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Heimatblatt Langgöns
Ausgabe 24/2021
Heimatblatt
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IKEK- Ortsrundgang Espa: Altes Feuerwehrhaus nutzen und Dorfplatz schaffen

Das alte Feuerwehrhaus in Espa soll wieder genutzt werden, ein zentraler Dorfplatz könnte hier entstehen

Die Fläche links könnte zu einem Dorfplatz umgestaltet werden

Espa (ikr). „Der Wille, sich unters Volk zu mischen, ist da, aber es ist schwierig, denn es gibt keinen guten Treffpunkt hier“, brachte Architekt Rainer Tropp von der Planungsgruppe „Team 360“ das Thema auf den Punkt: Beim Ortsrundgang in Espa im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms IKEK (Integriertes kommunales Entwicklungskonzept) entwickelten die Teilnehmer um Bürgermeister Marius Reusch (CDU) und Ortsvorsteher Volker Rühl (SPD) zahlreiche Ideen, für den Ort mehr Identität zu schaffen und ihn attraktiver zu gestalten.

„Heute darf man mal ein bisschen rumspinnen und Ideen sammeln, später schauen wir, was möglich ist“, sagte der Rathauschef zu Beginn. Er betonte, dass Privatpersonen in Espa erstmalig ein Förderprogramm zur Sanierung von Gebäuden nutzen können. Volker Rühl appellierte, unbedingt auch Leerstände mit zu berücksichtigen.

Die wichtigste Station war sicherlich das alte Feuerwehrhaus in der historischen Ortsmitte, das aktuell ohne Nutzung ist. Der Wunsch der Espaer ist hier neben einer kleinen Toilettenanlage, die Möglichkeit einer Bewirtschaftung bei Festen und eine Lagerfunktion. Dies alles sei machbar, sagte der Architekt. Er schlug außerdem vor, dem Gebäude eine schönere Fassade zu gönnen. Darüber hinaus regte er an, den Kreuzungsbereich zu verkleinern, um den Platz neben dem Gebäude, auf dem eine Linde steht, zu vergrößern. So könnte man eine Fläche von ca. 100 m² gewinnen. Eine schöne Bank und vielleicht ein Brunnen würden das Ganze ergänzen, sodass dieser Bereich zu einem schönen Treffpunkt mitten im Dorf umgestaltet werden könnte. Der Verkehr könne auch auf weniger Fläche fließen, eine Geschwindigkeitsreduzierung wäre sinnvoll. Pfarrerin Birgit Müller berichtete, dass der Hauptraum der gegenüberliegenden evangelischen Kirche zu einem barrierefreien Multifunktionsraum umgebaut werden soll, aktuell warte die Kirchengemeinde auf die Zusage der Landeskirche. Das würde sicherlich Synergie-Effekte hervorrufen und einen zentralen Ort schaffen, wo Begegnungen stattfinden können. Ein Anwohner schlug vor, in diesem Bereich auch einen Automaten mit regionalen Produkten aufzustellen.

Ein anderer, ruhigerer Standort für einen neuen Dorfplatz wäre nach Ansicht von Rainer Tropp das gemeindeeigene Gelände neben dem Friedhof. Dort befindet sich momentan eine Wiese mit Bäumen. „Hier könnte ein temporärer Festplatz mit Sitzstufen und einer kleinen Treppe entstehen, auch eine Boulebahn wäre möglich.“

Wichtig war allen Teilnehmern, dass auch der Ortsteil Espa-West, wo gerade ein neues kleines Baugebiet entsteht, in die Überlegungen mit einbezogen wird. Hier ist die Idee, für kleine Kinder einen Spielbereich zu schaffen. Die Eltern sollen in die Planungen eingebunden werden.