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Ausgabe 17/2019
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Das Reh - (Wild-) Tier des Jahres 2019

Eine Ricke lugt hinter einem Baum hervor (Bildautor: A. Schilling)

junger Rehbock im Frühjahr (Bildautor: J. Mickenbecker)

Die Deutsche Wildtierstiftung hat das Reh zum Tier des Jahres 2019 gewählt. Die Ernennung soll das Reh einmal ins Scheinwerferlicht stellen - was eigentlich nicht den Vorlieben des Tiers entspricht. Normalerweise verhalten sich Rehe leise und zurückhaltend, bewegen sich nur vorsichtig und beobachten ständig wachsam ihre Umgebung, um bei der kleinsten Unsicherheit die Flucht zu ergreifen und das nächste Versteck zu suchen.

Am wohlsten fühlt sich das Reh, wo die Landschaft oft und kleinteilig zwischen Wald und Feld wechselt - die ganze Rhön ist für Rehe ein Lebensraum wie aus dem Bilderbuch! Im dichten Gesträuch des Waldrands und der jungen Waldflächen gibt es unendlich viele Verstecke. Die Vögel bringen auch einmal Samen seltenerer Baumarten mit, deren Knospen schmackhaft sind. Im Sommer wachsen die leckersten Kräuter auf Waldlichtungen und am Feldrand, im Herbst fallen Eicheln und Bucheckern. Auch im Winter kann sich das Reh am besten im Wald verstecken.

Die Leibspeise des Rehs sind Knospen, frische Triebe und Blüten, auch einzelne Süßgräser (bzw. Getreide). Rinde kann das Reh, nicht verdauen. Sobald die Felder abgeerntet sind und der Herbst über das Land zieht, lebt das Reh überwiegend von den Knospen der jungen Baumgeneration im Wald. Diese sind energiereich, vielfältig und ausreichend vorhanden. Besonders beliebt ist Abwechslung - wer isst schon gerne jeden Tag das gleiche?! Auch das Reh sucht sich, wenn es Auswahl hat, immer zuerst die Knospen aus, von denen es wenig gibt - also die der seltenen Pflanzen. Dieses „Aussortieren“ seltenerer Waldbaumarten, bereitet vielen Förstern und Waldbesitzern Sorge. Sie sind engagiert und verpflichtet, möglichst viele unterschiedliche (nicht nur Baum-)Arten im Wald zu erhalten und investieren dafür viel Geld und Zeit. Auch Naturschützer freuen sich, wenn viele Arten im Wald vorkommen - jede (Baum-)Art bietet Lebensraum für andere, teilweise hochspezialisierte, Tier-, Pflanzen- und Pilzarten.

Das Reh ist nicht bedroht, der Bestand ist seit Jahren im Aufschwung. Beleg dafür ist hauptsächlich die dauerhaft hohe Jagdstrecke, die stetig zunimmt. Leider gibt es auch noch immer viele Wildunfälle, bei denen Reh und Mensch Schaden erleiden. Wo es zu viele Rehe gibt, leiden nicht nur der Wald oder die Verkehrsteilnehmer, sondern auch die Rehe selbst durch Krankheiten oder Stress. Abhilfe leisten Jäger, die die Bestände regulieren. Davon können auch Sie profitieren. Wenn Sie ein Reh vom Forstamt kaufen, haben Sie ein hochqualitatives, regionales Lebensmittel erstanden. Das Tier des Jahres ist nicht nur schön anzusehen, es schmeckt auch noch hervorragend.

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Wilshusen unter der Rufnummer 06657-9632-11 gerne zur Verfügung.