Im Foyer bot eferent Hartmut Schau einen Blick in das Vorbereitungsmaterial
Die Besucher erhielten einen Blick
auf eine von einem WDR-Team zwei Wochen begleitete Wanderung durch Rußland
Imposante Eindrücke
und Blumen zum Dank für die Gastfreundschaft
In seinem Vortrag „Die Russlandfahrt – 1000 Kilometer – Eine Begegnung mit Geschichte – der Anfang von Versöhnung“ nahm Harmut Schau die gut 60 Zuhörer in der Christusgemeinde mit auf eine Wanderung von der polnisch-weißrussischen Grenze bis nach Moskau. Vor 35 Jahren unternahm Schau mit neun Pfadfindern aus allen Teilen Deutschlands die dreimonatige Reise. Die Pfadfinder starteten am 22.06.1991, dem 50. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion und wanderten nach einer Zugfahrt von Berlin über Warschau nach Brest von Brest über Minsk und Smolensk bis nach Moskau auf den Spuren ihrer im Krieg gefallenen Großväter, als Versöhnungstour. Unterwegs begegneten sie ehemaligen Soldaten, Umweltaktivisten und besuchten Gedenkstätten wie Chatyn und Katyn. Mit 80 Fotos auf 30 Bildtafeln berichtete Schau über den Fußmarsch und wie die Gruppe den Putschversuch gegen Michail Gorbatschow vom 19. bis 21.08.1991 erlebte. Der als August-Putsch bekannte Umsturzversuch beschleunigte letztendlich den Zerfall der Sowjetunion dramatisch. Noch heute treffen sich die „Russlandfahrer“ jährlich, wobei zwei bereits verstorben sind. Die Wanderung führte seinerzeit zur Gründung eines Fördervereins und zu langfristigen Freundschaften.