Mit einer überaus positiven Bilanz endete die Ausstellung des Dillinger Kunstvereins, die dem bedeutenden Surrealisten Edgar Jené gewidmet war. Mehr als 600 Besucher nutzten die Gelegenheit, die Werke des 1984 verstorbenen Künstlers zu sehen, der in diesem Jahr seinen 120. Geburtstag gefeiert hätte.
Die Ausstellung umfasste vor allem Arbeiten aus der frühen Schaffensphase Jenés, der 1904 geboren wurde. Gezeigt wurden Werke, die seinen künstlerischen Weg von den Anfängen im traditionellen Stil seines Lehrers Becker-Gundahl über expressionistische Einflüsse bis hin zu den charakteristischen surrealistischen Arbeiten dokumentierten. Besonders hervorzuheben sind die symbolträchtigen Elemente, die Jené ab Mitte der 1930er Jahre in seine Werke einfließen ließ und die ihn zu einem der Pioniere des Surrealismus in Deutschland machten.
Edgar Jené ist nicht nur wegen seiner Bedeutung für den Surrealismus ein herausragender Künstler, sondern auch ein Stück Dillinger Ausstellungsgeschichte. Bereits 1980, bei der Gründung des Kunstvereins Dillingen, war Jené der erste Künstler, der im Rahmen einer Ausstellung präsentiert wurde. Diese aktuelle Ausstellung knüpfte somit nicht nur an seine künstlerische Bedeutung an, sondern setzte auch eine besondere historische Verbindung fort.
Wolfgang Birk, der Vorsitzende des Kunstvereins Dillingen, zeigte sich äußerst erfreut über das große Interesse und die positive Resonanz: „Die Ausstellung zu Edgar Jené war ein voller Erfolg. Es ist uns gelungen, sowohl langjährige Kunstfreunde als auch neue Interessierte zu begeistern und Jenés Bedeutung für die Kunstgeschichte erneut in den Fokus zu rücken.“
Die Ausstellung lief im Zentrum August Clüsserath, wo sie auch zahlreiche Gäste aus der Region und darüber hinaus anlockte. Die nächste Veranstaltung ist der jährliche Kunstverkauf, der am 17. November von 14 Uhr bis 18 Uhr stattfindet. Hier gibt es Gelegenheit, eine Vielzahl unterschiedlicher Kunstwerke zu günstigen Preisen zu erwerben.
Am 22. November wiederholt Klaus Pape im Gesellschaftsraum der Dillinger Stadthalle seinen Vortrag „Dillinger Grobblech in der Kunst“. Pape hat insbesondere die Fertigung der Skulpturen Richard Serras ingenieurtechnisch begleitet.
Vom 24. November bis 22. Dezember 2024 wird die Reihe der Kunstausstellungen fortgesetzt, dann mit „Clüsserath und Picasso“, einer Präsentation der Zentrum August Clüsserath gGmbH, die sich dem künstlerischen Dialog zwischen August Clüsserath und Pablo Picasso widmet. Neben zwei Leihgaben aus dem Kahnweiler-Haus Rockenhausen stellt die Galerie Michael Schwan zahlreiche Picasso-Arbeiten zur Verfügung.