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Heimatblatt Langgöns
Ausgabe 29/2026
Heimatblatt
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Lang-Göns feiert drei Tage seine Kirmes – mit großem Festumzug, Premiere beim Fassbieranstich und viel Programm für die ganze Familie

Angeführt von Bürgermeister und Ortsvorsteher wurde der Kirmesbaum mit weit über 100 Vertretern der Ortsvereine bei einem Festumzug durch den Ort transportiert

Ein langer Zug von Menschen folgte dem Wagen mit dem Kirmesbaum

Die Spielgemeinschaft Holzheim-Langgöns begleitete den Festumzug mussikalisch

Beim Aufstellen des Kirmesbaums.

Das Aufstellen des Kirmesbaums wurde aufmerksam verfolgt

Sebastian Rompf stach das erste Bierfass mit nur zwei Schlägen professionell an, assistiert von Sebastian Fuchs

Sie erheben ihr Glas gemeinsam mit Bürgermeister Marius Reusch (5. v. l.) auf eine gute Kirmes: die Organisatoren vom Verein Geselliges Lang-Göns.

Etwas Abkühlung beim Kinder-Sportfestival versprachen die Wasserspiele der Freiwilligen Feuerwehr

Dieses Mädchen probiert Armstemmen aus

Geschicklichkeits- und Ballspiele konnten auf dem benachbarten Jugendfreizeitgelände ausprobiert werden

Langgöns (imr/iri/ikr). Als sich der bunt geschmückte Kirmesbaum langsam in den strahlend blauen Himmel erhebt, richten sich Hunderte Augen gespannt nach oben. Erst als die schlanke Birke sicher steht, löst sich die Anspannung - und der Applaus auf dem Festplatz ist unüberhörbar. Es ist einer dieser Momente, die zeigen, worum es bei der Lang-Gönser Kirmes eigentlich geht: um Tradition, Gemeinschaft und das gute Gefühl, zusammen etwas auf die Beine zu stellen.

Bereits der Auftakt am Freitagabend machte deutlich, dass diese Mischung funktioniert. Angeführt von Bürgermeister Marius Reusch und dem neuen Lang-Gönser Ortsvorsteher Sebastian Rompf zog der traditionelle Kirmesumzug vom Rathaus bis zum Festplatz. Auf einem von einem Traktor gezogenen Wagen wurde der Kirmesbaum durch den Ort gefahren, dahinter folgten weit über 100 Vertreter der Lang-Gönser Vereine und Gruppen - so viele wie lange nicht mehr. Für den passenden musikalischen Schwung sorgte die Spielgemeinschaft Holzheim-Langgöns: Das Blasorchester Langgöns und der Musikzug Holzheim begleiteten den Umzug mit Marschmusik und sorgten anschließend im Festzelt noch mehr als eine Stunde lang für Stimmung.

Nach dem erfolgreichen Aufstellen des Kirmesbaums folgte eine Premiere. Erstmals durfte Sebastian Rompf den traditionellen Fassbieranstich übernehmen. Zwei gezielte Schläge genügten - und das erste Fass war geöffnet. Damit bewies er ein ebenso gutes Händchen wie Bürgermeister Marius Reusch im vergangenen Jahr. Für Chris Kane vom ausrichtenden Verein „Geselliges Lang-Göns“ hätte der Start kaum besser verlaufen können. „Wir hatten so viele Helfer wie noch nie, wir haben ideales Wetter - es wird eine gute Kirmes“, sagte er bei der offiziellen Eröffnung. Tatsächlich war auf dem gesamten Festplatz spürbar, wie viele Ehrenamtliche hinter dem Fest stehen. Ob beim Aufbau, an den Ständen oder im Hintergrund - überall packten Helfer mit an. Auch der Bürgermeister stellte nicht Fahrgeschäfte oder Musik in den Mittelpunkt, sondern den Gemeinschaftsgedanken. Die Lang-Gönser Kirmes sei „eine Kirmes von Lang-Gönsern für Lang-Gönser“ und ein eindrucksvoller Beleg für den starken Zusammenhalt im Ort. Wer am Abend noch Energie hatte, kam ebenfalls auf seine Kosten. Bei der Hardrock-Disco „Best of Hardrock“ sorgten die DJs Timm & Felix bis tief in die Nacht für Partystimmung und eröffneten das Kirmeswochenende mit Klassikern der Rockgeschichte und jeder Menge Tanzlaune.

Am Samstag gehörte der Festplatz zunächst den jüngsten Besuchern. Ein Kinder-Sportfestival, das Volker Rühl, der neue Erste Beigeordnete der Gemeinde, eröffnete, lockte zahlreiche Mädchen und Jungen an verschiedene Mitmachstationen. Ob Ballspiele, Geschicklichkeitsübungen, Tennis, Tischtennis oder sogar Armdrücken - überall wurde ausprobiert, gelacht und miteinander gewetteifert. Besonders beliebt war die Station der Jugendfeuerwehr. Dort mussten Tennisbälle mit dem Strahl eines Feuerwehrschlauchs von Pylonen gespritzt werden - eine willkommene Erfrischung bei hochsommerlichen Temperaturen.

Am Abend wechselte die Kirmes dann erneut ihr Gesicht. Nach der gut besuchten Kinderdisco, die von vielen Kids schon heiß ersehnt worden war, verwandelte die hessische Partyband „Eine Band namens Wanda“ das Festzelt in eine große Tanzfläche. Mit einem Mix aus Rock, Pop, Schlager, aktuellen Charts und Mitsingklassikern hielt die Band die Stimmung bis in die Nacht hoch, ehe DJ Latscho bei der Aftershowparty nahtlos übernahm.

Den traditionellen Abschluss bildete am Sonntag der ökumenische Gottesdienst mit anschließendem Frühschoppen, musikalisch begleitet von den „Original Böhmischen 7“. Währenddessen sorgte die Schaustellerfamilie Wunderlich an allen drei Tagen mit Autoscooter, Kinderkarussell, Spielständen und kulinarischen Angeboten für das typische Kirmesflair.

Für den erst 2024 gegründeten Verein „Geselliges Lang-Göns“ war das Wochenende einmal mehr der Beweis, dass das Konzept aufgeht. Die Kirmes lebt von vielen Schultern, die gemeinsam tragen - von Vereinen, Ehrenamtlichen und Besuchern. Oder, wie es an diesem Wochenende auf dem Festplatz immer wieder zu hören war: Die Lang-Gönser feiern nicht einfach ihre Kirmes. Sie feiern ihre Dorfgemeinschaft.