Am Ostersonntag, dem 5. April 2024 hat das Warten ein Ende. Das weltweit bekannte Westwallmuseum öffnet wieder seine Panzertüren für die Besucher. Das Museum startet dann in seine 11. Besuchersaison. Ab Sonntag kann das Museum wieder alle zwei Wochen (1. und 3. Sonntag im Monat) in der Zeit von 14:00 bis 18:00 Uhr besichtigt werden. Wer es in den vergangenen 10 Jahren immer noch nicht geschafft hat, hat nun Gelegenheit, dies nachzuholen. Auch im letzten Jahr nutzten knapp 400 Besucher aus dem In- und Ausland die Gelegenheit, zu erleben, was es heißt, 6 Meter unter der Erde unter Bomben- und Granathagel auszuharren. Dabei legten manche Besucher bis zu 10.000 km zurück, um das kleine private Museum zu besichtigen. Wo andere Museen Bilder zeigten, zeigen wir in plastischer Form - praktisch in 3 D - wie es damals war. Zumindest versuchen wir, das Gefühl dafür zu vermitteln. Was damals wirklich geschah, kann niemand - auch nur vergleichsweise - darstellen. Die Lebensbedrohung war allgegenwärtig. Dieser Krieg verwischte die Trennung von der (vermeintlich sicheren) Heimat und der Front.
Das Museum zeigt, wie das Leben damals war - in seiner spartanischen Art. Während die 12 Soldaten noch vergleichsweise „großzügig“ mit dem Platz umgehen konnten, sah die Situation für die 46 Zivilisten ganz anders aus. Da musste sich die dreifache Menge an Menschen den gleichen Raum teilen.
Unternehmen Sie an Ostern einen Ausflug in die Vergangenheit. Lassen Sie das Dröhnen der zentnerschweren Panzertüren auf sich wirken. Versuchen Sie, sich vorzustellen, bei dem Lärm des Lüfters zu schlafen.
Kommen Sie am Sonntag ab 14:00 Uhr in der Annastraße vorbei - wir freuen uns auf Sie und beantworten auch gerne Ihre Fragen.
Leider „frisst“ der Zahn der Zeit an unseren originalen Ausstellungsstücken. Von daher suchen wir dringend weiteres Ausstellungsmaterial. Vor allem müssten wir dringend einen neuen Ofen haben, weil die Löcher an dem alten inzwischen so groß sind, dass sie nicht mehr zu reparieren sind. Auch alles andere Material ist herzlich willkommen, für wechselnde Ausstellungen. Im Herbst letzten Jahres haben wir aus der Bevölkerung ein paar Sachen bekommen; den Spendern sei hiermit noch einmal gedankt.
INFO an Johannes Dräger, Tel. 0177 2972845 oder über unserer Weltnetzseite www.bunker20.de