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Ausgabe 17/2019
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Kinder stark machen - mit Billy dem Biber!

Kindergarten Zwergenland

Kinder stark machen – mit Billy dem Biber!

Im Rahmen ihrer Ausbildung zur Erzieherin hat Tabea Draeger während ihres Berufspraktikums im Kindergarten Zwergenland ein Projekt zum Thema „Resilienz“ in der Kabautergruppe durchgeführt. Insgesamt nahmen 18 Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren daran teil.

Was ist Resilienz?

Damit bezeichnet man die psychische Widerstandsfähigkeit von Kindern. Sie hilft Kindern dabei sowohl größere als auch kleinere Krisensituationen, wie z. B. die Trennung der Eltern oder ein Streit mit einem Freund in der Kindertagesstätte, zu bewältigen. Resilienz ist allerdings nicht angeboren, daher ist es wichtig, sie im Alltag zu fördern, damit Kinder für ihr Leben stark werden. Resiliente Kinder entwickeln eine Widerstandskraft, die ihnen den Mut gibt, immer wieder Dinge anzugehen, auch wenn es mal einen Rückschlag, eine Enttäuschung oder Verletzung gab. Ein Vorschulkind befindet sich laut Studien innerhalb einer Stunde in fünf bis acht Konfliktsituationen. Dies macht die Wichtigkeit der Resilienzförderung deutlich. Denn nur resiliente Kinder können Krisensituationen bewältigen und gestärkt aus ihnen hervorgehen.

Und warum Billy der Biber?

In dem Bilderbuch „Billy der Biber“ dreht sich alles um Billy. Er muss aus seinem Biberbau ausziehen, weg von seiner Mutter und auf eigenen Beinen stehen. Zu Beginn seiner Reise hat er große Angst davor, doch auf seinem Weg trifft er immer wieder neue Freunde, die ihn bestärken und ihm versichern, dass er das schon schaffen wird. Am Ende ist er so mutig, dass er sogar dem bösen Wolf die Stirn bietet und eine Biberfrau findet, um eine Familie zu gründen.

Kinder finden in der Literatur Helden und Vorbilder mit denen sie sich identifizieren können. So einen Helden finden sie in Billy wieder. Mit einer Handpuppe, die von Tabea Draeger gespielt wurde, begleitete Billy die Kinder persönlich durch das Projekt, was den Kindern sehr dabei half, sich zu öffnen.

Durch verschiedene Einheiten, wie z. B. eine Bilderbuchbetrachtung oder eine Liedeinführung, aber besonders durch intensive Gespräche wurde den Kindern bewusst, wie wichtig es ist, sich gegenseitig Mut zu machen. Und dass es nicht schlimm ist, Angst zu haben, wenn man Freunde hat, die einem helfen die Angst zu überwinden.

Zum Abschluss des Projekts führten die Kinder ein „Mini-Musical“ für ihre Eltern auf. Dabei durften die Kinder in verschiedene Rollen schlüpfen und erfahren, wie es ist, immer mutiger zu werden.

Nach der gelungenen Vorführung fiel die Nervosität bei den Kindern ab und der Stolz auf ihre Leistung war ihnen anzusehen.