Die Effekte einer Kalkung sind bekannt: KAK, Struktur, pH. Je nach Bodenart und pH-Wert werden meist 1–3 t Kalk je Hektar ausgebracht. Bei hohen Magnesiumgehalten im Boden ist ein kohlensaurer Calciumkalk (ohne oder mit sehr geringem Magnesiumanteil) einem Dolomitkalk vorzuziehen. Überschüssiges Magnesium kann die Bodenstruktur verschlechtern, da Tonpartikel leichter verschlämmen und der Boden dichter wird. Calcium fördert dagegen die Krümelbildung, verbessert die Wasser- und Luftführung sowie die Befahrbarkeit. Eine bedarfsgerechte Stoppelkalkung stabilisiert den Boden, erhöht die biologische Aktivität und unterstützt langfristig die Ertragsfähigkeit.
Bei hohen Temperaturen geerntetes Getreide zeitnah belüften! Die Umgebungstemperatur ist zwar momentan recht kühl, dennoch ist es nicht immer einfach, den richtigen Zeitpunkt zum Belüften bei hoher Luftfeuchtigkeit zu finden. Um Erntegut zu kühlen, kalte Nächte nutzen. Für die dauerhafte Lagerung (über Winter) sind Temperaturen < 10 °C im Lager notwendig. Beim Belüften folgende Faustregeln beachten: - vor der Einlagerung Getreide reinigen; - nach Einlagerung sofort belüften; - ist Belüftungsluft mindestens 5 °C kälter als das Getreide, kann immer belüftet werden (unabhängig von der relativen Feuchte der Außenluft), sofern Getreide > 15,5 % Feuchte hat; - aus Sicherheitsgründen sollte die Luft 7 °C kälter sein als das Getreide, sofern Getreide < 14 % Feuchte hat; wichtig: abgekühltes Getreide auf keinen Fall wieder erwärmen!