Die fachgerechte, richtlinienkonforme Sanierung des Heimatmuseums in Langgöns-Niederkleen sichert nicht nur den Erhalt der historischen Bausubstanz, sondern stärkt auch Gemeinschaft, Identität und die positive Entwicklung des Dorfes
Die funktionale Aufwertung des Dorfgemeinschaftshauses in Greifenstein-Rodenberg – mit neuer Küche und verbesserter Barrierefreiheit – schafft die Grundlage dafür, dass das Gebäude wieder vielfältig für gemeindliche Angebote genutzt werden kann und stärkt damit nachhaltig das gemeinschaftliche Leben und die Dorfentwicklung
Die Abteilung für den ländlichen Raum des Lahn-Dill-Kreises und des Landkreises Gießen hat im vergangenen Jahr 2025 erneut einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und Zukunftsfähigkeit der ländlichen Kommunen in der Region geleistet. Im Mittelpunkt standen die Umsetzung der hessischen Förderprogramme „Dorfentwicklung“ und „LEADER-Regionalentwicklung“, mit denen lokale und regionale Potenziale gestärkt, Lebensqualität verbessert und nachhaltige Entwicklungsprozesse angestoßen wurden. Die entsprechenden Fördermittel kommen von der EU, dem Bund und dem Land Hessen.
„In unserer Abteilung werden viele wichtige Projekte mitentwickelt, Kommunen und Privatpersonen werden beraten und an die Hand genommen, damit Förderung auch gezielt und effektiv dort ankommt, wo Bedarf besteht“, hebt Frank Inderthal, Erster Kreisbeigeordneter des Lahn-Dill-Kreises hervor. „Die Höhe der Zuschüsse aus 2025 kann sich wirklich sehen lassen.“ Auch Hauptamtlicher Kreisbeigeordneter Christian Zuckermann, Dezernent für den ländlichen Raum des Landkreises Gießen, verweist auf die Bedeutung für die Region: „Die Abteilung leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des ländlichen Raums und ist durch die Nähe zu unseren Kommunen und ein guter Ansprechpartner für die unterschiedlichen Akteure.“
Insgesamt konnte die Abteilung für den Ländlichen Raum im vergangenen Jahr über drei Millionen Euro an Zuschüssen in die Region bringen und die Kommunen damit verlässlich unterstützen. Im Programm „Dorfentwicklung“ wurden in 2025 verschiedene Projekte zur Verbesserung der Infrastruktur, zur Stärkung des sozialen Miteinanders und zur Erhaltung historischer Bausubstanz initiiert oder weitergeführt. Beispiele sind der Erhalt kulturhistorischer Bausubstanz (Fachwerkgebäude), Aus- und Umbau ehemals landwirtschaftlich genutzter Gebäude in den alten Ortskernen, Dorfgemeinschaftshäuser beziehungsweise der Ausbau zu barrierefreien Begegnungsstätten, Jugendräume, Dorfplätze und Treffpunkte im Freien oder Projekte zur lokalen Nahversorgung. In den derzeit sechs aktiven Kommunen der beiden Landkreise – Aßlar, Driedorf, Lahnau sowie Biebertal, Langgöns und Lich – konnten 17 kommunale Vorhaben bewilligt werden. Hier wurden ca. 785.000 Euro Zuschuss zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurden über alle sechs Kommunen hinweg 28 Vorhaben von privaten Personen mit einem Volumen von über 700.000 Euro unterstützt.
Im Rahmen von LEADER konnten in den drei LEADER-Regionen Gießener Land, Lahn-Dill-Bergland und Lahn-Dill-Wetzlar im letzten Jahr 18 Projekte mit einem Zuschussvolumen von ca. 1,65 Mio. Euro unterstützt werden, die weit über klassische Infrastrukturmaßnahmen hinausgehen. Besonders hervorzuheben sind Initiativen zur Daseinsvorsorge, regionale Wertschöpfung, Bildungs- und Kulturangebote sowie Maßnahmen zur Förderung von nachhaltigem Tourismus.
Ein Schwerpunkt der Arbeit lag und liegt in der individuellen und kontinuierlichen Beratung:
Dabei setzt die Abteilung auf engen Austausch und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden sowie auf moderierte Beteiligungsformate, um lokale Bedürfnisse und Potenziale sichtbar zu machen und gemeinsam passgenaue Lösungen zu entwickeln.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Abteilungsarbeit ist die Förderung von Netzwerken und die Vermittlung zwischen unterschiedlichen Akteursgruppen. Durch die Organisation von Informationsveranstaltungen, Workshops oder Netzwerktreffen wird der Wissenstransfer angeregt und der Austausch über Landkreisgrenzen hinweg gestärkt.
Mit einem wachsenden Interesse an nachhaltiger Regionalentwicklung und bürgerschaftlichem Engagement bei gleichzeitig angespannten kommunalen Haushalten sieht die Abteilung für den ländlichen Raum einer herausfordernden Zukunft entgegen. Das Interesse an den Förderprogrammen ist groß, was beispielsweise ganz aktuell die hohe Bürgerbeteiligung und die umfassende Konzepterstellung der beiden Kommunen Allendorf/Lumda (Landkreis Gießen) und Hüttenberg (Lahn-Dill) zeigen. Die beiden Kommunen bewerben sich derzeit um die Aufnahme in das hessische Dorfentwicklungsprogramm, bei dessen Gelingen Förderungen für unterschiedliche Projekte in Aussicht stehen: Gestärkt werden soll das, was die Orte ausmacht, Ortskerne werden verschönert und die Lebensqualität verbessert.
Die Abteilung für den ländlichen Raum fungiert als zentrale Anlaufstelle für Kommunen, Vereine, Unternehmen und Privatpersonen, die sich an den Programmen beteiligen oder Fördermittel beantragen möchten. Mit fachkundiger Beratung, aktiver Begleitung und individueller Unterstützung trägt das Team dazu bei, Ideen in tragfähige Projekte zu verwandeln.