Das Ehepaar Yvonne und Robert Ney hat der Stadt Dillingen in diesem Sommer eine bedeutende Bronzeskulptur des saarländischen Bildhauers Hans Schröder geschenkt. Das Werk mit dem Titel In der Sonne entstand 1980 und zählt zu den charakteristischen figurativen Arbeiten des Künstlers. Die etwa 80 Zentimeter hohe Skulptur war bislang im Garten der Familie Ney im lothringischen Grenzort Guerstling aufgestellt und hat nun im Dillinger Stadtgarten einen neuen, öffentlich zugänglichen Standort gefunden.
Hans Schröder (1930-2010) gehört zu den prägenden Bildhauern der saarländischen Nachkriegskunst. Sein Werk ist in zahlreichen öffentlichen Sammlungen vertreten, unter anderem in der Modernen Galerie des Saarlandmuseums. Schröders Skulpturen sind von einer konzentrierten, oft archaisch wirkenden Formensprache geprägt und setzen sich intensiv mit dem menschlichen Körper auseinander. Für sein künstlerisches Schaffen erhielt er 1982 den renommierten Albert-Weisgerber-Preis der Stadt St. Ingbert, eine der höchsten Auszeichnungen für bildende Künstler im Saarland.
Yvonne und Robert Ney, die viele Jahre ein Geschäft in der Dillinger Hüttenwerkstraße betrieben, fühlen sich der Stadt bis heute eng verbunden. Die Vermittlung der Schenkung erfolgte über den Dillinger Kunstverein, dem das Ehepaar seit Langem angehört. Neben der Bronzeskulptur haben die Neys dem Kunstverein zudem eine umfangreiche Sammlung von rund 100 Textilkunstwerken überlassen, deren Verkauf dem Verein zugutekommt und seine Arbeit nachhaltig unterstützt.
Für die Skulptur In der Sonne hat die Stadtverwaltung einen besonders stimmigen Platz im Dillinger Stadtgarten gewählt. Inmitten der Grünanlage entfaltet die ruhig aufgerichtete Frauenfigur ihre Wirkung im Dialog mit der umgebenden Natur. Symbolisch blickt sie in Richtung Guerstling - jenem Ort, an dem sie viele Jahre Teil des privaten Gartens der Familie Ney war.
Der Dillinger Kunstverein begrüßt diese Bereicherung des öffentlichen Raums ausdrücklich und dankt dem Ehepaar Ney für seine Großzügigkeit ebenso wie der Stadt Dillingen für die sensible Auswahl des Standortes. Mit dieser Schenkung wird nicht nur das Werk eines bedeutenden saarländischen Künstlers gewürdigt, sondern auch ein dauerhaftes Zeichen für bürgerschaftliches Engagement und kulturelle Verbundenheit gesetzt.