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Dillinger Bote
Ausgabe 37/2025
Aus Vereinen und Verbänden
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Pachten - Tag des offenen Denkmal am Bunker 20

Am 1. September jährte sich der Kriegsausbruch zum 86. Mal. Die Augenzeugen sind fast alle gestorben. Was bleibt, sind die stummen Zeugen aus Beton und Stahl. Von den rund 3.100 Bunkern, die allein im Saarland gebaut worden sind, existieren heute nur noch rund 300 ungesprengt. Davon wiederum ist nur eine Handvoll zu besichtigen. Einer davon ist der Bunker Nr. 20 in Dillingen-Pachten.

Der Bunker besteht aus einem restaurierten Regelbau 114 b SK. Einem Stand mit Sechs-Scharten-Turm für 12 Mann Besatzung. Die etwa 1.770 cqm Beton umfassende Anlage wurde im Sommer 1939 gebaut. Bei 290 cqm umbautem Raum bleiben knapp 42 qm „Wohnfläche“ übrig. Diese Fläche teilten sich in den Bombennächten 47 Pachtener Zivilisten. Die Anlage war geplant und gebaut, sodass die Besatzung (12 Soldaten) eine Woche auf sich allein gestellt (autark) aushalten konnte. Dafür waren rd. 107.000 Schuss Munition und Verpflegung für eine Woche eingelagert. Das in unzähligen Arbeitsstunden von Müll und Dreck gereinigte Bauwerk, das unter Denkmalschutz steht, kann seit Juni 2008 in den Sommermonaten jeweils am 1. und 3. Sonntag im Monat besichtigt werden. Allein in diesem Jahr konnten wir Besucher aus den USA, Mexiko und England – um nur einige zu nennen – begrüßen.

Am Sonntag, dem 14. September, ist wieder Tag des offenen Denkmals. Besuchen Sie das Westwallmuseum in der Annastraße am Sonntag von 13 bis 18:00 Uhr und informieren Sie sich über dieses wenig beschriebene Kapitel saarländischer Geschichte. Erleben Sie das Leben unter 3,50 Meter dicken Stahlbetondecken. Erleben Sie die Schrecken des Krieges hautnah. Der authentisch mit sehr vielen originalen Gegenständen aus der damaligen Zeit, vermittelt einen beklemmenden Ort der Zuflucht für Soldaten wie auch für Zivilisten. Auch die Geschichte der „Kampfbunker“ als „Luftschutzbunker“ zwischen 1942 und 1944 wird beleuchtet …

Das Museum ist weiterhin an der Überlassung von zeitgenössischem Material aus der Zeit von 1900 bis 1945 interessiert.

Weitere Infos unter:

www.bunker20.de

hallo.johannes.draeger@gmail.com

0177 – 2972845