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Lautertaler Nachrichten
Ausgabe 31/2026
Kirchliche Nachrichten
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Freie Evangelische Christen-Gemeinde Altenschlirf e.V.

Zum Hehrhain 6, 36358 Herbstein-Altenschlirf (Tel. 06643 918844)

Sonntag, 02.08.2026

14:30 Uhr

Gottesdienst

Mittwoch, 05.08.2026

20:00 Uhr

Bibelstunde

Kurzfristige Änderungen werden auf der Internetseite (www.fec-altenschlirf.de) bekanntgegeben.

… dass du den Namen hast, dass du lebst, und bist tot.

(Offenbarung 3,1)
„Gottstreu“ und „Gewissenruh“

Wenn man am Oberlauf der Weser mit dem Auto entlangfährt, wird man zweimal stutzig – dieser Ortsnamen wegen: „Gottstreu“ und „Gewissenruh“. Was hat es mit diesen bedeutungsschweren Ortsbezeichnungen auf sich?

Im Jahre 1722 (also vor gut 300 Jahren) nahm Landgraf Carl von Hessen-Kassel Waldenser auf und siedelte sie im Wesertal an. Die Ortsnamen wählte der Landgraf selbst aus! (Waldenser waren Christen, die die Bibel als alleinigen Maßstab für ihr Glaubensleben erkannt hatten, aber später in Frankreich grausam verfolgt wurden.) Nun konnten ein paar Familien, die ihre Heimat und (fast) alles zurücklassen mussten, hier an der Weser ihren Glauben leben, wie ihr Gewissen es ihnen gebot, und sie haben sicherlich auch einen dankbaren Blick für Gottes Treue gehabt, der sie auf der Flucht bewahrt und ihnen hier einen Ort der Ruhe geschenkt hatte.

In Gottstreu haben wir als Familie kürzlich das Waldensermuseum besichtigt. Das harte, einfache Leben der Waldenser und die schreckliche Verfolgung werden hier dokumentiert. Auch konnten wir die Waldenserkirche im Dorf ansehen. Uns wurde gesagt, dass nur noch wenige Christen die Gottesdienste besuchen. So interessant das Museum ist: Ist es nicht schade, dass von einer lebendigen Glaubensbewegung von Menschen, die alles verlassen mussten, um ihren Glauben frei leben zu können (und doch ein reines Gewissen und Ruhe gefunden hatten), (fast) nur noch Mauern und Dokumente geblieben sind?

Was würden die Christen, die so viel Leid erduldeten, von der heutigen Generation halten? Ein museal erstarrter und verstaubter Glaube ist ein toter Glaube. Er nützt gar nichts. Nur der Glaube, der uns durch eine völlige Ausrichtung auf Gott erneuert, führt zum Leben.

Welche Gedanken wären Ihnen bei der Führung gekommen?

Suchen Sie den lebendigen Glauben, der an einem lebendigen Gott hängt!

(Martin Reitz, aus „Leben ist mehr“, CV Dillenburg)