In seiner Sitzung am 10. Februar 2026 hat der Magistrat der Stadt Linden über zahlreiche aktuelle Projekte, Entwicklungen und organisatorische Themen informiert.
Das Stadtarchiv konnte deutlich erweitert werden. Ab sofort steht eine vollständige Kartei über Heimatvertriebene und weitere Vertriebene aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg für Großen-Linden und Leihgestern zur Verfügung. Die Unterlagen wurden aufgearbeitet und sind nun für Interessierte einsehbar.
Für die kommende Freibadsaison wurde eine Anpassung der Freikartenregelung beschlossen. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre erhalten weiterhin freien Eintritt. Ab 15 Jahren kostet die Jahreskarte künftig 30 Euro. Für Erwachsene bleiben die Eintrittspreise unverändert.
Der traditionelle "Sturm auf das Rathaus" findet am kommenden Samstag ab etwa 15.30 Uhr statt. Bürgerinnen und Bürger sind hierzu herzlich eingeladen.
Am Freitag, 13. Februar 2026, wird ein Testalarm der Sirenenwarnsysteme durchgeführt. Die Bevölkerung wird gebeten, dies zu beachten.
Mit Beginn der Brut- und Setzzeit ab März dürfen nur noch Maßnahmen durchgeführt werden, die zwingend der Verkehrssicherung dienen. Stärkere Rückschnittarbeiten an Gehölzen sind dann nicht mehr zulässig.
Die Benutzerordnung für die städtischen Grillplätze wurde überarbeitet. Anpassungen betreffen insbesondere Regelungen zu Lautstärke, Öffnungszeiten sowie digitale Buchungsmöglichkeiten.
Die neuen Outdoor-Informationsterminals wurden beauftragt und sollen im Frühjahr installiert werden. Sie dienen künftig der verbesserten Information für Bürgerinnen, Bürger und Gäste.
Beim geplanten Radweg in Richtung Hüttenberg gibt es weiterhin Schwierigkeiten. Ein Teilstück auf Lindener Gemarkung befindet sich im Privateigentum. Der geforderte Kaufpreis liegt auf einem Niveau, das üblicherweise für Gewerbeflächen gezahlt wird. Da dort ausschließlich ein Radweg entstehen soll, sieht die Stadt Linden derzeit keine Möglichkeit, diesen Preis zu akzeptieren. Die Kaufverhandlungen gelten daher als gescheitert. Der Sachstand wird nun an das Land Hessen weitergeleitet. Ohne ein mögliches Planfeststellungsverfahren des Landes wird der Radweg nach aktuellem Stand nicht umgesetzt.
Die Arbeiten an der Volkshalle Leihgestern sollen im März abgeschlossen werden. Derzeit laufen noch die Bodenarbeiten sowie die Installation der Bühnentechnik. Wände und Decke sind bereits fertiggestellt.
Für die Umgestaltung des Ludwigplatzes wurde ein Förderantrag gestellt. Nach einer möglichen Bewilligung soll die Planung dem Bauausschuss vorgestellt werden. Die Beratung wird voraussichtlich im nächsten parlamentarischen Sitzungslauf erfolgen.
Die Aufträge für die Beleuchtung in der Jägerschneise und der Gießener Straße wurden bereits vergeben. Für die Beleuchtung im Parkbereich Goethestraße/Schillerstraße wurde ein Förderantrag gestellt.
Die aufsuchende Energieberatung geht in die Schlussphase. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können noch wenige verbleibende Termine wahrnehmen. Die Stadt empfiehlt, dieses Angebot zu nutzen.
Die Installation von Photovoltaikanlagen auf zwei Kindertagesstätten in Leihgestern wurde Mitte Januar beauftragt und soll zeitnah umgesetzt werden.
Die Genehmigung des Haushalts 2026 liegt seit dem 3. Februar vor. Die Veröffentlichung erfolgte am 6. Februar in den "Lindener Nachrichten". Die Unterlagen sind zudem digital einsehbar.
Die Auflösung der Stadtwerke Linden schreitet planmäßig voran. Forderungen, Verbindlichkeiten und Bankbestände wurden bereits übernommen. Für die vollständige Reintegration wird noch der geprüfte Jahresabschluss 2025 benötigt.
Die Stadt arbeitet weiterhin an der Aufarbeitung der Jahresabschlüsse der Jahre 2013 bis 2015. Für die Vorlage besteht ein verbindlicher Zeitplan mit der Revision des Landkreises Gießen mit Abgabefrist 30. Juni 2026.
Die Abschlüsse der Jahre 2013 und 2014 sind fertiggestellt. Dabei ergaben sich Anpassungen insbesondere bei Pensions- und Beihilferückstellungen sowie bei der Zuordnung einzelner Maßnahmen zu Investitionen oder Instandhaltungen. Außergewöhnliche Sachverhalte wurden nicht festgestellt.
Der Jahresabschluss 2015 ist weitgehend aufgearbeitet. Die weiteren Arbeiten ruhen derzeit zugunsten der Erstellung des Jahresabschlusses 2025 sowie aufgrund der Vorbereitung der überörtlichen kommunalen Prüfung.
Ein vollständiger Bilanzabgleich zwischen Stadt und Stadtwerken für frühere Jahre ist aufgrund rechtlicher und organisatorischer Rahmenbedingungen nicht möglich. Mit der Auflösung der Stadtwerke entfällt dieses Problem künftig.
Der Magistrat sieht sich insgesamt bei den laufenden Projekten und der Aufarbeitung der Finanzunterlagen im vorgesehenen Zeitplan.