Die anhaltende Trockenheit beeinflusst die Planungen für die anstehende Rapssaat; z. B. laufen z.Zt., trotz erfolgter Stoppelbearbeitung, weder Ungräser noch Ausfallgetreide auf. Die Herbizidstrategie richtet sich nach der Leitverunkrautung; es kann Sinn machen VA und NA zu kombinieren. Neu z. V. steht der Porafam Titan Pack (VA-BBCH 14). Beim Vorauflauf (VA) steht die Bekämpfung von Wegrauken, Kreuzblütlern u. Gräsern im Vordergrund; der VA kann keimenden Raps bei starken Niederschlägen allerdings auch schaden. Clomazone-haltige Mittel (z. B. Clomazone 360 CS, Gamit 36 AMT) haben im VA, sofern die Auflagen passen, gegen Rauken u. Kreuzblütler die sicherste Wirkung. Basis für Clomazone-freie Lösungen sind metazachlorhaltige Präparate (u. a. Butisan-Präparate, Fuego Top, Fuego, Rapsan) unmittelbar nach der Saat, vor allem wenn mit Kreuzblütlern zu rechnen ist; auch eine Basiswirkung gegen Ackerfuchsschwanz kann einkalkuliert werden. Auch für Flächen ohne Storchschnabel u. Rauken eignen sich Butisan o. Fuego Top-Wirkstoffmenge beachten! Unter trockenen Bedingungen/unsicherem Aufgang kann Metazachlor im frühen Nachauflauf (NA) eingesetzt werden-der VA ist i. d.R. aber wirksamer. Ab Keimblatt der Unkräuter können Runway oder Gajus zugemischt werden. Ein gleichmäßig entwickelter Raps kann ab dem 2. Laubblatt mit Belkar + Synero (ggf. Splitting) behandelt werden; mit LaDiva steht eine Fertigformulierung der beiden Produkte z. V. Bei genannten Mitteln unbedingt auf die Mischbarkeit mit anderen Produkten achten! Alternativen zu diesem Termin sind Tanaris o. Gajus-jeweils mit Runway. (Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736)