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Lindener Nachrichten
Ausgabe 32/2020
Gestaltung Seite 2
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issenschaftsministerin Angela Dorn und Umweltministerin Priska Hinz besuchen Klimafolgenforschungsstation in Linden

Hoher Besuch in Leihgestern (v.l.) Prof. Dr. Thomas Schmid, Umweltministerin Priska Hinz, Uni-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Wissenschaftsministerin Angela Dorn und Klimastationleiter Prof. Dr. Christoph Müller

Prof. Dr. Christoph Müller veranschaulichte den beiden Ministerinnen

bei einem Rundgang die Forschungsarbeit im Steinweg. ©Fotos: Thomas Wißner

"Der Klimawandel schreitet voran: Gerade erst haben wir den zweitwärmsten Winter in Deutschland seit Beginn der Aufzeichnungen hinter uns. Um darauf zu reagieren, sorgt Hessen für den Ausbau des ÖPNV und von Radwegen, der Ausweitung von Mooren und für die Entwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft. Um Förderprogramme für den Klimaschutz und die Klimaanpassung zielgerichtet gestalten zu können, sind Forschungsergebnisse, wie sie durch die Forschungsstation hier in Linden gewonnen werden, von großer Bedeutung. Ebenso sorgen wir dafür, dass Erkenntnisse der Wissenschaft ihren Weg in die Praxis finden", sagte Umweltministerin Priska Hinz, die in der vergangenen Woche gemeinsam mit Wissenschaftsministerin Angela Dorn die Umweltbeobachtungs- und Klimafolgenforschungsstation in Leihgestern besuchte. Die Umweltbeobachtungs- und Klimafolgenforschungsstation Linden erforscht zahlreiche Effekte des Klimawandels auf Pflanzenwachstum und Ökosystemprozesse. Das Kernstück der Anlage sind die FACE-Anlagen mit der Erhöhung der CO2-Konzentration in der Umgebungsluft, um die Veränderungen im Pflanzenwachstum zu untersuchen. "Die Forschungsstation in Linden zeigt, auf was sich die Landwirtschaft in Zukunft einstellen muss. Diese Erkenntnisse müssen in die Entwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft einfließen. Um den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis noch zu verbessern, planen wir gerade im Rahmen des Corona-Sondervermögens ein neues Förderprogramm für nachhaltige landwirtschaftliche Betriebe. Der Fokus liegt dabei auf der Beratung und dem Transfer wichtiger Forschungsergebnisse in die Praxis", ergänzte Ministerin Hinz. UKL-Leiter Prof. Dr. Christoph Müller erläuterte bei einem Rundgang über die Anlage, wie wichtig die hier gewonnenen „Meßdaten aus der Zukunft“ für die Forschung sind. Dass Menschen kein Gefühl für Langzeitentwicklungen haben stellte Prof. Dr. Thomas Schmid klar und machte deutlich, dass auch 2020 sich in die Reihe jener Jahre aus dem vergangenen Jahrzehnt einreiht, die zu den wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnung zählen. „Wir sind mittendrin im Klimawandel, der große Auswirkungen auf unseren Lebenswandel hat“, so Schmid. "Um den Klimawandel aufzuhalten, brauchen wir Lösungen - und hierfür spielen unsere Hochschulen und Forschungseinrichtungen, ihre Forschenden, Lehrenden und die Studierenden gemeinsam eine wichtige Rolle. Die Zusammenarbeit der Umweltbeobachtungs- und Klimafolgenforschungsstation der Uni Gießen mit dem HLNUG ist ein hervorragendes Beispiel, wie diese wichtige Arbeit gelingen kann. Die Klimafolgenforschung und Projekte wie hier in Linden müssen langfristig angelegt sein, um robuste Aussagen treffen zu können. Deswegen freue ich mich, dass die Laufzeit dieses Projekts nun noch einmal um 10 Jahre verlängert wurde", so Dorn.