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Dillinger Bote
Ausgabe 42/2024
Aus Vereinen und Verbänden
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Wetswallmuseum "Bunker 20" letztmalig geöffnet

Westwall

Der Winter naht mit großen Schritten, auch wenn der Sommer in diesem Jahr ausgeblieben ist.

Der verregntete Sommer brachte uns regelmäßig so um die 20 Besucher pro Sonntag. Statt ins Freibad kamen die Besucher in den Bunker.

Seit nunmehr 16 Jahren ist der Besucherstrom ungebremst. Auch diese Jahr kamen wieder fast 400 Besucher aus nah und fern um das mittlerweile international bekannte Bunkermuseum „live“ zu erleben. Dabei kamen unsere Gäste nicht nur aus (fast) ganz Deutschland sondern auch wieder international. Dabei kamen die Besucher aus Frankreich, Benelux, Polen, Tcheschien und England, um nur einige zu nennen. Auch aus Übersee, wie USA oder Kanada zog das beschauliche Museum Besucher an. Das Gräberkomande der US Streitkräfte aus Hawaii kam vor Ihrer Suche nach Gefallenen US Angehörigen auf Stipvisite am Bunker 20 vorbei. Neben dem US Militär war auch die Bundeswehr wieder mit einer 25 köpfigen Gruppe aus Hessen im Herbst zu Besuch. Inzwischen haben auch die Schulen in und um Dillingen begriffen, dass es hier Geschichte zum anfassen gibt. So kamen drei Projektgruppen und eine komplette Schulklasse um zu erleben, was es heißt mit 49 Pesonen auf engstem Raum eingesperrt zu sein.

Am Sonntag, dem 20. Oktober findet die letzte offizielle Öffnung von 14:00 bis 18:00 Uhr für dieses Jahr am WH 20 in Dillingen, Annastraße/ Ecke Wilhelmstraße, statt.

Ein letztes Mal können die Besucher sich an diesem Sonntag, dem 20. Oktober einen Eindruck verschaffen vom Leben unter 3,50 Meter starken Stahlbetondecken. Wie mag es sich angefühlt haben als Soldat in den Jahren 1939/40 und 1944/45 oder als Zivilist über mehrere Stunden zusammen mit Dutzenden Anderer während der Bombennächte in einem Koloss aus Stahl und Beton auszuhalten?

Diese Frage kann man nur annähernd beantworten, wenn man sich einmal 6 Meter tief unter die Erde begibt - in das Westwallmuseum „Bunker 20 Dillingen“. Hier ist Geschichte tatsächlich „zum Anfassen“.

Der authentisch eingerichtete Bunker mit zahlreichen Originalgegenständen aus der „guten alten Zeit“ vermittelt einen Eindruck vom Leben der Soldaten und erzählt auch vom Leiden der Zivilbevölkerung während der nächtlichen Bombenangriffe auf deutsche Städte.Auch die Geschichte der schwersten Kämpfe im Dezember 1944 werden hier aufgezeigt. Besucher können ein letztes Mal vor der Winterpause (bis 6. April 2025) das Museum besuchen. Die Öffnungszeiten sind wie immer von 14 bis 18 Uhr. Während der Winterpause können auch weiterhin Gruppenführungen vereinbart werden.

Das Museum sucht weiterhin originale Einrichtungs- und Ausrüstungsgegenstände sowie Fotos aus der Zeit bis 1945.

Kontakt: Johannes Dräger T: 0177 / 29 72 84 5 oder unter www.bunker20.de