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Lindener Nachrichten
Ausgabe 44/2019
Gestaltung Seite 3
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100 Jahre Arbeiterwohlfahrt gefeiert

Vorsitzender Karl-Heinz Scheidt brachte die Geburtstagstorte

und begrüßte die zahlreichen Mitglieder zur Geburtstagsfeier

bei Kaffee und Kuchen im AWO-Haus.

Ehrenvorsitzender Kurt Bernhardt ging auf die Geschichte der AWO in Linden ein ©Fotos: Thomas Wißner

100 Jahre AWO wurden auch bei der Arbeiterwohlfahrt Linden im vereinseigenen AWO-Haus gefeiert. Dazu hatte der Vorstand mit Vorsitzenden Karl-Heinz Scheidt an der Spitze am vergangenen Sonntag die Mitglieder zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Ein Filmbeitrag zum Jubiläum der Arbeiterwohlfahrt wie auch ein Rückblick durch Ehrenvorsitzenden Kurt Bernhardt auf die Geschichte der Lindener AWO rundeten das gemeinsame Kaffeetrinken ab. Ein Jahr nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde 1919 in den Wirren der Nach­kriegszeit die AWO als Hilfe für die notleidenden Arbeiterfamilien gegründet. 1945 erfolgte nach dem Zweiten Weltkrieg dann in der Bundesrepublik die Wiederbegründung. Heute ist die AWO eine feste Größe im System der freien Wohlfahrtspflege und auch in Linden arbeitet die Stadt im Kindergartenbereich mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Stadtkreis Gießen zusammen und hat im Mai mit den „Feldmäuse“ im Steinweg in Leihgestern die erste Kindertagespflegegruppe eröffnet. „Handeln aus sozialer Verantwortung ist unser Motto, und diese Verantwortung schließt keinen Menschen aus“, so Bernhardt. Wann in Großen-Linden ein Ortsverein gegründet wurde und wer die Gründer waren ist nicht überliefert, wobei jedoch bereits vor 1933 ein Ortsverein bestanden haben soll. 1946, wurde der AWO-Ortsverein Großen-Linden wieder ins Leben gerufen. Mit dem Zusammenschluß der beiden Ortsteile Großen-Linden und Leihgestern zur Stadt Linden im Jahre 1977 bot sich auch die Fusion der beiden Ortsvereine an. Es war dies auch der erste Zusammenschluß von zwei Vereinen. Seit 1979 gibt es nur noch die Arbeiterwohlfahrt Linden, erhöhte sich die Zahl der Mitglieder auf 260 und bildete damit nach Heuchelheim den zweitgrößten Ortsverein im Kreisverband. Vier Kreistreffen wurden in Linden durchgeführt. 1981 wurde die AWO Linden Mitglied im „Förderverein Soziale Dienste". Gemeinsame Weihnachtsfeiern, eine aktive Handarbeitsgruppe, die Durchführung von Basaren zugunsten des Förderverein Soziale Dienste und der Diakoniestation, die Mitarbeit an der Weißrußlandhilfe gehörten zu den zahlreichen Aktivitäten. Bis 1988 stand Hugo Braun an der Spitze der AWO. Die ehemalige Vorsitzende der AWO Leihgestern., Anni Weigel war stellvertretende Vorsitzende. Kurt Bernhardt übernahm das Amt von Braun und wurde weiterhin von Anni Weigel unterstützt. 2000 wurde dann Karl-Heinz Scheidt zum stellvertretenden Vorsitzenden und 2003 dann zum Nachfolger von Bernhardt als Vorsitzender gewählt. Ein Meilenstein in der Lindener AWO-Geschichte war dann die Übernahme der ehemaligen „Hasenkiste“ des 2015 aufgelösten Kleintierzuchtverein H 40 Großen-Linden und dessen Neupositionierung ab 2016 als AWO Haus. Und dieses dient dem Verein seither als Veranstaltungsstätte.