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Heimatblatt Langgöns
Ausgabe 42/2026
Gestaltung Innenteil Seite 2
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Zwischen Wein, Honig und Musik dem Wetter getrotzt

Die Stände locken mit einem bunten herbstlichen Angebot

Viel los beim ersten Herbstmarkt am TAF

Es gibt viel Leckeres zu probieren

Auch drinnen herrscht reger Betrieb

Gelungene Premiere: Herbstmarkt am TreffPunkt Alte Feuerwehr lockt zahlreiche Besucher an – Gemeinde denkt über regelmäßigen Feierabendmarkt nach

Langgöns (ikr). Der Herbst zeigte sich vergangenen Freitag nicht gerade von seiner einladenden Seite: Regen und Temperaturen im einstelligen Bereich boten wenig Anlass, lange draußen zu bleiben. Doch im TreffPunkt Alte Feuerwehr (TAF) im Niederhofen in Lang-Göns war davon erstaunlich wenig zu spüren. Zwischen Marktständen, duftenden Speisen und den Klängen der Band „Stirling Bridge“ herrschte reges Treiben. Es wurde gestöbert, probiert, eingekauft und vor allem miteinander geredet. Die Premiere des Langgönser "Herbstmarkt am TAF" erwies sich als echter Publikumsmagnet und machte deutlich, dass die Idee eines neuen Treffpunkts für die Dorfgemeinschaft durchaus auf Interesse stößt.

Zwölf Marktbeschicker aus Langgöns und der Region hatten ihre Stände vor und im TAF aufgebaut. Das Angebot reichte von frischem Obst und Gemüse über Honig, Pflanzen sowie Ziegen- und Schafprodukte bis hin zu Metzgerwaren. Wer nicht nur für den heimischen Vorrat einkaufen, sondern gleich vor Ort genießen wollte, hatte ebenfalls die Wahl: Pizza, Mettbrötchen, Käseplatten und weitere Leckereien sorgten dafür, dass niemand hungrig bleiben musste. Dazu kamen Wein und Apfelwein, die dem Markt auch kulinarisch eine herbstliche Note verliehen. Kreative, selbst gefertigte Dekorationsartikel ergänzten das Angebot.

So wurde aus dem Marktbummel schnell ein geselliger Nachmittag, der sich bis weit in den Abend zog. Manche Besucher deckten sich mit frischen Lebensmitteln ein, andere ließen sich die angebotenen Spezialitäten schmecken oder blieben einfach auf einen Plausch.

Eröffnet wurde der Premierenmarkt von Volker Rühl, dem Ersten Beigeordneten der Gemeinde Langgöns. Er zeigte sich erfreut über den Zuspruch – gerade angesichts des wenig einladenden Wetters. „Wir wollen heute einfach einmal etwas Neues ausprobieren. Leider spielt uns das Wetter nicht so in die Karten, machen wir das Beste draus“, sagte er. Im Mittelpunkt stehe dabei nicht allein der Verkauf von Waren. Vielmehr gehe es darum, Menschen zusammenzubringen, Gelegenheiten zum Gespräch zu schaffen und einen Ort zu bieten, an dem man miteinander eine gute Zeit verbringen könne. Ein Markt sei dafür eine schöne Gelegenheit, betonte Rühl. Dass sich trotz der widrigen Bedingungen so viele Besucher auf den Weg gemacht hatten, gab dem Versuch jedenfalls ganz klaren Rückenwind.

Rühls Dank galt den gewerblichen und privaten Anbietern, die sich auf das neue Format eingelassen hatten. Auch Kirstin Velten-Wanke und Christiane Itter-Neuhof von der Gemeindeverwaltung, die den Markt organisiert hatten, sowie dem Bauhof für die Vorbereitungen und die Arbeiten nach der Veranstaltung bezog er ausdrücklich ein.

Dass die Premiere mehr sein könnte als ein einmaliger Versuch, hatte Bürgermeister Marius Reusch bereits im Vorfeld angedeutet. Nun dürfte die Resonanz ein wichtiger Gradmesser dafür sein, ob sich das Konzept weiterentwickeln lässt. „Wenn die Resonanz heute gut ist und wir merken, dass ein solcher Markt in Langgöns angenommen wird, dann können wir uns auf jeden Fall vorstellen, ihn im kommenden Jahr regelmäßig, vielleicht sogar als einen kleinen Feierabendmarkt, monatlich oder vierteljährlich anzubieten“, erklärte Rühl.

Wie häufig ein solcher Markt stattfinden könnte und in welcher Form, ist damit noch offen. Zunächst soll gemeinsam ausgelotet werden, was sich bewährt und wie sich das Angebot weiterentwickeln lässt. Der TAF bietet dafür gute Voraussetzungen: Er soll nicht nur Räumlichkeiten für Veranstaltungen bereitstellen, sondern sich als Ort etablieren, an dem Menschen aus Langgöns zusammenkommen.

Am Freitag gab es jedenfalls einen vielversprechenden Vorgeschmack. Trotz Feuchte und Kälte wurde der Herbstmarkt zu einem Ort, an dem Einkaufen, Essen und Begegnung ganz selbstverständlich zusammengehörten. Ob daraus im kommenden Jahr ein regelmäßiger Treffpunkt wird, muss sich noch zeigen. Die Premiere aber hat deutlich gemacht: Auch bei ungemütlichem Herbstwetter lässt sich ein Stück Dorfleben auf die Beine stellen.