Am 23. Februar 2026 wurde es in der Kirche Obergeis sehr lebendig – und das lag nicht nur an den vielen Menschen, die gekommen waren, sondern vor allem an Georg Goldbach und seiner Art zu erzählen. Er nahm das Publikum mit auf seine Pilgerreise nach Santiago de Compostela – und es war kein Reisebericht im klassischen Sinn, sondern viel mehr ein Abend mit einem Freund, der viel erlebt hat und jetzt davon erzählt.
Mit vielen beeindruckenden Fotos seiner Stationen wurde schnell klar: Pilgern ist kein entspannter Ausflug, sondern eine Mischung aus Blasen an den Füßen, überraschenden Begegnungen und Momenten, die man nicht planen kann. Besonders lebendig wurden die Geschichten durch die Menschen, denen er unterwegs begegnete – Weggefährten auf Zeit, mit denen man ein Stück zusammen ging, sich aus den Augen verlor und doch immer wieder traf. Da wurde gelacht, geschmunzelt, manchmal auch kurz geschluckt.
Denn zwischen den humorvollen Anekdoten lagen immer wieder nachdenkliche Töne. Goldbach sprach offen darüber, dass er keine große spirituelle Erleuchtung suchte – und sie trotzdem gefunden hat. In Begegnungen, in der Einfachheit des Unterwegsseins, im Abstand vom Alltag. Genau diese Ehrlichkeit machte seinen Vortrag so greifbar: keine großen Worte, sondern persönliche Erfahrungen.
Die Kirche war an diesem Abend sehr gut gefüllt, die Atmosphäre aufmerksam und zugleich angenehm entspannt.
Am Ende spiegelte das Feedback genau das wider, was man im Raum ohnehin schon gespürt hatte: Begeisterung. Viele Besucherinnen und Besucher blieben noch kurz, um ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen oder einfach Danke zu sagen. Es war einer dieser Abende, bei denen man merkt, dass Geschichten verbinden können – ganz ohne Pathos.
Kurz gesagt: Es war ein rundum gelungener Abend, der noch ein bisschen nachwirkt.