Stefanie Ruth (l.) und Anja Asmussen informieren über Unterstützung im Pflegefall.
Lang-Göns (ikr). Was tun, wenn ein Angehöriger plötzlich pflegebedürftig wird? Welche Leistungen stehen Betroffenen zu und wo gibt es Unterstützung? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten die Besucherinnen und Besucher eines Seniorennachmittags in der Tagespflege der AWO Lang-Göns Am Lindenbaum. Unter dem Motto „Pflegebedürftig – was nun?“ informierten Fachleute praxisnah über wichtige Schritte und Hilfsangebote rund um das Thema Pflege.
Stefanie Ruth vom Ambulanten Pflegedienst Ruth aus Lang-Göns und AWO-Einrichtungsleitung Anja Asmussen erläuterten verständlich, wie ein Pflegegrad beantragt wird, welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen und welche Leistungen Pflege- und Krankenkassen übernehmen. Anhand anschaulicher Beispiele zeigten sie auf, welche Unterstützungsangebote den Alltag pflegebedürftiger Menschen erleichtern und Angehörige spürbar entlasten können.
Ein besonderer Fokus lag auf den Möglichkeiten, pflegende Angehörige zu unterstützen. Ziel sei es, die häusliche Pflege so lange wie möglich zu ermöglichen und Familien in dieser oft herausfordernden Situation nicht allein zu lassen.
Im Anschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit, ihre persönlichen Fragen zu stellen. Stefanie Ruth und Anja Asmussen nahmen sich Zeit für individuelle Anliegen und beantworteten diese kompetent, verständlich und praxisnah. Der intensive Austausch machte deutlich, wie groß der Informationsbedarf rund um das Thema Pflege ist.
Die durchweg positive Resonanz bestärkt die Veranstalter darin, das Angebot fortzuführen. Geplant sind künftig drei bis vier Informationsnachmittage pro Jahr. Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen, frühzeitig über Unterstützungs- und Finanzierungsmöglichkeiten zu informieren und Betroffenen sowie ihren Angehörigen Orientierung in einer oft belastenden Lebenssituation zu geben.