Die Leiterinnen und Leiter der ambulanten Pflegedienste im Landkreis mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Dirk Noll (5. von links) und Vertretern des Sozialdezernats der Kreisverwaltung.
Im vhs-Lerntreff im Quartier haben die Teilnehmenden zwei Mal in der Woche die Chance auf Bildung, soziale Teilhabe und Inklusion.
Im Workshop zum Thema WhatsApp lernten die Teilnehmenden die verschiedenen Funktionen des Messengers kennen.
Erster Kreisbeigeordneter Dirk Noll (links) begrüßt gemeinsam mit Dirk Hewig (4. von links) vom Fachdienst Senioren Jeanette Reinhardt (2. von links) und Mareike Schnelle (3. von links) beim Pflegestützpunkt.
Hersfeld-Rotenburg, 13. Februar 2024 – Ende des vergangenen Jahres hat Dirk Noll, Erster Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent des Landkreises Hersfeld-Rotenburg, die Leitungen ambulanter Pflegedienste aus dem Kreis zum Austausch in die Kreisverwaltung eingeladen.
„Ambulante Pflegedienste stehen aktuell vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Unser Austausch soll den Grundstein dafür legen, dass wir diese Probleme gemeinsam angehen und lösen können“, sagt Noll. Das oberste Ziel sei es dabei, die ambulante Versorgung von pflegebedürftigen Menschen im gesamten Kreisgebiet sicherzustellen.
Im Gespräch mit den Leitungen der ambulanten Pflegedienste wurden schnell die verschiedenen Herausforderungen der täglichen Arbeit deutlich. So stellen die gestiegenen Kosten in mehreren Bereichen ein Problem dar. Besonders herausfordernd ist zudem die Suche von neuen Mitarbeitenden und die Besetzung freier Stellen. Die Pflegedienst-Leitungen erklärten zudem, dass die vorhandenen Kapazitäten in der Region ausgeschöpft seien. Dies führe immer wieder dazu, dass Kunden abgelehnt werden müssten. „Zudem müssen wir auch Leistungen einschränken. Statt mehrfach täglich, kann eine Pflegekraft nur noch einmal pro Tag oder an ausgewählten Tagen zu pflegebedürftigen Menschen kommen“, berichten die Leitungen der Pflegedienste. So würden die pflegenden Angehörigen noch stärker belastet.
Neben den verschiedenen Herausforderungen wurden während des rund zweistündigen Treffens auch verschiedene Handlungs- und Problemlösungsansätze diskutiert. So wurde beispielsweise gemeinsam vereinbart, dass es einen Austausch zur Problematik mit benachbarten Kreisen geben soll, um bestenfalls dort funktionierende Lösungsansätze auf den eigenen Bereich zu übertragen. Außerdem wurde die Gründung eines Runden Tisches beschlossen, um sich regelmäßig über dieses wichtige Thema auszutauschen.
„Wir wollen auch erneut mit der Bitte um Unterstützung an die Landesregierung herantreten“, sagt Dirk Noll: „Denn klar ist: Alleine werden wir die vielen Herausforderungen nicht bewältigen können. Wir brauchen hier eine Unterstützung aus Wiesbaden.“
Hersfeld-Rotenburg, 8. Februar 2024 – Die Volkshochschule Hersfeld-Rotenburg (vhs) erhält seit Sommer des vergangenen Jahres eine Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, um das Projekt „vhs-Lerntreff im Quartier“ im Kreis umzusetzen. Damit ist sie eine von rund 60 Volkshochschulen, die eine Förderung für dieses Projekt erhalten haben. Das Projekt wird vom Deutschen Volkshochschulverband (DVV) koordiniert und verantwortet. Ursprünglich war das Förderende auf Dezember 2023 festgesetzt.
Um das Projekt, dessen Ziel es ist Menschen auf Angebote der Grundbildung aufmerksam zu machen, weiterführen zu können, hat die vhs einen Antrag auf Weiterfinanzierung gestellt. „Wir haben vor Ort gemerkt, dass der Lerntreff viele positive Effekte auf die Teilnehmenden hat und sehr gut angenommen wurde. Daher war es uns besonders wichtig, dass wir das Angebot erhalten können und den Menschen damit weiterhin eine Chance auf Bildung, soziale Teilhabe und Inklusion geben“, sagt Fabian Göbel, Leiter der Volkshochschule Hersfeld-Rotenburg.
Der vhs-Lerntreff im Quartier findet jede Woche dienstags von 10 Uhr bis 11.30 Uhr und mittwochs von 14.30 Uhr bis 16 Uhr im Bad Hersfelder Stadtteil Hohe Luft statt. Das Angebot kann ohne Anmeldung und kostenfrei wahrgenommen werden. Zielgruppe sind Menschen ab 16 Jahren, die beim Lesen und Schreiben lernen unterstützt werden müssen.
Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Generationen der Stadt Bad Hersfeld durchgeführt. Als Partnerorganisation unterstützt die Stadt den vhs-Lerntreff vor allem mit dem Bereitstellen der Räumlichkeiten sowie der Infrastruktur. Hintergrund
Mehr als sechs Millionen deutschsprachige Erwachsene haben bundesweit Probleme mit dem Rechnen, Schreiben, Lesen und Verstehen einfacher Texte. Für Betroffene ist die Hürde hoch, Hilfsangebote anzunehmen. Die Scham ist oftmals so groß, sodass Weiterbildungsangebote nicht wahrgenommen werden. Dem familiären und betrieblichen Umfeld kommt daher eine wesentliche Bedeutung zu, Betroffene bei der Inanspruchnahme von Hilfsangeboten zu unterstützen.
Hersfeld-Rotenburg, 8. Februar 2024 – „Wozu brauche ich eine E-Mail-Adresse?“ oder „Wie stelle ich ein WhatsApp-Profilbild ein?“: Diese und weitere Fragen stellten Seniorinnen und Senioren, die am diesjährigen Safer-Internet-Day teilnahmen. Der Aktionstag wurde von der Medienplattform „Netw@ys“ organisiert und bereits zum dritten Mal durchgeführt. Ihre Antworten erhielten die Teilnehmenden von Schülerinnen und Schülern der zehnten Klasse der Gesamtschule Niederaula. Sie hatten im Vorfeld zu verschiedenen Themen Workshops ausgearbeitet, bei denen die Teilnehmenden wichtige Tipps im Umgang mit dem Internet und mobilen Endgeräten lernen konnten.
Erster Kreisbeigeordneter Dirk Noll, der die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernahm, freute sich über die Resonanz der Senioren: „Auch für die ältere Generation bietet das Internet viele verschiedene Möglichkeiten und Hilfen im Alltag. Es ist schön zu sehen, wie viele sich dazu entschieden haben, heute etwas von Jugendlichen zu lernen. Viele der Tipps und Tricks, die die Teilnehmenden an die Hand bekommen, werden in Zukunft eine Erleichterung im Alltag bieten können.“
Die mehr als 30 Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, zwei aus neun Workshops auszuwählen, an denen sie teilnehmen möchten. In kleinen Gruppen informierten die Schülerinnen und Schüler sie dann zwei Mal eine Stunde über die verschiedenen Themen. So gab es beispielsweise Workshops zur Rewe App, zu E-Mail-Adressen und Google Maps. Im Workshop „Einstellungen“ lernten die Teilnehmenden unter anderem wie man Töne stummstellen kann, einen Raum weiter erklärten Jugendliche die verschiedenen Funktionen, die Whatsapp bietet. Navigator- und Apotheken-Apps wurden genauso beleuchtet, wie Nachrichtenportale oder das Forum nebenan.de
„Die Resonanz bei den älteren Menschen war sehr positiv. Viele haben den Tag genutzt, um Fragen zu stellen, die ihnen schon länger unter den Nägeln brennen. Das wird sicher nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein“, erklärt Noll.
„Netw@ys“ ist die Medienplattform im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Sie ist ein offenes Netzwerk von Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Institutionen. Die Medienplattform wurde 2013 gegründet. Das Ziel des Zusammenschlusses ist es, konstruktiv und präventiv ausgerichtete medienpädagogische Arbeit zu leisten.
Zu „Netw@ys“ gehören: Der Kinderschutzbund KV Hersfeld-Rotenburg, Fachdienst Senioren im Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Fachschule für Sozialpädagogik Heimboldshausen, Fachstelle Suchtprävention (Diakonisches Werk Hersfeld-Rotenburg), Haltepunkt Hersfeld-Rotenburg, Institut für Medienpädagogik und Kommunikation Hessen, Kinder- und Jugendförderung Hersfeld-Rotenburg, Medienzentrum Hersfeld-Rotenburg, Schule machen ohne Gewalt (SMOG) e.V., Staatliches Schulamt Landkreis Hersfeld-Rotenburg/Werra-Meißner-Kreis.
Medienzentrum Hersfeld-Rotenburg
Pestalozzistraße 7, 36199 Rotenburg
Tel.: 06623 817-8000
Hersfeld-Rotenburg, 7. Februar 2024 – Der Pflegestützpunkt des Landkreises Hersfeld-Rotenburg hat eine Modellförderung vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) erhalten. Mit der Landesförderung soll das Angebot des Pflegestützpunktes, der seit vielen Jahren Menschen mit Pflegebedürftigkeit umfassend berät, erweitert werden. Dafür wurden zwei neue Stellen geschaffen. Mit Jeanette Reinhardt und Mareike Schnelle konnten zwei engagierte neue Mitarbeiterinnen gewonnen werden.
„Neben der Zahl der Beratungsfälle hat auch die Komplexität der Themen mit denen wir uns beschäftigen zugenommen“, erklärt Erster Kreisbeigeordneter Dirk Noll. So seien viele Beratungen nicht mit einem Termin abgeschlossen und hilfsbedürftige Menschen bräuchten eine intensivere und längere Begleitung, um sich mit der Vielzahl der Unterstützungsangebote und den Finanzierungsmöglichkeiten zurechtzufinden.
„Ab sofort wird für intensive Einzelfallberatungen mehr Zeit zur Verfügung stehen“, so Dirk Noll, der sich über die Landesförderung freut.
Im Zuge der Erweiterung werden ab sofort auch kostenlose und trägerneutrale Sprechzeiten in der Rotenburger Außenstelle des Landratsamtes (Lindenstraße 1) angeboten. Die neuen Sprechzeiten sind montags und donnerstags von 9 bis 13 Uhr.
Der Pflegestützpunkt Hersfeld-Rotenburg ist eine Fachberatungsstelle für pflegende Angehörige, pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung und Menschen, die von Behinderung und Pflege bedroht sind.
Die Mitarbeitenden beraten zum Thema Pflege, koordinieren Hilfsangebote und vernetzen pflegerische und soziale Hilfsangebote miteinander. Vorträge zu Themen rund um Alter, Gesundheit und Pflege helfen Betroffenen. Beratungen werden auch in Form von Hausbesuchen angeboten.
Pflegestützpunkt Hersfeld-Rotenburg
E-Mail: pflegestuetzpunkt@hef-rof.de
Telefon: 06621/87-5331 (Bad Hersfeld), 06623/817-5321, 06623/817-5325 (Rotenburg)
Homepage: www.hef-rof.de/pflegestuetzpunkt
Hersfeld-Rotenburg, 7. Februar 2024 – Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg plant dieses Jahr rund 3,8 Millionen Euro in die Sanierung seiner Straßen zu investieren. Mit diesen Mitteln werden auf den Kreisstraßen im gesamten Kreisgebiet sieben Bauprojekte umgesetzt.
„Wie schon in den vergangenen Jahren wollen wir dieses Jahr wieder Fahrbahnen erneuern und Bauwerke instandsetzen“, erklärt Werner Blankenbach vom Fachdienst Finanzen, der im Landratsamt für die Kreisstraßen zuständig ist: „Vor allem aber wollen wir die Erneuerung der K73 in Bebra-Asmushausen entscheidend voranbringen, sodass sie im kommenden Jahr abgeschlossen werden kann. In Bad Hersfeld-Heenes wollen wir eine Stützwand erneuern und gemeinsam mit der Stadt die Ortsdurchfahrt grundhaft sanieren.“
Die Projekte, die der Kreis dieses Jahr umsetzt, werden in Höhe von bis zu 2,3 Millionen Euro vom Land Hessen gefördert. Hessen Mobil setzt die Projekte im Auftrag des Landkreises um.
K2 in Kathus (Bad Hersfeld): In einer Gemeinschaftsmaßnahme mir der Stadt Bad Hersfeld wird seit dem vergangenen Jahr die Fahrbahn der Ortsdurchfahrt von Kathus auf einer Länge von 0,9 Kilometern erneuert. Kosten: 600.000 Euro. Zeitraum: Baubeginn Juni 2023, Bauende 2024.
K9 Hillartshausen (Friedewald) – Unterneurode (Philippsthal): Die Fahrbahnoberfläche der K9 zwischen Hillartshausen und Unterneurode wird auf einer Länge von rund 1,5 Kilometern erneuert. Es handelt sich um eine Fördermaßnahme. Kosten: 600.000 Euro. Baubeginn voraussichtlich im Sommer.
K14 Soislieden (Hohenroda): Auf einer Länge von rund 0,2 Kilometern wird dieses Jahr die Fahrbahnoberfläche der K14 bei Soislieden erneuert. Kosten: 150.000 Euro. Baubeginn voraussichtlich im Sommer. Diese Maßnahme wird ohne Förderung durchgeführt.
K38 Untergeis (Neuenstein): Die Unterführung der Geis in Untergeis wurde in 2023 instandgesetzt. Restarbeiten können dieses Frühjahr abgeschlossen werden. Es handelt sich um eine laufende Maßnahme. Kosten: 500.000 Euro. Diese Maßnahme wird ohne Förderung durchgeführt.
K40 Heenes (Bad Hersfeld): In einer Gemeinschaftsmaßnahme mit der Stadt Bad Hersfeld wird die Ortsdurchfahrt von Heenes auf einer Länge von 0,1 Kilometern grundhaft erneuert. Im Zuge dieses Bauprojektes wird auch eine Straßenstützwand erneuert. Kosten: 680.000 Euro. Baubeginn voraussichtlich im Frühjahr.
K53 Dens (Nentershausen): Der Durchlass auf der K53 bei Dens wird seit dem vergangenen Jahr erneuert. Kosten: 835.000 Euro. Baubeginn: Juli 2023, Bauende 2024.
K73 Asmushausen (Bebra): In einer Gemeinschaftsmaßnahme mit der Stadt Bebra wird seit 2023 die Ortsdurchfahrt von Asmushausen auf einer Länge von einem Kilometer inklusive einer Hangstützwand erneuert. Kosten: 1,1 Millionen Euro. Baubeginn: 2023, Bauende 2025.
Hersfeld-Rotenburg, 6. Februar 2024 – Der Trassenverlauf sorgt bei Landrat Warnecke und den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern des Kreises für große Überraschung: „Trotz fristgerechter Einreichung unserer fundierten Stellungnahmen bis zum 29. Januar an die Bundesnetzagentur sind diese in der Planung bisher komplett ignoriert worden“, monieren die Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker.
"Es ist schockierend zu sehen, dass unsere detaillierten Einwände und die aufgezeigten Raumwiderstände in der Planung bisher keinerlei Berücksichtigung finden. Dieser Mangel an Sorgfalt und Präzision in einem solchen Verfahren kann nur als Dilettantismus bezeichnet werden", äußert Warnecke enttäuscht. Auch zeuge die Ignoranz der Stellungnahmen von fehlender Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden des Landkreises sowie der Kommunen.
Landrat Warnecke macht darauf aufmerksam, dass der Hintergrund für den Bau der beiden Stromtrassen offensichtlich ist. „Das Versagen Bayerns, die Energiewende eigenständig zu bewältigen, zwingt nun den Landkreis Hersfeld-Rotenburg in eine Rolle, die weder gewünscht noch fair ist. Es ist besonders frustrierend, dass unsere Region die Lasten dieser Infrastruktur tragen muss, ohne direkt von der Möglichkeit zur Ein- und Ausspeisung erneuerbarer Energien profitieren zu können", so Warnecke weiter.
Angesichts dieser Situation fordert der Landkreis Hersfeld-Rotenburg eine angemessene Kompensation für die massive Inanspruchnahme des Landes sowie eine dringende Überarbeitung der Trassenführung: „Es ist unerlässlich, dass die Planungen nicht nur auf dem Papier existieren, sondern auch die realen Auswirkungen auf unsere Kommunen, die Umwelt und die Geologie berücksichtigen“, fordert der Sprecher der Bürgermeister, Thomas Rohrbach (Niederaula). „Wenn unsere Landschaft von der Stromtrasse per Erdverkabelung, die einen durchgängig 70 Meter breiten Arbeitsstreifen vorsieht, durchschnitten wird, dann ist es nur recht und billig, dass die betroffenen Kommunen und Grundstückseigentümer auch eine angemessene Verzinsung und Entgelte für die Nutzung ihres Bodens erhalten", betont Warnecke.
Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg bleibt entschlossen, gegen die aktuellen Trassenpläne vorzugehen und fordert eine gerechtere und durchdachtere Lösung für die geplante Stromtrasse. „Wir werden uns weiterhin für die Interessen unseres Landkreises einsetzen und sicherstellen, dass unsere Stimmen und Argumente gehört werden. Die Planung muss überdacht und an die unüberwindbaren Raumwiderstände angepasst werden“, schließt Warnecke.