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Lindener Nachrichten
Ausgabe 42/2019
Gestaltung Seite 5
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Stolperstein Verlegung in Großen-Linden

Liebe Lindener Bürgerinnen und Bürger,

am Dienstag, dem 22. Oktober 2019, wird der Künstler Gunter Demnig, im Auftrag

des Heimatkundlichen Arbeitskreises Linden, in Großen-Linden 4 Stolpersteine für die ermordeten jüdischen Großen-Lindener Bürger verlegen.

Mit dem Verlegen der Stolpersteine möchten wir an Lina Simon 65 Jahre, Bahnhofstraße 2, Anna Marx 59 Jahre, Bahnhofstraße 4, Berthold Edelmuth 75 Jahre und Lina Edelmuth 59 Jahre, Falltorstraße 6, erinnern. Sie wurden 1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert und ermordet.

Termin: Dienstag, 22.10.2019, 9 Uhr, Bahnhofstraße 2,

danach Bahnhofstraße 4 und Falltorstraße 6.

Klara und Anna Marx sowie Lina Simon wurden von Großen-Linden aus deportiert.

Die Eheleute Berthold und Lina Edelmuth, Falltorstraße 6, zogen am 12.07.1939 nach Frankfurt/Main, Oskar-von-Miller-Straße 5, um den Repressalien in Großen-Linden zu entgehen. Sie wurden 1942 von dort in das Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt. Berthold Edelmuth starb dort ein halbes Jahr später. Lina Edelmuth wurde von diesem Lager am 15. Mai 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert, wo sie ermordet wurde.

Der letzte frei gewählte Wohnort von Berthold und Lina Edelmuth war Großen-Linden, Falltorstraße 6, deshalb werden auch für sie in Großen-Linden zwei Stolpersteine verlegt.

Für Klara Marx 93 Jahre, wurde auf Initiative der 10. Gymnasialklasse der Anne-Frank-Schule bereits am 26.04.2008 auf dem Bürgersteig vor dem ehemaligen Wohnhaus Bahnhofstraße 4, der erste „Mahnstein gegen das Vergessen“ im Landkreis Gießen, von dem Kölner Künstler Gunter Demnig, verlegt.

Für die im September 1942 deportierten und ermordeten jüdischen Leihgesterner Mitbürger Alfred, Berthold, Betty, Louis und Klara Bauer sowie Julius, Ida, Alexander und Hedwig Weisenbach, wurde am 10. November 2015 an dem Haus Ecke Kirchstraße/Kantstraße eine Gedenktafel angebracht.

Um dieser Aktion einen würdigen Rahmen zu geben, ist die Bevölkerung herzlich eingeladen und eine rege Beteiligung, wäre dem Anlass entsprechend, wünschenswert.

Ihr Bürgermeister

Jörg König