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Dillinger Bote
Ausgabe 28/2026
Aus Vereinen und Verbänden
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Kunstverein Dillingen stößt Debatte über dauerhafte Landesschau für Schülerarbeiten an

Mehr als 650 Schülerinnen und Schüler besuchten „Klasse macht Kunst“ - Modellprojekt soll dauerhaft etabliert werden

Mit großem Zuspruch ist die Ausstellung „Klasse macht Kunst“ in der Dillinger Stadthalle zu Ende gegangen. Mehr als 650 Schülerinnen und Schüler sowie zahlreiche Erwachsene aus dem gesamten Saarland besuchten die Schau. Präsentiert wurden Arbeiten aus dem regulären Kunstunterricht saarländischer Schulen - einem Bereich, der in der Öffentlichkeit oft zu wenig Beachtung findet.

Das Projekt entstand in Zusammenarbeit des Dillinger Kunstvereins mit der Stadt Dillingen und dem Fachverband für Kunstpädagogik (BDK). Die Koordination der Einreichungen übernahm die Landesvorsitzende des BDK, Anna Jacob. Das Interesse der Schulen war so groß, dass nicht alle eingereichten Arbeiten gezeigt werden konnten. Besonders engagiert beteiligte sich die Dillinger Odilienschule mit Beiträgen aus allen Klassenstufen.

Die Ausstellung machte die hohe Qualität des Kunstunterrichts sichtbar und würdigte zugleich die Arbeit der Kunsterzieherinnen und Kunsterzieher. Schülerinnen und Schüler konnten ihre Werke mit denen anderer Schulen vergleichen und erhielten ein Skizzenheft sowie einen Zeichenstift, um im benachbarten Stadtgarten selbst kreativ zu werden.

Für den Dillinger Kunstverein war „Klasse macht Kunst“ jedoch nie als dauerhaftes eigenes Ausstellungsformat gedacht. Ein ehrenamtlich arbeitender Verein kann eine landesweite Ausstellung dieser Größenordnung weder organisatorisch noch finanziell dauerhaft tragen. Das Projekt sollte vielmehr zeigen, welches Potenzial in einer regelmäßigen Präsentation herausragender Schülerarbeiten aus dem gesamten Saarland steckt.

Der Vorsitzende des Dillinger Kunstvereins, Wolfgang Birk, regt deshalb an, eine dauerhafte Landesschau der Schülerkunst zu etablieren. Das Saarland verfüge über Ausstellungshäuser mit der fachlichen und räumlichen Kompetenz, ein solches Format regelmäßig auszurichten.

„Die Ausstellung war erfolgreich. Jetzt sollte sie nicht enden, sondern einen festen Platz in der saarländischen Museumslandschaft finden“, sagt Wolfgang Birk. „Wenn daraus eine regelmäßige Landesschau der Schülerkunst entsteht, wäre das ein Gewinn für die kulturelle Bildung, die Museen und vor allem für die Schülerinnen und Schüler.“

Die große Resonanz zeigt, dass das Interesse bei Schulen und Öffentlichkeit vorhanden ist. Nun gilt es, diesen Impuls gemeinsam weiterzuentwickeln.