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Lautertaler Nachrichten
Ausgabe 9/2026
Kirchliche Nachrichten
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Freie Evangelische Christen-Gemeinde Altenschlirf e.V.

Zum Hehrhain 6, 36358 Herbstein-Altenschlirf (Tel. 06643 918844)

Sonntag, 01.03.2026

10:00 Uhr:

Gottesdienst

Mittwoch, 04.03.2026

20:00 Uhr:

Bibelstunde

Kurzfristige Änderungen werden auf der Internetseite (www.fec-altenschlirf.de) bekanntgegeben.

Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, da er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet.

(2. Korinther 8,9)
Märchenschloss oder himmlische Herrlichkeit?

Rund 200 m über der Pöllatschlucht im Ostallgäu thronen Neuschwanstein und Hohenschwangau, die beiden Königsschlösser – das touristische Ziel Nr. 1 im Allgäu mit 1,4 Mio. Besuchern jährlich. Das sind im Sommer mehr als 6000 Besucher pro Tag! Bei Rundreisen beispielsweise von Chinesen in Deutschland ist Neuschwanstein ein absolutes Muss. Dieses Schloss ist schon viele Jahre auch ein beliebtes Puzzle-Motiv. Inzwischen gibt es eine entsprechende Biersorte, Regenschirme mit seinem Foto, Neuschwanstein-Leuchten u. v. m.

Initiiert wurde der Bau dieses Märchenschlosses vom „Märchenkönig“ Ludwig II. Er wurde 1845 in München geboren und war König von Bayern. Während das Volk teilweise in großer Armut lebte, betrieb er den verschwenderischen Aus- oder Neubau seiner Schlösser und nahm selbst wichtige Regierungsgeschäfte kaum wahr. Am 8. Juni 1886 erklärten ihn Ärzte für geisteskrank. Wenige Tage danach ertrank er mit seinem ihn begleitenden Arzt im Starnberger See. Von Ludwig II. blieben vor allem die Schlösser und Bauten, die von aller Welt bestaunt werden. Sein Leben aber kann uns kaum als Vorbild dienen.

Welch ein Gegensatz tut sich da gegenüber Jesus Christus auf! Dieser sagte von sich, dass er keinen Ort habe, wo er sein Haupt hinlegen könne (Lukas 9,58). Er hat auch nichts Materielles hinterlassen, was wir heute bewundern könnten. Aber sein Erbe ist trotzdem größer und schöner, als es jemals in dieser Welt zu finden wäre: Durch sein Sterben am Kreuz hat er es ermöglicht, dass Menschen das ewige Leben gewinnen können. Wer ihm sein Leben übergibt und in seine Nachfolge eintritt, darf einmal – nicht nur für einen flüchtigen Besuch, sondern für immer – bei ihm sein. Und seine unvergängliche himmlische Herrlichkeit überragt alles Irdische um ein Vielfaches.

Wer ist größerer Bewunderung wert: ein Erbauer von Märchenschlössern oder jemand, der uns ewiges Leben schenken kann?

Bewunderung wäre zu wenig, es muss zu einer bleibenden Beziehung kommen.

(Martin Reitz, aus „Leben ist mehr“, CV Dillenburg)