Die Kinder der Kita „Regenbogen“ erfreuen die Senioren mit Herbstliedern.
Uwe Mettlach (mit Hut) zeigt großes Showtalent und demonstriert eindrucksvoll, wie Trickdiebe arbeiten
Bei ihm war nicht viel zu holen: Uwe Mettlach mit Bürgermeister Marius Reusch
Martin Hanika unterhält mit seinem Akkordeon und altbekannten Liedern
Ingi Fett singt Schlager
Blick in den gut gefüllten Saal
Getanzt wurde auch
Langgöns (ikr). Es braucht nur wenige Takte des Kinderliedes „Der Herbst ist da“, da huschen erste Lächeln durch die Reihen. Mit leuchtenden Augen und sichtbarer Vorfreude verfolgen die zahlreichen Gäste im Bürgerhaus Cleeberg den Auftritt der Mädchen und Jungen aus der Kita „Regenbogen“ – und genau in diesem Moment ist schon spürbar: Dieser Seniorennachmittag wird gut gelingen.
Der Einladung der Gemeinde und des Seniorenbeirats waren viele Langgönserinnen und Langgönser ab 65 Jahren gefolgt. An liebevoll herbstlich gedeckten Tischen, bei duftendem Kaffee und leckerem Kuchen entwickelte sich rasch eine warme, gesellige Atmosphäre. Das engagierte Organisationsteam um Marion Beppler hatte ein ebenso abwechslungsreiches wie stimmungsvolles Programm auf die Beine gestellt – umsichtig unterstützt von zahlreichen Mitarbeitern des Rathauses, die aufmerksam und zugewandt für die Bewirtung sorgten. Charmant und humorvoll führte Heinz-Georg Homrighausen durch den Nachmittag.
Der Langgönser Bürgermeister Marius Reusch begrüßte die Gäste und nutzte die Gelegenheit, um die vielfältige Arbeit des Seniorenbeirats vorzustellen. „Ich bin stolz, dass in Langgöns so viel für Senioren gemacht wird“, sagte er. Besonders hob er das neue generationenverbindende Projekt „Kaffeestube“ im ehemaligen Faselstall in Lang-Göns hervor. Auch der Bürgerbus, die „Ideenbox“ gemeinsam mit dem Landkreis, regelmäßige Fachvorträge sowie die beliebten Mittagstische in den Ortsteilen seien Erfolgsprojekte des Beirats.
Für einen humorvollen, aber auch sehr informativen Höhepunkt sorgte nach dem Kaffeetrinken „Viktor Wahnsinn“ alias Uwe Mettlach. Der ehemalige Polizeibeamte verblüffte sein Publikum in seiner „Taschendieb-Bühnenshow“ mit großer Fingerfertigkeit, feinsinnigem Humor und direktem Spiel mit dem Publikum. Dabei ging es ihm darum, dazustellen, wozu Taschendiebe in der Lage sind und ihre Maschen aufzudecken. Denn wer diese kennt, kann sich besser davor schützen. So brachte er es mühelos fertig, mehreren Probanden, die er auf die Bühne holte, ihre Uhren zu entwenden. Es fiel ihnen erst auf, als er sie ihnen zurück gab. Immer wieder hatte er die Lacher auf seiner Seite, insbesondere als er sich mit dem amtierenden Bürgermeister und dessen Vorgänger beschäftigte: Weil Reusch nicht mal eine Geldbörse dabeihatte, musste sein Vorgänger Röhrig aushelfen: „Ich hätte nicht gedacht, dass Sie in Langgöns so klamm sind“, kommentierte Mettlach. Als Röhrig schließlich seine Geldbörse zurückerhielt und diese sogleich auf ihren Inhalt kontrollierte, meinte Mettlach: „Sie können mir vertrauen, ich bin kein Bürgermeister.“ Riesenlacher.
Musikalisch-nostalgisch ging es weiter mit Martin Hanika. „Vor einiger Zeit waren die Häuser bei uns im Kleebachtal noch gar nicht verschlossen, so schlecht war die Zeit damals vielleicht doch nicht“, leitete Martin Hanika zu seinem Programmpunkt über: als waschechter Bub aus dem Kleebachtal holte er mit Akkordeon und kräftiger Stimme die vertrauten Melodien von früher zurück: „Wenn das Wasser im Rhein goldener Wein wär“, „Im schönsten Wiesengrunde“ oder „Lustige Oberhesse“ – viele sangen leise mit, andere wippten im Takt, manche stimmten sogar lautstark ein.
Auch der nächste Programmpunkt traf mitten ins Herz. Ingi Fett – in der Region als eine der „Drei Stimmen“ bekannt – begeisterte mit Schlagerklassikern der Siebziger, darunter „Willst Du mit mir gehen“ oder „Spaniens Gitarren“. Spontan wurde geschunkelt, mitgesungen, und einige Paare wagten sich sogar aufs Parkett. Alle Darbietungen wurden mit kräftigem Applaus belohnt.
Eine liebevoll arrangierte Ausstellung weihnachtlicher Holzarbeiten der Familie Plescher aus Dornholzhausen sorgte bereits für leises Adventsflair im Saal. Die durchweg positive Resonanz zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll solche Nachmittage sind – als Gelegenheit zum Wiedersehen, zum Austausch, zum gemeinsamen Erleben. Nach einem warmen Abendessen nahmen viele das Angebot an, sich bequem mit dem Bus nach Hause fahren zu lassen.
„Es war ein rundum gelungener Nachmittag, der die Bedeutung von Gemeinschaft und Geselligkeit einmal mehr unterstrich“, brachte es ein zufriedener Gast zum Abschluss auf den Punkt.