Titel Logo
Heimatblatt Langgöns
Ausgabe 50/2020
Titel Amtsblatt
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe
-

Landkreis sucht Unterstützung für Betrieb von ImpfzentrumÄrzte und medizinisches Hilfspersonal sind aufgerufen, sich zu melden

Nach den positiven Meldungen über einen Impfstoff gegen das Coronavirus ist der Landkreis Gießen ebenso wie die übrigen Landkreise vom Land Hessen beauftragt worden, vor Ort ein Impfzentrum aufzubauen. Die Betriebsbereitschaft ist bis zum 11. Dezember herzustellen.

Der Landkreis Gießen hat den Standort für das geplante Impfzentrum ausgewählt. Die Impfungen gegen das Coronavirus sollen im Obergeschoss des Gebäudekomplexes des Einrichtungsmarkts Roller in der Heuchelheimer Ludwig-Rinn-Straße erfolgen. Dort stehen über 3000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Der Landkreis wird diese mieten.

Die Flächen verfügen über Heizung und Belüftung, sind ausreichend dimensioniert und barrierefrei zugänglich. Damit sei eine zentral gelegene Stätte fürs Anlaufen der Impfungen gefunden worden, sagt Landrätin Anita Schneider. „Nachdem mit dem Einsatzbefehl des Landes Details zur Durchführung der Impfungen vor Ort festgelegt wurden, haben wir mehrere Standort-Optionen auf bauliche Eignung, Wirtschaftlichkeit und Verkehrsanbindung geprüft und auch die Kommunen einbezogen“, erklärt Landrätin Schneider. „Der Standort in Heuchelheim liegt einerseits nahe am Oberzentrum Gießen, ist aber durch die Nähe zum Gießener Ring auch verkehrsgünstig für Personen aus anderen Teilen des Landkreises gelegen. Außerdem stellt er das wirtschaftlichste Angebot dar.“ Der Landkreis wird die Flächen gemäß der Weisung des Landes bis August kommenden Jahres von dem Unternehmen mieten und später die Abrechnung mit dem Land vornehmen.

„Für den Betrieb der Einrichtung wurden Gespräche mit DRK und Johannitern geführt, mit denen wir bereits bewährt im Rettungsdienst zusammenarbeiten und die das Gesundheitsamt seit Beginn der Pandemie mit Testungen bei besonderen Anlässen unterstützen“, sagt Landrätin Schneider. „Beide Organisationen verfügen auch über Erfahrungen für die nun erforderlichen Aufgaben des Impfzentrums.“ Der Landkreis sei bereits dabei, ärztliches Personal zu akquirieren.

Der Landkreis Gießen appelliert an niedergelassene und pensionierte Ärzte sowie medizinisches Hilfspersonal, beim Betrieb des geplanten Impfzentrums im Landkreis Gießen zu unterstützen. Interessierte können sich melden unter der Mailadresse verwaltung-gesundheitsamt@lkgi.de.

„Wir setzen auf die Hilfsbereitschaft der Ärzte und medizinischen Fachkräfte“, sagt Landrätin Anita Schneider. „Jetzt zählt die Unterstützung jedes einzelnen, um die nächste große Herausforderung zu meistern, damit wir schnellstmöglich zu einer gewohnten Normalität zurückzukehren.“

Das Impfzentrum soll an sieben Tagen in der Woche von 7 bis 22 Uhr in Betrieb sein. Der Einsatz ist für mehrere Monate geplant. Da die Zulassung eines Impfstoffs erst noch erwartet wird und der genaue Zeitpunkt des Anlaufens von Impfungen nicht feststeht, wird das Land gesondert die Aktivierung der Impfzentren anweisen. Bei der vom Land angenommenen Impfrate von mindestens 60 Prozent der Bevölkerung, bedeutet dies für den Landkreis Gießen, die Impfung für mindestens rund 167.500 Menschen zu organisieren. Über die Abfolge der zu impfenden Gruppen entscheidet die Ständige Impfkommission beim RKI.

Bürgermeister Marius Reusch freut sich über die zeitnahe Einrichtung dieses Zentrums und ergänzt folgende Bitte:

"Ich appelliere an alle möglichen Helfer/innen in unserer Gemeinde zu prüfen, ob sie hier an dieser Stelle einen Beitrag für das Allgemeinwohl leisten können. Dies könnte dazu beitragen, die Pandemie, die uns schon fast 1 Jahr belastet, schneller zu überwinden."