Anhaltende Trockenheit gefährdet die Fruchtbarkeit von Böden – hier ein Archivfoto von einem Boden aus dem Roten Moor. Foto: Anna-Lena Bieneck
LANDKREIS FULDA, 18.03.2026. Der Klimawandel stellt die Landwirtschaft vor große Herausforderungen: Zunehmende Extremwetterereignisse wie Dürre, Starkregen und Hitze gefährden Erträge und Tierwohl unmittelbar. Gleichzeitig ist die Landwirtschaft gefordert, Treibhausgasemissionen wie Methan und Lachgas zu reduzieren. Um den Anforderungen zu begegnen, sind sowohl Anpassungs- als auch Klimaschutzmaßnahmen notwendig.
Während bei der Anpassung die Erprobung robusterer Pflanzensorten, veränderte Fruchtfolgen und eine effizientere Wassernutzung im Vordergrund stehen, beinhaltet der Klimaschutz den gezielten Aufbau von Humus und die Reduzierung von Emissionen aus der Tierhaltung.
Wie es gelingen kann, die Landwirtschaft insgesamt resilienter gegenüber Klimafolgen zu machen, ist Thema einer neuen Veranstaltungsreihe des Landkreises Fulda und verschiedener Partner. Den Auftakt bildet am 23. April ein Tagesseminar zum Thema Boden, zu dem der Landkreis, das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und der Verein Natur und Lebensraum Rhön e.V. (VNLR) gemeinsam einladen.
Unter dem Titel „Im Boden liegt der Schlüssel für eine klimaresiliente Landwirtschaft" vermittelt Referentin Dr. Sonja Dreymann die Grundlagen der Prozesse im Boden, die Voraussetzungen für Humusbildung, Anpassungsstrategien bei der Bodenbearbeitung und das Thema Pflanzengesundheit. Im praktischen Teil am Nachmittag geht es um die Merkmale und Voraussetzungen für einen gesunden Boden. Diese werden anhand von Bestands- und Bodenansprachen auf Praxisflächen besprochen.
Veranstaltungsort: WirGarten Fulda, Sickelser Str. 10, 36041 Fulda
Zeitraum 9-16.00 Uhr, Anmeldung per E-Mail an info@br-rhoen.de. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Verpflegung erfolgt auf Selbstzahlerbasis.