Der Hospizdienst im Vogelsberg unterstützt Menschen in ihrer letzten Lebensphase und deren Zugehörige. Qualifizierte Ehrenamtliche begleiten die Betroffenen und deren Familien in stationären Einrichtungen und im häuslichen Umfeld. Daneben hat er es sich zur Aufgabe gemacht, zu den Themen Sterben, Tod und Trauer viel Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, um das Tabuthema etwas zu entkrampfen. Letzte Hilfe Kurse haben sich in diesem Zusammenhang sehr bewährt.
Aufgrund der weltweiten demografischen Entwicklung müssen wir in den nächsten Jahren mit einem Anstieg der Zahl alter, schwerkranker, pflegebedürftiger und sterbender Menschen rechnen. Hinzu kommt das, durch die verbesserten Methoden der modernen Medizin Leben immer weiter verlängert werden kann. Dies hat jedoch oft auch die Verlängerung von Leidens- und Sterbeprozessen zur Folge. Dadurch werden auch Betroffene und Angehörige stärker belastet, nicht zuletzt durch die Notwendigkeit immer mehr zu entscheiden wie beispielsweise: Wie viele Chemotherapien soll man machen, bevor man aufgeben darf? Soll man das Leben um jeden Preis verlängern? Wann ist ein Leben eigentlich noch lebenswert?
All diese Fragen sind zutiefst philosophisch und existenziell und zugleich extrem individuell. Daher macht es Sinn über Sterben und Tod nachzudenken und zu sprechen. Dazu möchte der Letzte-Hilfe-Kurs aufrufen und beitragen.
Der Kurs richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger ohne professionelle medizinische oder pflegerische Kenntnisse. Er besteht aus vier Modulen (Sterben ist ein Teil des Lebens, Vorsorgen und Entscheiden, Leiden lindern, Abschied nehmen) die aufeinander aufbauen.
Der Kurs findet am 21. September 2026 von 16 bis 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Ilbeshausen-Hochwaldhausen, Hindenburgstraße 11A, 36355 Grebenhain-Ilbeshausen-Hochwaldhausen statt.
Kursgebühr: 10 Euro pro Teilnehmer/in (Anmeldung über die VHS Vogelsberg, Tel. 06631 792-7820 oder über den Hospizdienst im Vogelsberg, 0177 2582819 oder per Email: hospizdienst.vogelsberg@gmail.com).