen Jahres zur Vorbereitung auf die Zertifizierung ein Workshop mit Mitarbeitenden der Kreisverwaltung und des Innenministeriums statt. Zudem gibt es seit dem Jahresbeginn eine Arbeitsgruppe, die aus einem Querschnitt von Mitarbeitenden aus der Verwaltung besteht, die ebenfalls wichtige Impulse liefert.

Im Februar wurde die Zielvereinbarung, die Landrat Warnecke gemeinsam mit der Arbeitsgruppe getroffen hat, an das Ministerium übersandt. Inhaltlich umfasst die Zielvereinbarung vier Themenbereiche: Führung/Kultur, Arbeitszeit/Arbeitsort, Information und Angebote für Mitarbeitende. Nun folgte der letzte Schritt und das Gütesiegel wurde in Wiesbaden verliehen.

Mit der Auszeichnung beginnt dabei ein zweijähriger Zeitraum, in dem die angedachten Maßnahmen umgesetzt werden sollen: „Wir werden die Ziele aus der Vereinbarung kontinuierlich umsetzen. Dadurch entstehen diverse Vorteile für unsere Mitarbeitenden“, ergänzt Martina Tietz, Personalleiterin in der Kreisverwaltung. Über die konkreten Fortschritte in diesem Bereich werde dann stets aktuell berichtet, sodass alle Beteiligten optimal mit eingebunden seien, so Tietz.

Konkret bedeutet dies, dass die Kreisverwaltung das hybride Arbeiten weiter optimieren, themen- und personenbezogene Netzwerke gründen wird sowie Angebote zum Thema „Pflege im häuslichen Bereich“ schaffen wird. Auch sollen Entlastungsmöglichkeiten für Mitarbeitende mit Kindern vorgestellt werden. Dabei sollen die Mitarbeitenden auch durch Umfragen direkt und unmittelbar eingebunden werden.

„Die Prämierung mit dem Gütesiegel ist für uns nicht nur eine Verpflichtung“, betont Landrat Warnecke: „Vielmehr wollen wir als Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt attraktiv bleiben und das schließt Familienfreundlichkeit mit ein.“