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Heimatblatt Langgöns
Ausgabe 27/2026
Gestaltung Innenteil Seite 2
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Großes Interesse bei Waldbegehung zum Jubiläumswäldchen

14.06.2026- Großen Zuspruch fand die "Einladung zur Waldbegehung" am Sonntag. Rund 40 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung der Gemeinde und trafen sich am Waldsportplatz Oberkleen, um sich über die Entwicklung des Jubiläumswäldchens und die Verwendung der Spendengelder aus der Aktion „Bäume für den Klimaschutz“ zu informieren.

Zu Beginn begrüßte Bürgermeister Marius Reusch die Teilnehmenden und erläuterte, wie die im Rahmen der Kampagne eingegangenen Spenden eingesetzt wurden. Auch die Klimaschutzmanagerin, Larissa Winter begleitetete die Waldbegehung. Anschließend führte Förster Frank Bremer die Gruppe auf einer kleinen Wanderung zum sogenannten Jubiläumswäldchen.

Die Aufforstungsfläche entstand auf Initiative der Jagdgenossenschaften Niederkleen und Oberkleen an der Gemarkungsgrenze der beiden Ortsteile. Anlass war das Jubiläum „Cleeheim 774“. Gleichzeitig wurde die Fläche im Rahmen der gemeindlichen Kampagne „Bäume für den Klimaschutz“ unterstützt.

In den Jahren 2025 und 2026 konnten bislang insgesamt 5.725 Euro an Spendengeldern gesammelt und für die Aufforstung eingesetzt werden. Auf der Fläche wurden 250 Sommerlinden, 250 Elsbeeren, 150 Walnussbäume sowie 120 Speierlinge gepflanzt.

Vor Ort erläuterte Förster Frank Bremer das Vorgehen bei der Kulturbegründung. Zunächst wurde die Fläche vorbereitet, gemulcht und eingezäunt, bevor die Pflanzung erfolgen konnte. Die Auswahl der Baumarten orientierte sich an den Klimaprognosen der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt. Demnach wird den Bäumen im Zeitraum von 2030 bis 2070 jährlich etwa 150 bis 200 Millimeter weniger pflanzenverfügbares Wasser zur Verfügung stehen. Für viele heute heimische Baumarten, wie beispielsweise die Rotbuche, könnten diese Bedingungen langfristig problematisch werden. Die ausgewählten Baumarten gelten hingegen als deutlich besser an die zukünftigen klimatischen Herausforderungen angepasst.

Am Jubiläumswäldchen angekommen, gab Förster Bremer anschauliche Einblicke in die Pflege der jungen Kultur und sprach über die Perspektiven des Waldes in Zeiten des Klimawandels. Dabei nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen.

Besonderes Interesse galt der Frage, warum die jungen Bäume vergleichsweise dicht gepflanzt werden. Bremer erklärte, dass die enge Nachbarschaft einen geraden Wuchs fördere, die Pflanzen vor Wind und starker Sonneneinstrahlung schütze und insgesamt günstige Entwicklungsbedingungen schaffe. Zudem könnten auf begrenzter Fläche viele Bäume herangezogen werden. Mit zunehmendem Wachstum werde der Bestand schrittweise ausgedünnt, sodass die verbleibenden Bäume ausreichend Platz erhielten und sich zu gesunden sowie stabilen Waldbäumen entwickeln könnten.

Die Waldbegehung zeigte eindrucksvoll, wie durch das Zusammenspiel von bürgerschaftlichem Engagement, kommunaler Unterstützung und fachlicher Begleitung ein zukunftsfähiger Wald entstehen kann. Die Verantwortlichen freuten sich über das große Interesse und den regen Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern und bedankten sich ausdrücklich über die Spendenbereitschaft.

Fotos und Text: I. Haub, Öffentlichkeitsbeauftragte der Gemeinde Langgöns