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Kirchheimer Nachrichten
Ausgabe 29/2026
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg informiert:

Bei der Bescheidübergabe: Jörg Klingelhöfer (Gebietsmanager für das Grüne Band beim Landschaftspflegeverband), Susanne Torreiter (Dorf- und Regionalentwicklung Landkreis), Harald Preßmann (Vorsitzender des Landschaftspflegeverbands), Mercedes Thiel, Katja Gonzalez Contreras (beide stellvertretende Vorsitzende des LEADER-Beirats), Sigrid Wetterau (Regionalmanagerin), Landtagsabgeordnete Tanja Hartdegen und Landrat Torsten Warnecke (von links).

Der neue Kreisausschuss für die kommenden fünf Jahre: Neben Landrat Torsten Warnecke (rechts) und dem Ersten Kreisbeigeordneten Dirk Noll (links) sind folgende Personen Mitglied im Kreisausschuss. In der oberen Reihe von links: Harald Preßmann, Thomas Baumann, Jörg Brand, Friedhelm Diegel, Dr. Martin Schörner, Werner David und Stefan Wild. In der unteren Reihe von links: Barbara Eckhardt, Hans-Albert Pfaff, Jürgen Schäfer, Herbert Heisterkamp, Wolfgang Köhler und Peter Fricke.

Beim Rundgang durch die Wäscherei Konopka informierten sich der Erste Kreisbeigeordneter Dirk Noll und der Arbeitgeberservice des Kommunalen Jobcenters über Arbeitsabläufe und Anforderungen im Betrieb. Von links: Dirk Noll, Markus Konopka, Andreas Olexiuk, Ulrike Hirschbrich, Hildegard Hehr-Willhardt und Jens Konopka.

Große Freude bei den Kindern der Grundschule Weiterode: Kurz vor dem Ferienstart wurde das neue Klettergerüst, unter anderem mit Landrat Torsten Warnecke (Dritter von rechts), eingeweiht.

Vor der offiziellen Eröffnung führten die rund 120 Schülerinnen und Schüler einen einstudierten Tanz vor den Augen des Landrats auf.

Die symbolische Eröffnung nahmen, von links: Lukas Schaub (Fachdienst Schulen und Gebäude), Schulleiterin Anja Hildebrandt, Landrat Torsten Warnecke und Fachdienstleiterin Anja Csenar, vor. Fotos: Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Regionalbudget fördert 17 regionale Kleinprojekte im gesamten Landkreis

Große Freude bei vielen Vereinen und Institutionen über die Unterstützung - 80.000 Euro Zuschuss für die Region

Hersfeld-Rotenburg, 7. Juli 2026 - Kreativität und gute Ideen für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg sind gefragt bei der alljährlichen Ausschreibung des Regionalbudget-Förderprogramms. Auch im Jahr 2026 haben das Land Hessen und der Bund erneut Fördermittel aus dem GAK-Programm (Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“) bereitgestellt. Nun ist der ersehnte Förderbescheid angekommen und 17 regionale Kleinprojekte erhalten eine Förderung von 80 Prozent ihrer Projektkosten für die Umsetzung ihrer Ideen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Insgesamt werden die 17 Regionalbudget-Projekte 2026 mit einer Summe von gut 92.000 Euro gefördert, 80.000 Euro kommen dabei aus dem GAK-Förderprogramm. Die weiteren 12.000 Euro der Gesamtförderung trägt die LEADER-Region Hersfeld-Rotenburg.

„Besonders das ehrenamtliche Engagement im gesamten Landkreis beeindruckt immer wieder. Viele Menschen sind kreativ und wollen die Gemeinschaft fördern. Es ist wichtig, dass es besonders in diesem Bereich eine finanzielle Unterstützung gibt. Die Projekte kommen der Allgemeinheit zu Gute und fördern in einem hohen Maße das Zusammenleben in unserem Landkreis“, führte Landrat Torsten Warnecke bei der Bescheidübergabe aus.

Die Besonderheiten stellten die beiden stellvertretenden Vorsitzenden des LEADER-Beirats, Mercedes Thiel und Cornbergs Bürgermeisterin Katja Gonzalez Contreras: „Unsere Philosophie ist, dass wir viele kleine Projekte fördern. Dadurch hat man eine besondere Vielfalt. Außerdem kann man besonders herausstellen, dass es unter den Kommunen kein Kirchturmdenken gibt. Die Hauptsache ist, dass unsere Region profitiert.“

Regionalmanagerin Sigrid Wetterau ist froh, dass in Zeiten allgemeiner Einsparungen eine Summe von 80.000 Euro für die LEADER-Regionen zur Verfügung gestellt wurde: „Gerne hätte der LEADER-Beirat auch weitere ausgewählte Vorhaben fördern wollen. So mussten in diesem Jahr einige Absagen erteilt werden.“

Im besonderen Fokus stehen in diesem Jahr zwei Projekte zum Grünen Band. An der ehemaligen innerdeutschen Grenze Kleinensee/Großensee wird der Friedensplatz mit einer überdachten Sitzgruppe versehen. Das Projekt wird vom Heimat- und Verkehrsverein Kleinensee durchgeführt.

Ein ganz besonderes Projekt wurde vom Landschaftspflegeverband Hersfeld-Rotenburg initiiert. Unter dem Motto „Ferienspiele grenzenlos“ gibt es ein dreitägiges Angebot entlang des Grünen Bandes. Neben geschichtlichen Exkursionen wie zum Grenzmuseum Schifflersgrund oder dem Mahnmal Bodesruh gibt es auch Erlebnisse in der Natur wie dem Naturschutzgebiet Rhäden in Wildeck oder sportliche Aktivitäten wie im Kletterwald Eschwege.

„Ziel unserer Ferienspiele ist auch die Sensibilisierung der Teilnehmer mit den historischen Besonderheiten unserer Region. Vor allem wird es jedoch darum gehen, das soziale Miteinander zu fördern und das Entstehen von Freundschaften zu ermöglichen. Wir freuen uns daher sehr über die Förderung und bedanken uns herzlich bei unseren Unterstützern“, sagt Harald Preßmann, Vorsitzender des Landschaftspflegeverbands. Das Angebot richtet sich an Kinder ab zehn Jahren, die Anmeldung erfolgt direkt über den Landschaftspflegeverband.

Hintergrund

Das Regionalbudget ist ein Förderprogramm des Bundes und des Landes Hessen zur schnellen und unbürokratischen Unterstützung von Kleinprojekten im ländlichen Raum. Es wird jährlich im Frühjahr ausgeschrieben. Das Programm ermöglicht Vereinen, Kommunen und Privatpersonen einen Zuschuss von bis zu 80 Prozent zu erhalten für kleinere lokale Vorhaben, die das Leben auf dem Land attraktiver machen, den Zusammenhalt stärken und Bildungsvorhaben unterstützen. Die restlichen 20 Prozent müssen von den Vereinen, Kommunen oder den Organisationen selbst getragen werden. Schwerpunkte sind Vorhaben der Daseinsvorsorge, der außerschulischen Bildung, für den Tourismus sowie der Bioökonomie. Weitere Informationen unter www.regionalforum-hef-rof.de

Die 17 Projekte in der Übersicht:

 

 

Neuer Kreisausschuss trifft wichtige Entscheidungen für den Landkreis

Gremium besteht aus 13 ehrenamtlichen Beigeordneten sowie dem Ersten Kreisbeigeordneten und dem Landrat

Hersfeld-Rotenburg, 8. Juli 2026 - Nach der Kommunalwahl im März gibt es einen neuen Kreisausschuss. Das Gremium, das aus 15 Personen besteht, berät Entscheidungen aus der laufenden Verwaltung. Dazu gehören beispielsweise Personalthemen oder Infrastrukturprojekte an Schulen oder den Kreisstraßen. Neben 13 ehrenamtlichen Beigeordneten sind auch Landrat Torsten Warnecke sowie der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll, Mitglieder des Kreisausschusses.

In der konstituierenden Sitzung des Kreistags am 11. Mai wurden die 13 Mitglieder des Kollegialorgans von den Kreistagsabgeordneten gewählt. Für die kommenden fünf Jahre sind folgende Personen Mitglieder im Kreisausschuss: Thomas Baumann, Barbara Eckhardt, Herbert Heisterkamp, Hans-Albert Pfaff (alle SPD), Jörg Brand, Friedhelm Diegel, Jürgen Schäfer, Dr. Martin Schörner (alle CDU), Peter Fricke, Stefan Wild (beide AfD), Harald Preßmann (FWG), Wolfgang Köhler (GRÜNE) und Werner David (FDP). Der Kreisausschuss tagt alle 14 Tage nicht öffentlich, da die laufende Verwaltung im Mittelpunkt steht.

Hintergrund

Der Kreistag wählt die Kreisbeigeordneten für die Dauer ihrer fünfjährigen Amtszeit. Die Mitglieder des Kreisausschusses sind grundsätzlich gleichberechtigt, sie haben je eine Stimme und fassen ihre Beschlüsse mit Mehrheit. Der Landrat hat allerdings bei Stimmengleichheit das Recht des Stimmentscheides.

 

 

Arbeitsmarkt im Blick: Jobcenter informiert sich bei Wäscherei Konopka

Das Kommunale Jobcenter des Landkreises Hersfeld-Rotenburg setzt beim Austausch mit Arbeitgebern auf direkte Einblicke in die betriebliche Praxis. Gemeinsam mit Erstem Kreisbeigeordneten Dirk Noll besuchten Jobcenterleiter René Bieber sowie Mitarbeitende des Arbeitgeberservice die Wäscherei Konopka in Rotenburg

Hersfeld-Rotenburg, 9. Juli 2026 - Wie sehen Arbeitsabläufe in regionalen Betrieben konkret aus? Welche Anforderungen gibt es an Beschäftigte? Und wie kann das Kommunale Jobcenter Betriebe und Arbeitssuchende noch passgenauer zusammenbringen? Um diese Fragen ging es bei einem Betriebsbesuch in der Wäscherei Konopka in Rotenburg.

Senior- und Juniorchef Markus und Jens Konopka führten die Gäste durch den mittelständischen Meisterbetrieb und zeigten, welchen Weg die Wäsche vom Eingang über die computergestützte Erfassung und Bearbeitung bis zur Auslieferung nimmt. Solche betrieblichen Einblicke seien für das Kommunale Jobcenter wichtig, sagt Erster Kreisbeigeordneter Dirk Noll und macht deutlich: „Nur wer die Abläufe und Anforderungen in den Betrieben kennt, kann realistischer beraten und gezielter vermitteln. Gleichzeitig bleiben wir mit den Arbeitgebern im Landkreis so im direkten Austausch.“

Beim Rundgang wurde deutlich, dass sich auch klassische Dienstleistungsbetriebe wie das 1928 gegründete Familienunternehmen stark weiterentwickelt haben. Viele Prozesse seien inzwischen technisch unterstützt oder komplett automatisiert. „Wir arbeiten hier mit klaren Abläufen und unterschiedlichen Anforderungen an den einzelnen Arbeitsplätzen. Deshalb ist es wichtig, dass unsere Mitarbeitenden zuverlässig sind, auch körperlich mit anpacken können und sich im Team verständigen können“, sagt Seniorchef Markus Konopka. Daher seien deutsche Sprachkenntnisse auf B1-Niveau Voraussetzung für eine Anstellung, besser noch B2.

Das Unternehmen arbeitet unter anderem für Hotel- und Gastronomiebetriebe, Kliniken, Reha-Einrichtungen, Pflegeheime sowie private Kundinnen und Kunden. Rund 40 Mitarbeitende sind am Standort in Rotenburg beschäftigt. „Bei uns gibt es unterschiedliche Arbeitszeitmodelle - sowohl Vollzeit als auch Teilzeit ist möglich“, erklärt Juniorchef Jens Konopka. Auch die Ausbildung zum Textilreiniger ist grundsätzlich möglich.

Jobcenterleiter René Bieber betont, dass Betriebsbesuche ein wichtiger Bestandteil des Arbeitgeberservice seien. Sie helfen dabei, Tätigkeiten, Anforderungen und mögliche Einstiegsvoraussetzungen besser einschätzen zu können. Die Zusammenarbeit zwischen dem Kommunalen Jobcenter und der Wäscherei Konopka besteht seit 2009. In dieser Zeit konnten zehn Vermittlungen durch die Arbeitgeberbetreuung begleitet werden.

Der Besuch in Rotenburg ist Teil des regelmäßigen Arbeitgeberdialogs des Kommunalen Jobcenters. „Unser Ziel ist es, mit den Betrieben im Landkreis intensiver zusammenarbeiten und unsere Vermittlungsarbeit stärker an den tatsächlichen Anforderungen der regionalen Arbeitswelt auszurichten“, sagt Bieber. Nur so könne das Jobcenter die Menschen im Landkreis auf dem Weg in Arbeit gezielt unterstützen und Betriebe bei der Suche nach passenden Arbeitskräften begleiten.

 

 

Neues Klettergerüst in der Grundschule Weiterode eingeweiht

Freude bei den Kindern war enorm - Schülerinnen und Schüler haben sehr lange auf den Moment gewartet

Bebra-Weiterode, 10. Juli 2026 - Großer Moment kurz vor Ferienbeginn für die Schülerinnen und Schüler der Ulfetal-Schule Weiterode: Im Bebraer Stadtteil wurde ein neues Klettergerüst eingeweiht. Im Beisein von Landrat Torsten Warnecke konnte das moderne Spielgerät freigegeben werden. Hier können zukünftig die Kinder der Grundschule dem Kletter- und Balancierspaß in ihren Pausen nachgehen.

„Die Freude der Schülerinnen und Schüler ist förmlich spürbar. Es ist schön zu sehen, dass die Kinder es kaum erwarten können, endlich auf dem neuen Klettergerüst ihre Pausen verbringen zu können. Diese Einweihung beweist wieder einmal, dass dem Landkreis als Schulträger die Bildungseinrichtungen am Herzen liegen“, erklärte Landrat Torsten Warnecke während der feierlichen Eröffnung.

In der Kreisverwaltung wurde das Projekt vom Fachdienst Schulen und Gebäude geplant und umgesetzt. Fachdienstleiterin Anja Csenar freute sich ebenfalls auf die Fertigstellung der Baumaßnahme: „Nach einer langen Planungsphase ist es schön, dass nun endlich der Moment der Eröffnung gekommen ist. Gemeinsam wurde hervorragende Arbeit geleistet - die Freude bei den Kindern ist sehr groß und wir hoffen, dass der Kletter- und Seilgarten die Schülerinnen und Schüler in Weiterode noch lange begeistert.“

„Wir sind enorm glücklich, dass der lange Weg der Planung und Ausführung mit der heutigen Eröffnung endet. Die Kinder haben auf diesen Moment gewartet. Durch das Engagement des Landkreises sowie weiteren vielen engagierten Menschen der Schulgemeinschaft konnte das Projekt realisiert werden. Das zeigt einmal mehr, was man zusammen alles schaffen kann“, fasste Schulleiterin Anja Hildebrandt zusammen.

Bei hochsommerlichen Temperaturen boten die rund 120 Schülerinnen und Schüler zur feierlichen Eröffnung eine abwechslungsreiche Tanzeinlage. Neben den Lehrkräften und Kindern waren auch Eltern gekommen, um der offiziellen Freigabe beizuwohnen.

Eckdaten zum Projekt

Insgesamt investierte der Landkreis mehr als 14.000 Euro in den Kletter- und Seilgarten an der Ulfetal-Schule. Die Anschaffungskosten des Spielgeräts in Höhe von 12.000 Euro finanzierten maßgeblich der Förderverein in Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat der Grundschule sowie weitere Sponsoren. Neben der Aufstellung des Spielgeräts wurden Wege neugestaltet sowie die Außenanlage saniert und ein Zaun gebaut. Der Bauhof des Landkreises war seit 2025 in Weiterode tätig und hat dafür bereits über 1.000 Stunden Arbeitsstunden geleistet.