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Heimatblatt Langgöns
Ausgabe 25/2026
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Bürgerhaussatzung wird benutzerfreundlicher

Die Bürgerhaussatzung soll benutzerfreundlicher gestaltet werden. Zukünftig können dann z. B. die Belegungszeiten der Bürgerhäuser, hier das Gebäude in Dornholzhausen, online eingesehen werden.

Langgöns (imr/iri/ikr). Die finanzielle Lage der Gemeinde Langgöns hat sich im vergangenen Jahr deutlich verschlechtert. Darüber informierte Bürgermeister Marius Reusch (CDU) im Haupt- und Finanzausschuss bei der Kenntnisgabe des Jahresabschlusses 2025. Zunächst hob Reusch hervor, dass der Abschluss fristgerecht erstellt worden sei. Sein besonderer Dank galt dabei Sabrina Becker aus der Kämmerei. Anlass zur Freude gebe allerdings lediglich der Zeitplan, weniger die finanziellen Kennzahlen. Wie aus dem Jahresabschluss hervorgeht, schließt das Haushaltsjahr 2025 mit einem Jahresfehlbetrag von rund 2,3 Millionen Euro ab. Als wesentliche Ursache für die Verschlechterung nannte Reusch die deutlich eingebrochenen Gewerbesteuereinnahmen. Zwar habe die Gemeinde an verschiedenen Stellen Einsparungen vornehmen können, „aber wesentliche Verschlechterungen konnten wir nicht ausgleichen“, bedauerte der Rathauschef.

Zudem informierte Reusch über die Haushaltsgenehmigung für das Jahr 2026 und die dazugehörige Haushaltsbegleitverfügung. Zwar habe die Kommunalaufsicht den Haushalt genehmigt, gleichzeitig aber weitere Sparanstrengungen und einen konsequenten Konsolidierungskurs eingefordert. Künftig müssen Investitionen mit einem Volumen von mehr als 500.000 Euro einzeln genehmigt werden. Gleiches gilt für Kreditaufnahmen und Verpflichtungsermächtigungen. Gemeinsam mit der Kämmerei soll nun eine Prioritätenliste für anstehende Investitionen und Projekte beraten werden. Einen entsprechenden Entwurf hat Kämmereichef Mark Zimmermann bereits erarbeitet. CDU-Fraktionschef Jürgen Knorz betonte angesichts der Vorgaben der Aufsichtsbehörde den erheblichen „Handlungsdruck“, unter dem die Gemeinde stehe.

Die seit 2018 unveränderte Bürgerhaussatzung soll umfassend überarbeitet werden. Ziel ist es, die Bewirtschaftung der gemeindlichen Einrichtungen zu vereinfachen und gleichzeitig den Service für die Nutzer zu verbessern. Künftig sollen Nutzungsgebühren und Nebenkosten weitgehend pauschaliert abgerechnet werden. Dazu zählen unter anderem Kosten für Geschirr, Nebenkosten und weitere Dienstleistungen. Nach den Worten von Bürgermeister Marius Reusch soll dies den Verwaltungsaufwand reduzieren, Personalkosten senken und die Abrechnung für die Nutzer transparenter gestalten. „Dadurch wollen wir auch kundenfreundlicher werden“, sagte er. Die geplante Änderungssatzung umfasst darüber hinaus die Aufnahme weiterer Liegenschaften wie des Dorfgemeinschaftshauses Oberkleen und des Treffpunkts Alte Feuerwehr in Lang-Göns. Zudem werden Regelungen zur Nutzung des Aufzugs im Bürgerhaus Lang-Göns geschaffen, eine Reinigungspauschale für Zapfanlagen eingeführt, die bisherige Warenbezugsverpflichtung gestrichen und die Gebührenermäßigungen angepasst. Reusch berichtete außerdem, dass die Gemeinde ein neues Bürgerhaus-Verwaltungsprogramm angeschafft habe. Nach Inkrafttreten der Satzungsänderung soll dieses freigeschaltet werden. Die Bürger können dann online die Bürgerhäuser in den Ortsteilen einsehen und sich über deren Belegung informieren. Gerald R. Dörr (SPD) bezeichnete die Neuregelung als „tollen Fortschritt bei der Entbürokratisierung“. Jürgen Knorz (CDU) lobte insbesondere die Einführung pauschalierter Gebühren. Der Haupt- und Finanzausschuss empfahl die Satzungsänderung einstimmig zur Beschlussfassung durch die Gemeindevertretung.