Landrat Torsten Warnecke bei der Kreistagssitzung am Montag.
14 Schülerinnen und Schüler bekamen beim Workshop mit Michael Möller wichtige Inhalte vermittelt. In jedem Schuljahr finden für die Jugendlichen insgesamt drei unterschiedliche Workshops statt. Fotos: Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Hersfeld-Rotenburg, 11. Februar 2026 - Der Kreistag des Landkreises Hersfeld-Rotenburg hat in seiner jüngsten Sitzung am Montagnachmittag über die Schulbezirke der Grundschulen entschieden und eine Überarbeitung des Betrauungsaktes für das Kreiskrankenhaus Rotenburg auf den Weg gebracht.
Schulbezirke: Kinder aus Ersrode und Hainrode gehen künftig nach Rotenburg
Einstimmig änderten die Kreistagsmitglieder die Schulbezirkssatzung für die Grundschulen. Hintergrund ist die Entscheidung des Schwalm Eder-Kreises, die Grundschule in Knüllwald-Rengshausen zu schließen. Für die Kinder aus den Ludwigsauer Ortsteilen Ersrode und Hainrode, die bisher dort zur Schule gegangen sind, wurde daher eine neue Lösung gesucht. In Zukunft besuchen sie vorrangig die Albert-Schweitzer-Schule in Rotenburg an der Fulda. Landrat Torsten Warnecke erläuterte, dass der Kreis mehrere Schulalternativen geprüft und gemeinsam mit Eltern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Ortsbeiräte zudem Bürgermeister Kuhn bei Informationsveranstaltungen besprochen habe. Ausschlaggebend waren unter anderem bestehende Busverbindungen sowie die Zumutbarkeit der Fahrtzeiten gewesen. Damit sei eine zukunftssichere Entscheidung im Sinne der Kinder und ihrer Familien getroffen worden.
Kreiskrankenhaus: gemeinsamer Antrag, einstimmiger Beschluss
Die Fraktionen CDU, Bündnis 90/Die Grünen, Freie Wähler, FDP, UBL/Bürger-Herz und SPD brachten gemeinsam einen Antrag zum Kreiskrankenhaus (KKH) ein. Der Kreistag beschloss daraufhin einstimmig, den Kreisausschuss damit zu beauftragen, den Betrauungsakt für das Kreiskrankenhaus Rotenburg zu überarbeiten - in Abstimmung mit dem KKH. Darin soll klar festgelegt werden, welche Leistungen das Kreiskrankenhaus als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge für die Region erbringt und wie der Landkreis diese Leistungen transparent und rechtssicher unterstützen kann, auch nach den Vorgaben des EU-Beihilferechts.
Landrat Torsten Warnecke verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass sich der Kreisausschuss zuvor bereits drei Mal mit den vom Kreiskrankenhaus aufgeworfenen Problemstellungen befasst hatte. Aus Respekt vor den Beratungen im Kreistag sei vom Kreisausschuss einstimmig die Entscheidung getroffen worden, die Kreistagsberatungen abzuwarten. Nunmehr gelte es, einen neuen Betrauungsakt, der auch für Bürgschaften im Zuge von Investitionen in das Kreiskrankenhaus notwendig sei, in Zusammenarbeit mit dem Kreiskrankenhaus und dem Diakonieverein Berlin-Zehlendorf zu erarbeiten.
Anfrage zur Volkshochschule
Zudem behandelte der Kreistag eine Anfrage zum Thema „möglicher Missbrauch der Volkshochschule Hersfeld-Rotenburg für politische Agitation“ seitens der AfD-Fraktion. Der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll stellte klar, dass weder die Volkshochschule noch der Landkreis die angesprochene Busfahrt zu einer Demonstration organisiert und verantwortet hat.
Mitteilungen des Kreisausschusses
Zum Schluss informierte Landrat Torsten Warnecke über den Jahresabschluss 2024, den aktuellen Stand der Haushaltsplanung sowie die Gespräche mit der Aufsichtsbehörde.
14 Schülerinnen und Schüler bekommen wichtige Einblicke von Kampfsportexperte Michael Möller und lernen die richtige Selbstverteidigung
Bad Hersfeld, 12. Februar 2026 - „Präventiv statt aggressiv“ - so lautete das Motto des kürzlich stattgefundenen Workshops für 14 Schülerinnen und Schüler, die am Freiwilligen Sozialen Schuljahr Hessen (FSSJH) teilnehmen. In der Turnhalle der Wilhelm-Neuhaus-Schule bekamen sie dabei vielfältige Einblicke zu den Themen Selbstschutz, Selbstverteidigung und Kommunikation.
Christina Reuscher und Dagmar Conrad, die in der Kreisverwaltung für das FSSJH zuständig sind, unterstrichen die Bedeutung des Workshops: „Gerade junge Menschen für das Thema zu sensibilisieren, ist sehr wichtig. Zudem hat man eindrucksvoll gesehen, wie die Schülerinnen und Schüler die Inhalte aufsaugen. Bei allen wichtigen Inhalten ist es zudem elementar, dass der Spaß nicht zu kurz kommt.“
„Wie kann ich mich mit einfachen und alltäglichen Bewegungen schützen? Wie verhalte ich mich in Notsituationen? Diese Fragen stellen sich gerade junge Menschen immer wieder. Deshalb ist es wichtig, unter dem Motto „Präventiv statt aggressiv“ den Heranwachsenden zu zeigen, wie sie mehr Selbstsicherheit durch eine strukturierte Positionierung und Eigenwahrnehmung im alltäglichen Leben erlernen können“, erklärt Kampfsportexperte Michael Möller zu den Inhalten des Workshops.
Nach dem ersten Teil der Veranstaltung mit dem Schwerpunkt Selbstverteidigung wurde eine gemeinsame Mittagspause eingelegt. Im zweiten Teil des Workshops gab es dann für die Jugendlichen die Möglichkeit, sich bei verschiedenen Team-Spielen besser kennenzulernen.
Insgesamt gibt es in jedem Schuljahr drei Workshops zu verschiedenen Themen, die von der Kreisverwaltung mit unterschiedlichen Kooperationspartnern, umgesetzt werden. Ziel ist es, dass neben den vermittelten Inhalten auch der Austausch zwischen den Schülerinnen und Schülern stattfindet. Im Schuljahr 2025/2026 nehmen aktuell 48 Jugendliche am FSSJH im Landkreis Hersfeld-Rotenburg teil.
93.845 Wahlberechtigte können in Hersfeld-Rotenburg über die politische Zukunft im Kreis sowie in den Städten und Gemeinden zu entscheiden
Hersfeld-Rotenburg, 16. Februar 2026 - Am Sonntag, 15. März heißt es in den 195 Wahllokalen im Landkreis: „Dein Kreis, Deine Wahl.“ Denn bei der Kommunalwahl entscheiden die wahlberechtigten Hersfeld-Rotenburger über die Zusammensetzung der kommunalen Gremien und damit über die politisch engagierten Menschen, die vor Ort die Entscheidungen für wichtige Zukunftsfragen treffen und damit das Leben im Kreis sowie in den Städten und Gemeinden in den kommenden fünf Jahren prägen werden.
Was wird gewählt?
Bei der Kommunalwahl werden Stadtverordnetenversammlungen, Gemeindevertretungen, Ortsbeiräte und der Kreistag des Landkreises gewählt. In den Gemeinden Breitenbach am Herzberg, Cornberg, Haunetal und Wildeck finden zusätzlich die Direktwahlen der Bürgermeisterin oder des Bürgermeisters statt.
Der Kreistag ist das zentrale politische Gremium des Landkreises. Er entscheidet unter anderem über Themen, wie beispielsweise Schulen, Kreisstraßen, Klimaschutz, Gesundheitsversorgung oder die Förderung des Ehrenamts. „Bei der anstehenden Wahl sind 61 Kreistagsabgeordnete zu wählen. Entsprechend haben die Wahlberechtigten bei der Kreistagswahl 61 Stimmen, die sie entsprechend vergeben können. Bei den Gemeindevertretungen und Stadtverordnetenversammlung sowie Ortsbeiräten variiert die Anzahl der Stimmen je nach Anzahl der Mitglieder der jeweiligen Organe“, erklärt Kreiswahlleiterin Natalie Steimar.
Die Wahlvorschläge für die Kreistagswahl wurden Mitte Januar geprüft. Der Kreiswahlausschuss hat in seiner Sitzung festgestellt, dass keine Einwände gegen die eingereichten Wahlvorschläge vorliegen. Damit treten bei der Kreistagswahl sieben Parteien und Wählergruppen mit insgesamt 327 Kandidatinnen und Kandidaten an.
Wie wird gewählt?
„Das hessische Kommunalwahlrecht bietet den Wählerinnen und Wählern verschiedene Möglichkeiten, ihre Stimme abzugeben“, erklärt Natalie Steimar. Neben dem klassischen Listenkreuz, mit dem alle Stimmen einer Partei oder Wählergruppe in der vorgegebenen Reihenfolge zugeteilt werden, besteht die Möglichkeit des Kumulierens. Dabei können einzelne Kandidatinnen oder Kandidaten mit bis zu drei Stimmen besonders unterstützt werden. Zudem ist das sogenannte Panaschieren erlaubt, bei dem Stimmen auf Bewerberinnen und Bewerber verschiedener Listen verteilt werden können. Diese Formen der Stimmabgabe lassen sich miteinander kombinieren, solange insgesamt nicht mehr Stimmen vergeben werden, als zur Verfügung stehen. Auch das Streichen einzelner Kandidaten auf einer Liste ist möglich. Ganz wichtig ist, dass nur ein Listenkreuz gesetzt werden darf. Sonst ist der Stimmzettel ungültig.
Briefwahl
„Wer am Wahltag verhindert ist, kann seine Stimme auch per Briefwahl abgeben. Die Briefwahl kann bereits seit Anfang Februar beantragt werden. Der Antrag ist bei der jeweiligen Wohnsitzgemeinde möglich. Das geht schriftlich, elektronisch oder persönlich“, so Natalie Steimar. Der Wahlbrief muss spätestens am Wahltag bis 18 Uhr beim zuständigen Wahlamt eingegangen sein, damit die Stimme gezählt werden kann.
Die Wahllokale sind am Sonntag, 15. März von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
Weitere Informationen zur Kommunalwahl gibt es auf der Homepage des Landkreises Hersfeld-Rotenburg unter www.hef-rof.de/kommunalwahl2026. Dort werden am Wahltag auch die Ergebnisse grafisch dargestellt.
Zudem informiert der Landkreis Hersfeld-Rotenburg in den sozialen Medien mit einer Video-Reihe unter dem Motto „Dein Kreis, Deine Wahl“ über die bevorstehende Kommunalwahl.
Seminarangebot des Frauen- und Gleichstellungsbüros am 10. März in der Kreisverwaltung - Anmeldung bis zum 23. Februar erforderlich
Hersfeld-Rotenburg, 16. Februar 2026 - Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe rund um den Internationalen Frauentag bietet das Frauen- und Gleichstellungsbüro am 10. März von neun bis zwölf Uhr ein Seminar zum Thema Vereinbarkeit an.
Das Seminar findet im Landratsamt in der Friedloser Straße 12 in Bad Hersfeld im Raum Monte Kali statt. Eine Anmeldung an vhs@hef-rof.de ist bis zum 23. Februar erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro. Referentin ist Kerstin Mader, Betriebswirtin und Business Coachin aus Schenklengsfeld.
Worum geht es?
Ob Job, Familie, Pflege oder Ehrenamt - viele Frauen stehen jeden Tag vor der Herausforderung, allem und jedem gerecht zu werden. Sie bewegen viel, doch viel zu selten gelingt es, sich Freiräume zu schaffen.
In dieser Veranstaltung geht es darum, Vereinbarkeit neu zu denken - ohne Schuldgefühle, Überforderung oder Perfektionismus. Die Teilnehmerinnen werfen einen Blick auf typische Fallstricke, reflektieren ihre aktuelle Situation, erhalten Impulse zur Selbstorganisation und entwickeln individuelle Strategien für mehr Klarheit, Kommunikation und Selbstfürsorge.