Nein, wir haben noch nicht aufgegeben.
Auch wenn es nach außen in den letzten Monaten so gewirkt haben könnte.
Nach unserem Jahreskonzert im November – bei dem wir die Presse ehrlicherweise vergessen haben - den Abend selbst aber definitiv nicht – und den Weihnachtsmärkten wurde es öffentlich erstmal ruhiger um den Musikverein Künzell.
Intern dagegen eher nicht.
Da wurde weiter ausprobiert, verworfen, geflucht, gelacht und geprobt. Mal klang eine Probe schon fast konzertreif, eine Woche später fragte man sich wieder, warum man sich das eigentlich antut. Der ganz normale Musikverein-Wahnsinn eben.
Musikalisch passiert bei uns nämlich gerade ziemlich viel.
Wir wollen weg von „das haben wir schon immer so gemacht“ und hin zu mehr Musik, hinter der wir wirklich stehen. Mehr Energie, mehr Charakter. Mehr „wir“.
Natürlich wird es weiterhin Blasmusik geben – aber vielleicht nicht immer so, wie man sie erwartet.
Keine Sorge: Der „Böhmische Traum“ hat knapp überlebt.
Allerdings weiß aktuell noch niemand, ob plötzlich die Saxophone das Solo übernehmen.?
Zwischen Queen, den Beach Boys und Santiano reihen sich in Zukunft Westernhagen, heiße Nächte im Latino-Style und ganz der Heimat verbunden das Kreuzberglied, neben dem uns Rosamunde im James Last Stil immer noch ihr Herz schenkt. Ihr seht: es entsteht gerade ein ziemlich eigener Mix.
Und genau das fühlt sich richtig an.
Denn in der Vergangenheit haben wir immer öfter gemerkt: man merkt uns an, ob wir die Musik feiern oder nur spielen.
Kurz gesagt:
Wir sind noch da.
Etwas lauter. Etwas mutiger.
Und vermutlich gerade interessanter als je zuvor.?