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Kirchheimer Nachrichten
Ausgabe 28/2026
Vereine und Verbände
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Aktuelles aus der Landwirtschaft...

Ausfallrapsbekämpfung

Nach der Rapsernte verbleiben ca. 5000 ausgefallene Rapskörner pro m2. Diese sollten ruhen gelassen werden. Eine tiefere Stoppelbearbeitung vergräbt die Samen, welche so in eine sekundäre Keimruhe fallen - Stichwort Feldhygiene. Effektiver ist es, die Rapsstoppeln mit dem Mulcher zu zerkleinern. Dies fördert das Aufplatzen nicht ausgedroschener Schoten, führt zu einer flachen Kornbedeckung mit Feinerde/Spreu und zu einer Rückverfestigung, sodass die Ausfallkörner stärker und gleichmäßiger auflaufen. Selbiges funktioniert auch mit einer Cambridge Walze - ist vom Spritverbrauch günstiger, zerkleinert jedoch nicht die Stoppelreste und Unkraut/-grasstellen. Die Bekämpfung der 1. Welle sollte möglichst flach erfolgen, da jeder Bodeneingriff die Mineralisation fördert und die Nitratauswaschung erhöht.

Philipp Pfister, AGLW, 06623 933730

Beim Anbau von Zwischenfrüchten die Fruchtfolge beachten!

Für einen gelungenen Zwischenfruchtanbau müssen die angebauten Arten zur Fruchtfolge des Betriebes passen. Schon bei der Auswahl von Arten oder Mischungen darauf achten, dass Krankheiten und Schädlinge (z. B. Kohlhernie oder Sklerotinia bei Raps), die die Hauptfrüchte schädigen können, nicht durch Zwischenfrüchte gefördert werden; zudem dürfen diese nicht selbst zum Unkrautproblem in der Hauptfrucht werden. In Rübenfruchtfolgen z. B. sind Buchweizen und Phacelia schwer zu bekämpfen! Ein an die Fruchtfolge gut angepasster Zwischenfruchtanbau fördert Gesundheit, Ertrag und Qualität der Hauptfrucht. Auch auf ein sicheres Abfrieren der Arten zu achten!

(Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736)
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